• 17.03.2015, 13:33:46
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Mein gesunder Garten - Insektenhotels als wertvoller Beitrag zum Tier- und Umweltschutz

Wien (OTS) - Insektenhotels sind nicht nur optische Bereicherungen
für den Garten, sondern auch sinnvoll. Wer gesunde Pflanzen ohne
Einsatz von Chemie möchte, der muss Nützlinge in seinen Garten
locken. Wildbiene, Florfliege und Co. sind mit ihrem Appetit auf
Schädlinge die reinste Gesundheitspolizei. Der Österreichische
Tierschutzverein gibt praktische Tipps für den Bau eines eigenen
Insektenhotels.

Der Bestand vieler nützlicher Insektenarten wie Marienkäfer,
Schmetterlinge oder Wildbienen ist in den letzten Jahren
kontinuierlich zurückgegangen. Immer öfter finden die Insekten keine
geeigneten Nistplätze oder Unterschlupfmöglichkeiten in unseren
Gärten. Durch das Aufstellen von Insektenhotels oder Insektenhäusern
leisten nicht nur wir einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz, denn
auch die kleinen Bewohner sind für das ökologische Gleichgewicht von
großem Nutzen. Zu ihren beiden wichtigsten Aufgaben zählen die
Bestäubung der Nutz- und Zierpflanzen und die natürliche Bekämpfung
der Schädlinge auf unseren Grünflächen.

Die friedlichen Helfer der Natur

Wer sich für ein Insektenhotel im eigenen Garten entscheidet, muss
keine Angst vor Stichen oder lästigen Bewohnern haben. Die
sechsbeinigen Nützlinge stellen keinerlei Bedrohung dar. Außerdem
werden je nach gewählten Materialen nur bestimmte Insektenarten
angelockt. Wichtig ist jedoch der richtige Standort: am besten stehen
die Insektenhotels möglichst vollsonnig und an windgeschützten Orten,
da sich die kleinen Larven hier am besten entwickeln können.
Freistehende Hotels sollten mit einem kleinen Dach vor Regenfällen
geschützt werden und nach Süden ausgerichtet sein. Der optimale
Abstand zum Boden beträgt in etwa 50 cm.

Hotelbau leicht gemacht

Wer auf maschinell hergestellte Insektenhotels verzichten möchte,
kann es mit vorgefertigten Bausätzen versuchen. Bei der Konstruktion
sollte unbedingt geachtet werden, dass alle Materialen trocken,
naturbelassen und frei von Pestiziden oder Lack- und Lösungsmitteln
sind.

Die kostengünstigste Variante ist der Eigenbau, denn die meisten
Materialen findet man in der Natur. Ganz einfach lässt sich ein
Insektenhotel aus schlichten Tontöpfen bauen. Dazu wird der Topf an
einer geschützten Häuserwand befestigt und Halm für Halm mit Stroh
befüllt. Dasselbe Ergebnis lässt sich mit einfachen Zinkeimern
erzielen. Im Gegensatz zur Strohvariante werden die Gefäße hier mit
Rinde und Ästen gefüllt.

Ein Hotel für alle vier Jahreszeiten

Der Österreichische Tierschutzverein rät das Insektenhotel das ganze
Jahr im Freien zu lassen. Die erhöhten Temperaturen im Inneren eines
Hauses könnten den überwinternden Nützlingen sonst glauben machen,
dass der Frühling bereits im Anmarsch sei und sie dadurch ihr
sicheres Zuhause verlassen können.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TSV

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