• 10.03.2015, 10:04:27
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Engere Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Pflegeberufen

Gemeinsame Fortbildungsveranstaltung am 14. und 15. März in Saalfelden

Utl.: Gemeinsame Fortbildungsveranstaltung am 14. und 15. März in
Saalfelden =

Wien (OTS) - Wovon die Gesundheitspolitik seit langem spricht, wird
von den Pflegeberufen und Apothekern aktiv umgesetzt: Eine engere
Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe zum Wohle der Patienten. Pflege
und Apotheken entwickeln ein umfassendes Kooperationsprogramm, um die
Medikation von pflegebedürftigen Personen in Heimen, Krankenhäusern
oder betreutem Wohnen zu verbessern. Die erste Maßnahme ist eine
gemeinsame Fortbildung zum Thema "Geriatrische Pharmazie und Pflege",
die am 14. und 15. März in Saalfelden stattfindet.

Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und
Krankenpflegeverbandes und Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der
Österreichischen Apothekerkammer über die Zusammenarbeit: "Es ist
evident, dass Apotheker und Pflegepersonal vom Austausch des Wissens
um die Betreuung der Patientinnen und Patienten profitieren. Wir
erwarten uns von unseren Kooperationsprojekten, dass sich die
Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erhöht, und
arzneimittelbezogene Probleme rascher erkannt werden können."

Pflegebedürftige Personen sind in der Regel über 60 Jahre und
brauchen auch eine medikamentöse Therapie. Das Risiko für
Wechselwirkungen steigt mit der Anzahl von gleichzeitig eingenommenen
Medikamenten stark an. Sowohl ein zuviel, als auch ein zu wenig, eine
falsch angewendete oder gar falsche Medikation führt zu einer
dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Patienten.
Die Pflegeberufe sollen zukünftig Warnanzeichen besser verstehen
lernen und die Apotheker rechtzeitig darüber informieren.
Infolgedessen kann eine Apothekerin, ein Apotheker im Zuge einer
Medikationsmanagement-Beratung die Medikation des Patienten und damit
seinen Gesundheitszustand verbessern.
Ein aktuelles Projekt der Apotheke Bad Gastein zur optimalen
Betreuung der Pflegeheimbewohner wurde kürzlich ausgezeichnet. Die
Apothekerschaft hat neue wissenschaftliche Projekte zu den Themen
"Sturzgefahr" und "Schlafmittel" sowie eine neue Datenbank zur
Teilbarkeit von Arzneimitteln in Ausarbeitung.

Die Österreichische Apothekerkammer beschäftigt sich intensiv mit der
Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen Personen und hat im
Jahr 2014 eine neue Qualitätsrichtlinie zur Versorgung von
Pflegeheimen verabschiedet.

Medikationsmanagement

Im Rahmen des Medikationsmanagements wird die Medikation des
Patienten, einschließlich der Selbstmedikation, analysiert und
optimiert. Arzneimittelbezogene Probleme können dadurch besser
erkannt und gelöst werden. Diese gesamtheitliche Betreuung in allen
Arzneimittelfragen ist unzertrennlich mit der apothekerlichen
Leistung verbunden.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder
Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf
höchstem Niveau und das zu niedrigen Preisen, wie im Vergleich mit
anderen europäischen Ländern deutlich hervorgeht. Trotz der hohen
Kaufkraft in Österreich liegen die Arzneimittelpreise unter dem
europäischen Durchschnitt. Insgesamt beraten 5.800 akademisch
ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.360 Apotheken die
Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der
zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350
Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und
Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen
Krankenanstalten.

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