- 17.03.2015, 09:56:11
- /
- OTS0035 OTW0035
Österreichs Milchexporte 2014 neuerlich gestiegen
Petschar: Exportentwicklung im Hinblick auf Ende der Milchquote wichtig
Utl.: Petschar: Exportentwicklung im Hinblick auf Ende der
Milchquote wichtig =
Wien (OTS) - "Österreichs Milchwirtschaft hat im Jahr 2014 Milch und
Milchprodukte im Ausmaß von 1,185 Mrd. Euro (+5,4 %) exportiert, was
einen neuen Rekordwert darstellt, dies stellt eine Exportquote von
48,7 % dar. Damit zeigt sich eindrucksvoll die hohe
Leistungsfähigkeit der heimischen Milchwirtschaft", erklärte der
Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Direktor
Helmut Petschar zu den nunmehr vorliegenden Zahlen der Statistik
Austria.
Ebenfalls gestiegen sind allerdings die Importe von Milch und
Milchprodukten auf 738 Mio. Euro (+12,1 %), was einer Importquote von
30,4 % entspricht. Daraus ergab sich ein positives Außenhandelssaldo
von 447 Mio. Euro, ein wichtiger Beitrag für die heimische
Wirtschaft, der Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf den
landwirtschaftlichen Betrieben und in den Molkereien sichert.
Wichtigstes Außenhandelsprodukt der österreichischen Milchwirtschaft
ist Käse, hier konnte mit einer Menge von 125.000 Tonnen (+6,9 %),
ein Umsatz von 526 Mio. Euro (+9,6 %) ein neuer Rekord verzeichnet
werden, was ebenfalls einer Verbesserung bei den Exportpreisen um 2,7
% entspricht. Importiert wurden 109.000 Tonnen (+13 %), bei
allerdings leicht rückläufigen Preisen. Dies zeigt, daß die
österreichischen Molkereien auch im Export verstärkt auf Qualität
setzen, es führt allerdings auch dazu, daß vor allem im Preiseinstieg
des Lebensmitteleinzelhandels oder auch in der Verarbeitung viel Ware
aus dem Ausland landet, welche oftmals nicht den hohen
Qualitätsanforderungen, wie z.B. Gentechnikfreiheit, der heimischen
Milchwirtschaft entspricht.
Flüssige Milchprodukte wurden in verschiedensten Varianten im Umfang
von 365 Mio. Euro exportiert, importiert wurden hier Produkte um 67
Mio. Euro. Joghurt und Sauermilchprodukte erbrachten im Export 165
Mio. Euro, importiert wurden in diesem Bereich Produkte im Wert von
58 Mio. Euro, was auch in diesem Sektor eine äußerst positive
Exportbilanz zeigt.
Butterexporte beliefen sich auf 2.150 Tonnen, importiert wurden hier
jedoch 15.600 Tonnen, auch hier ist der Trend festzustellen, daß vor
allem günstige Ware im Preiseinstieg des Lebensmittelhandels bzw. für
die Weiterverarbeitung aus dem Ausland beschafft wird.
Wichtigste Exportländer sowie Importländer waren auch im letzten Jahr
Deutschland, gefolgt von Italien. Der Außenhandel mit den
Erweiterungsländern brachte ein positives Saldo von 62 Mio. Euro. Zum
Stillstand gekommen sind die Exporte nach Russland aufgrund des
Importembargos Russlands für Milchprodukte im August des vergangenen
Jahres.
"Für die österreichische Milchwirtschaft wird der Außenhandel immer
wichtiger, dabei ist die Wettbewerbsfähigkeit der entscheidende
Faktor. Österreich versucht hier mit hohen Qualitäten zu punkten. Im
Hinblick auf die zu erwartenden Mehrmilchmengen nach dem Quotenende
haben sich die österreichischen Milchverarbeiter seit längerem auf
dieses Szenario intensiv vorbereitet und große Anstrengungen
unternommen, um auch für die Zukunft eine bestmögliche Verwertung der
heimischen Milch zu gewährleisten", ergänzte Petschar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






