AK Test: Vergleichen und Verhandeln lohnt sich beim Wohnkredit 1

Ersparnisse sind drinnen, je nach Bonität und Verhandlungsgeschick bei Zinsen und vielen Nebenkosten

Wien (OTS) - Hypothekarkredit ist nicht gleich Hypothekarkredit - die Kostenunterschiede können beachtlich sein. Für einen 100.000 Euro Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren können sich VerbraucherInnen bis zu rund 11.000 Euro ersparen. Das A und O: Verhandeln - bei den Zinsen spielt auch die Bonität eine Rolle. Das zeigt ein aktueller AK Vergleich bei sieben Banken in Wien.

Die AK hat bei sieben Banken in Wien die Zinsaufschläge (Margen) und sonstigen Kosten (einmalige Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten/Liegenschaftsbewertung, Kosten der Bonitätsprüfung und Vertragserrichtung, Kontoführungsgebühr) für einen Hypothekarkredit erhoben. Unter die Lupe genommen wurden die Bank Austria, BAWAG PSK, easybank, Erste Bank, Hypo NÖ, RLB NÖ-Wien und Volksbank Wien-Baden. Die AK hat die Daten für einen 100.000 Euro Kredit erhoben, Laufzeit 20 Jahre mit voller Besicherung durch eine Immobilie.

Derzeit sind die Zinsen für einen Hypothekarkredit sehr günstig. Üblicherweise wird der reine Zinsaufschlag, die Marge, als wichtigster Vergleichsparameter herangezogen. "Die Zinsspanne ist verhandelbar, jedoch sehr bonitätsabhängig", sagt AK Konsumenten-schützerin Gabriele Zgubic. "Das heißt, je besser die Bonität, desto günstiger die Zins-spanne." Und: Beste Bonität im Vergleich zu ausreichender Bonität bedeutet auch Vorteile bei den Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten für die Immobilie oder die Höhe der Pfandrechtseintragung (1,2 Prozent von Pfandrechtshöhe). In Summe betragen nach AK Berechnungen die Nebenkosten der Bank zwischen 2 (günstig) und 5,4 Prozent (teuer) vom aufgenommenen Kreditbetrag.

Der AK Test zeigt konkret: Da die Zinsen derzeit im Keller sind, also der meistens verwendete 3-Monats-Euribor de facto bei null Prozent liegt, decken sich die Aufschläge mit den Zinssätzen. Die aktuellen Sollzinsen inklusive Aufschläge betragen 1,5 bis 2 Prozent bei ausreichender Bonität und 1 bis 1,75 bei bester Bonität. Die Bearbeitungsgebühr macht zwischen 0,5 und 3 Prozent aus. Für die einmalig verrechneten Schätzkosten der Immobilie verlangen die Banken bis zu 700 Euro. Als Kosten für die Bonitätsprüfung können bis zu 21 Euro dazu kommen. Die Spesen für die laufend verrechnete Kontoführungsgebühr sind ebenfalls sehr unterschiedlich - zwischen 4,53 Euro und 15,90 Euro pro Quartal. "Zinsspanne, Bearbeitungs- und Schätzkosten, Höhe der Pfandrechtseintragung sowie Versicherungen für den Kredit lohnen sich zu verhandeln", rät Zgubic.

Die AK hat modellhaft berechnet: Bei einem 100.000 Euro Kredit sparen KundInnen - umgelegt auf die gesamte Laufzeit von 20 Jahren -mit bester Bonität bis zu 10.900 Euro beim Gesamtbetrag (Summe aller Zahlungen an die Bank), mit ausreichender Bonität bis zu rund 7.000 Euro, wenn auch sämtliche Nebenkosten verhandelt werden.

SERVICE: Die AK Erhebung "Hypothekarkredite" finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at.
(Forts.)

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