- 17.03.2015, 13:06:40
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Radwegbeschilderung und überdachte Fahrradabstellanlagen auf Schiene
Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag etablieren
Utl.: Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag etablieren =
Bregenz (OTS) - (VLK) - Die Vorarlberger Landesregierung hat
weitere Mittel für eine landesweit einheitliche und durchgängige
Radwegbeschilderung sowie überdachte Fahrradabstellanlagen frei
gegeben, informierten Landeshauptmann Markus Wallner und
Mobilitätslandesrat Johannes Rauch im heutigen (Dienstag, 17. März)
Pressefoyer.
Für den Radverkehr sind heuer 3,5 Millionen Euro budgetiert - eine
Million mehr als im Jahr 2014. "Unser Ziel ist es, die Qualität des
Angebotes für den Radverkehr weiter zu verbessern und damit das
Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag noch attraktiver zu machen",
sagte der Landeshauptmann. In Vorarlberg werden schon jetzt 15
Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, mehr als in jedem
anderen österreichischen Land. "Diesen Anteil wollen wir in den
nächsten Jahren auf 20 Prozent steigern", erinnerte Rauch an die
Ziele der Vorarlberger Radverkehrsstrategie.
Radverkehrsbeschilderung, Infopunkt
Über 800 Kilometer fahrradtauglicher Wege für den täglichen
Verkehr schaffen in Vorarlberg attraktive Routen. Damit auch
Ortsunkundige die sichersten und attraktivsten Verbindungen zwischen
Gemeinden und wichtigen Ortsteilen finden, werden auf einem Netz von
rund 450 Kilometer insgesamt 120 Übersichtstafeln, sogenannte
Infopunkte, als Bestandteil der landesweit einheitlichen
Radverkehrsbeschilderung installiert. Sie werden an Ausgangs- und
Endpunkten von Routen, Bahnhöfen, Grenzpunkten, bedeutenden Zielen
und Knotenpunkten im Netz mit hoher Informationsdichte angebracht.
Die Kosten für die erstmalige Anschaffung der Infopunkte werden auf
rund 230.000 Euro geschätzt.
Neben den Infopunkten werden im Zuge der Radroutenbeschilderung
auch einheitliche Wegweiser an rund 1.600 Standorten installiert.
Bereits montiert sind Wegweiser von Hohenweiler bis Feldkirch. In
Bearbeitung befinden sich der Bregenzerwald, der Walgau, das Montafon
und das Klostertal. Die Montage erfolgt nach Maßgabe der Kapazitäten
und der Witterung. "Die Radverkehrsbeschilderung wurde in enger
Zusammenarbeit mit den Gemeinden entwickelt", betonte Landesrat
Rauch.
Neue Förderrichtlinien zur Nachrüstung mit überdachten
Fahrradabstellanlagen
Erfahrungen zeigen, dass attraktive Fahrradabstellanlagen wichtig
für die Fahrradnutzung im Alltag sind. Jede Fahrt mit dem Fahrrad
sollte bei einem attraktiven Abstellplatz nahe am Ausgangspunkt
beginnen und an einem attraktiven Stellplatz am Ziel enden. Der Bund
fördert deshalb die Schaffung von Abstellanlagen bei Gebäuden
mit 200 Euro pro Abstellplatz (bzw. 400 Euro pro Abstellplatz mit
E-Ladestation). "Vorarlberg legt eins drauf", sagte Rauch. Die
zusätzliche Förderung aus Landesmitteln soll 100 Euro pro
Abstellplatz betragen, ist aber mit 30 Prozent der förderungsfähigen
Kosten begrenzt. Die Landesförderung tritt mit 1. April 2015 in Kraft
und soll vorerst analog zur Bundesförderung bis zum 31. Dezember 2016
begrenzt werden. "Wir rechnen mit etwa 1400 zusätzlichen
Fahrradabstellplätzen in den Jahren 2015 und 2016", rechnete
Landesrat Rauch vor. Das Fördervolumen beläuft sich damit auf rund
140.000 Euro.
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