- 10.03.2015, 11:58:33
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Schanigarten: Auftakt zum Draußen sitzen
Brauner und Ruck eröffnen Wiener Schanigarten Saison – Rund 2500 Plätze laden zum Genuss im Freien – Erster Schanigarten um 1750

Utl.: Brauner und Ruck eröffnen Wiener Schanigarten Saison – Rund
2500 Plätze laden zum Genuss im Freien – Erster Schanigarten
um 1750 =
Wien (OTS) - Die Wiener Schanigarten Saison 2015 ist eröffnet. Wiens
Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner und
Präsident Walter Ruck, Wirtschaftskammer Wien, geben den Auftakt in
der Café Konditorei AIDA am Stephansplatz. Rund 1800 Schanigärten und
rund 700 Gastgärten laden die Wienerinnen und Wiener sowie Touristen
zum Draußen sitzen ein.
"Die Schanigärten gehören einfach zu unserer Stadt wie die
Wirtshäuser, Cafés und Heurigen, denn sie machen Wien erst so richtig
attraktiv und lebendig. Ganz wie es sich für den Weltmeister in
Sachen Lebensqualität gehört", so Renate Brauner anlässlich des
Auftakts der diesjährigen Schanigarten Saison.
"Ein Schanigarten ist viel mehr als nur ein paar Sessel und Tische im
Freien; er ist Symbol für ein Lebensgefühl, das Wien ein besonderes
Flair verleiht. Dafür möchte ich den Gastronomen und Cafétiers ganz
herzlich danken. Wien ohne Schanigärten wäre wie ein Sommer ohne
Sonne", sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.
Die Wiener Kaffeehäuser prägen das kulturelle Leben dieser Stadt
entscheidend mit. "Laut UNESCO ist die Kaffeehauskultur seit 2011
offizieller Bestandteil der Wien Kultur", so Berndt Querfeld, Obmann
der Wiener Kaffeehäuser. Kaffee getrunken wird in Wien nach
Aufzeichnungen der Hofkammer übrigens bereits seit 1645, als
osmanische Gesandte am kaiserlichen Hof mit Kaffee bewirtet wurden.
Das erste öffentlich zugängliche Kaffeehaus öffnete dann 1685 und ist
der Beginn einer kulturellen Entwicklung, die heute im In- und
Ausland geschätzt wird.
Erster Schanigarten um 1750
Die Geburtsstunde des Schanigartens, die Erlaubnis Tische und Stühle
vor dem Kaffeehaus aufzustellen, wird von Historikern mit dem Jahr
1750 angegeben. Der Schanigarten von Johann Jakob Tarone, Betreiber
eines Kaffeehauses am Wiener Graben, ermöglichte auch Frauen, am
Kaffeehausleben teilzunehmen, da es sich in dieser Zeit nicht
schickte, im Inneren eines Kaffeehauses zu verweilen, außer als
Sitzkassiererin. Rund hundert Jahre danach (1856) fielen die strengen
Zugangsregeln für Frauen.
Schanigarten und Gastgarten
Begrifflich ist zwischen "Schanigarten" und "Gastgarten" (meist
Innenhöfe) zu unterscheiden. Befinden sich Tische und Stühle auf
öffentlichem Grund, ist von einem "Schanigarten" zu sprechen. Für
diesen ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Die Höhe der
Nutzungsgebühr richtet sich nach dem Standort. In Fußgänger- oder
verkehrsarmen Zonen fällt sie höher aus als in weniger frequentierten
Regionen. Die Nutzungsgebühr liegt zwischen einem und 7,50 Euro je
Quadratmeter und Monat.
Saisonstart in der Café Konditorei AIDA
Den Grundstein für die Zukunft der AIDA legten im Jahr 1913 Rosa und
Josef Prousek mit dem Erwerb eines Konditoreibetriebes in Wien. Das
Unternehmen zählte 1934 bereits elf Geschäfte und baute sein
Filialnetz auf derzeit 28 in Wien sowie zwei in Niederösterreich aus.
International ist AIDA in Ländern und Städten wie Katar, Kroatien,
Bosnien, Kasachstan, Shanghai präsent. Eröffnungen in Dubai und
Serbien sind für dieses Jahr geplant. Geführt wird das
traditionsreiche Familienunternehmen in der vierten Generation von
der Familie Michael und Sonja sowie Sohn Dominik Prousek. Der Name
AIDA geht auf den Gründer Josef Prousek zurück, der ein Opernverehrer
war und eine Vorliebe für den Komponisten Giuseppe Verdi und seinem
Werk "Aida" hatte.
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