• 12.03.2015, 15:31:13
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"Krankenversorgung ist Teamarbeit": Susanne Jonak zur neuen Vorsitzenden der HG II gewählt

Wahl erfolgte überfraktionell und einstimmig

Utl.: Wahl erfolgte überfraktionell und einstimmig =

Wien (OTS) - Überfraktionell und einstimmig wurde Susanne Jonak
heute, Donnerstag, zur neuen Vorsitzenden der Hauptgruppe II -
Krankenanstaltenverbund in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten
- Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) gewählt. Die nun
oberste Vertreterin aller im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)
beschäftigten Berufsgruppen übernimmt ihre Aufgaben in stürmischen
Zeiten. "Derzeit stehen die ÄrztInnen sehr im Fokus der
Öffentlichkeit. Gesetzliche Vorgaben bewirken Veränderungen in der
Arbeitszeit. Weitreichende Veränderungen sind immer mit Ängsten
verbunden. Es ist trotz eines herausragenden Verhandlungsergebnisses
nicht gelungen, den Betroffenen diese Ängste zu nehmen."

Stellung nahm die neue Vorsitzende auch zu den Diskussionen über
mögliche Postenreduktionen: "Derzeit sind das reine Rechenmodelle,
die mit der gelebten Wirklichkeit wenig zu tun haben. Wir kämpfen
seit Jahren in allen Berufsgruppen gegen die Verknappung personeller
Ressourcen bei gleichzeitiger Zunahme an Leistungen.
Krankenversorgung ist Teamarbeit und wir kämpfen für jedes
Teammitglied - von der Reinigung bis zu den PrimarärztInnen", so
Jonak.

"Wir wollen bessere Gehälter, wir wollen klare Tätigkeitsfelder,
gesunde Arbeitszeiten für alle. In den Spitälern, Geriatrien und
anderen Dienststellen des KAV arbeiten 30.000 Menschen unter vollem
Einsatz und stellen somit die wichtigste Ressource dieses
Unternehmens dar. Alleine in der Pflege sind im KAV über 12.000
Menschen tätig, 80 Prozent davon Frauen, rund um die Uhr an 365 Tagen
im Jahr, oft bis zur Grenze der Selbstaufgabe.

Maßnahmen müsse es für Jonak vor allem Unternehmensintern geben.
"Wenn externe Beraterfirmen planlos und mit ungenauen Zahlen agieren,
sind sie das viele Geld nicht wert. Sie haben wesentlich zur
Verunsicherung beigetragen. Der Krankenanstaltenverbund wendet meines
Erachtens zu viele Geld für die Meinung externer auf und verzichtet
auf die Expertise jener, die Tag für Tag, rund um die Uhr, für die
Gesundheit in dieser Stadt sorgen.

Trotz der angespannten Lage freut sich Jonak auf ihre Aufgaben: "Ich
blicke auf jahrzehntelange Erfahrung zurück und habe mein bisheriges
Arbeitsleben im Krankenanstaltenverbund verbracht. Ich werde meine
Funktion mit Herz und Verstand leben."

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