- 08.03.2015, 06:00:33
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ÖSTERREICH: Heinisch-Hosek will 1.500 Euro Mindestlohn
SPÖ plant auch Arbeitsmarktpaket - Kein Rücktritt nach Schulpannen
Utl.: SPÖ plant auch Arbeitsmarktpaket - Kein Rücktritt nach
Schulpannen =
Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) fordert
die Sozialpartner im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) zu
höheren Lohnabschlüssen auf. Auf Kollektivvertragsebene sollte es
durchgehend eine Mindestlohn von 1.500 Euro brutto im Monat für einen
Vollzeitjob geben: "Die Lohnschere geht langsam zu. Natürlich
wünsche mir, dass das schneller geht. Ich will deshalb einen
kollektivvertraglichen Mindestlohn für 1.500 Euro. 1.300 Euro sind
zwar in fast allen Branchen erreicht. das ist aber zu wenig, um davon
zu leben."
Die Regierung plane jetzt ein Arbeitsmarkpaket, damit mehr Frauen in
Vollzeitjobs wechseln könnten: "Der Arbeitsminister ist dran, das
Paket ist noch nicht ganz fertig. Frauen in Teilzeit sollen das Recht
haben, vorinformiert zu werden, wenn ein Vollzeitjob im Betrieb frei
wird. Wir werden auch viel Geld in Kinderbetreuung und ganztägige
Schulen stecken. Es wäre sehr wichtig, mehr Frauen in Vollzeit zu
bekommen. Dann gäbe es weniger Überstunden die ja zu drei Viertel von
Männern geleistet werden."
Auch für Frauenquoten in der Privatwirtschaft tritt Heinisch-Hosek
ein: "Ja, Ich bin für Quoten in der Privatwirtschaft. Das stößt bei
der ÖVP bisher nicht auf Gegenliebe. Ich schlage eine Frauenquote für
Aufsichtsräte vor und in einem weiteren Schritt für Vorstandsposten.
Wovor fürchtet sich die ÖVP? So wie wir stolz die Quote in
Staatsnahen betrieben präsentiert haben, könnte Vizekanzler
Mitterlehner dann auch diese präsentieren."
Grund für einen Rücktritt sieht die SPÖ-Ministerin nach den
zahlreichen Pannen rund um Zentralmatura und dem schlechten Zeugnis
für die NMS nicht: "Nein. Ich schau in die Zukunft, diese
(Rücktritts-)Aufforderungen interessieren mich nicht. Ich vertraue
auf mein Team: Die Dinge, die passiert sind, sind ja schon
Vergangenheit."
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