- 07.03.2015, 14:00:32
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Spindelegger in ÖSTERREICH zur Causa Hypo: "Ich habe ein reines Gewissen"
Der ehemalige ÖVP-Chef und Finanzminister im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview über die Hypo-Causa, seinen Rückzug und sein Ukraine-Engagement
Utl.: Der ehemalige ÖVP-Chef und Finanzminister im großen
"ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview über die Hypo-Causa, seinen
Rückzug und sein Ukraine-Engagement =
Wien (OTS) - Der ehemalige ÖVP-Chef und Finanzminister Michael
Spindelegger (ÖVP) bricht im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview
sein Schweigen zur Causa Hypo. "Ich habe ein reines Gewissen", so
Spindelegger. Der ehemalige Finanzminister ist davon überzeugt, dass
die aktuellen Maßnahmen der Regierung in der Hypo-Causa ohne seine
Vorarbeiten nicht möglich wären: "Ich habe bei der Hypo
Entscheidungen getroffen. Meine Entscheidungen haben die Hypo dorthin
gebracht, zu tun, was richtig ist. Ohne mein Handeln ginge das nun
nicht. Ich habe mir bei der Hypo nichts vorzuwerfen." Der ehemalige
Finanzminister betont, dass er es war, der schon einen Beitrag zur
Aufklärung geleistet habe: "Ich habe die Voraussetzung dafür gelegt,
dass alles aufgearbeitet werden kann. Ich habe die Griss-Kommission
eingerichtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist nun das
Referenz-Dokument für den U-Ausschuss."
Der ehemalige ÖVP-Chef äußert sich im Interview auch über die
Umstände seines Rückzugs: "Hier sind einige Dinge zusammengekommen.
Mein Vater wurde zu dieser Zeit gerade begraben. Es war also auch
eine emotionale Geschichte. Und ich habe gesehen: So, wie ich glaube,
dass es richtig ist, wird es schwer sein, die Dinge in Österreich
durchzusetzen. Und ich will nicht, dass ich zu etwas gezwungen werde,
rein aus Parteiräson oder weil die Regierung das so will. Wenn ich
etwas nicht mittragen kann, dann gehe ich lieber. Und das habe ich
gemacht."
Seine neues Engagement für das Ukraine-Projekt beschreibt Michael
Spindelegger so: "Es ist jetzt eine vollkommen andere Tätigkeit. Ich
stelle für die Ukraine mit internationalen Partnern einen Plan auf.
Das ist sehr herausfordernd, weil es das größte Problem ist, in der
Ukraine Frieden zu schaffen - und gleichzeitig wieder eine
Perspektive für die Bevölkerung zu bekommen." Dass ausgerechnet
Oligarch Dimitri Firtasch hier finanziert, kommentiert Spindelegger
so: "Ich stehe nicht in seinem Sold, sondern arbeite für die Agentur.
Diese wird von Arbeitgeberverbänden, deren Vorsitzender Herr Firtasch
ist, ebenso getragen wie von Arbeitnehmerverbänden. (...) Die
Agentur ist völlig unabhängig. Ich weiß, was ich tue und ich lasse
mich garantiert auf nichts ein, das unehrenhaft ist."
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