SWV NÖ-Thomas Schaden: Nein zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer in Tourismus und Kultur

„Die geplante Steueranhebung brächte die Tourismusbetriebe noch mehr unter Druck und würde zugleich die Inlandskonjunktur schwächen“

St.Pölten (OTS) - "Die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Tourismus und Kultur würde viele Unternehmen hart treffen und die Inlandskonjunktur schwächen", erklärt der Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ) und Spartenvorsitzende des SWV NÖ im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft, KommR Thomas Schaden. Er kritisiert, dass im Rahmen der Steuerreform die Mehrwertsteuer auf Nächtigungen in Beherbergungsbetrieben und auf Eintrittskarten für Kinos, Konzerte, Theater, Museen, Bäder und Tiergärten von 10 auf 13 Prozent erhöht werden soll.

"Eine Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 13 Prozent ergibt in Summe einen enormen Betrag, der von den Unternehmen und den Konsumenten gezahlt werden muss. Sie ist eine Massensteuer, die in einer Steuerreform zur Entlastung der Erwerbstätigen und der kleinen und mittleren Betriebe nichts verloren hat. Man kann eine solche Maßnahme daher nur ablehnen."

"Der Tourismus und die Kultur sind Schlüsselbereiche der österreichischen Wirtschaft und ein bedeutender Arbeitgeber. Viele der hier tätigen Unternehmen stehen schon jetzt unter Druck, weil ihnen die zunehmende internationale Konkurrenz und steuerliche Belastungen schwer zu schaffen machen. Eine Anhebung der Mehrwertsteuer würde zum einen zu einer Verteuerung des Angebots führen, was der österreichischen Tourismus- und Kulturwirtschaft auch im internationalen Wettbewerb schadet."

"Zum anderen besteht die Gefahr, dass sich dadurch die betriebswirtschaftliche Situation vieler Unternehmen verschlechtert, weil sie - um keine Gäste und Kunden zu verlieren - die Steuererhöhung selbst tragen müssen und diese nicht einfach weiterverrechnen können."
"Eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen bei ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen ist wichtig und notwendig. Mit Steuererhöhungen, die erst recht wieder die Betriebe und Konsumenten zahlen müssen, wird man eine Entlastung im erforderlichen Ausmaß aber nicht erreichen", stellt Thomas Schaden fest.

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