• 04.03.2015, 11:27:17
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AK Tirol, Betriebsräte und Gewerkschaft fordern faire Gehälter für rund 12.000 nichtärztliche Krankenhaus-Mitarbeiter

Unterschriftenaktion in den Tiroler Krankenhäusern für bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung

Utl.: Unterschriftenaktion in den Tiroler Krankenhäusern für bessere
Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung =

Innsbruck (OTS) - Alle Beschäftigten sorgen in Tirols Krankenhäusern
für gute Patientenversorgung und vielbeachtete Effizienz. Mit einer
Unterschriftenaktion fordern nun ALLE Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung, die
ihrer Leistung und der großen Verantwortung auch gerecht wird.
Grundsätzlich sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tiroler
Krankenhäuser nicht gerade berühmt dafür, für Lohnverhandlungen oder
arbeits- und sozialrechtliche Anliegen öffentlichen Druck aufzubauen
oder zur Durchsetzung ihrer Forderungen sogar auf die Straße zu
gehen.
Jetzt aber scheint die Zeit reif zu sein!
Heute Mittwoch starten AK Tirol, die Betriebsräte der Krankenhäuser
Tirols und Gewerkschaft eine tirolweite Unterschriftenaktion, mit der
sie bei Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg für die rund 12.000
Mitarbeiter in Tilak und in den sechs Bezirkskrankenhäusern bessere
Arbeitsbedingungen und eine höhere Entlohnung fordern - analog jener
in Vorarlberg. Vertreten werden damit alle nichtärztlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Tilak inklusive der
Landeskrankenhäuser Hochzirl-Natters und Hall sowie in den
Bezirkskrankenhäusern in Reutte, Zams, Schwaz, Kufstein, St. Johann
i.T. und Lienz.
"Wir haben bewiesen, dass wir bereit sind, immer mehr qualitative und
quantitative Arbeit zu übernehmen. Und hinsichtlich der Effizienz
liegen unsere Krankenhäuser österreichweit im Spitzenfeld. Aber bei
den Löhnen und Gehältern für das nichtärztliche Personal hinken wir
weit hinter Vorarlberg oder Niederösterreich hinterher", betonen die
Betriebsratsvorsitzende im BKH Schwaz und Kammerrätin Petra
Grössl-Wechselberger und der Zentralbetriebsratsvorsitzende der Tilak
und Kammerrat Gerhard Hödl. "Dabei sind die Belastungen und die
Verantwortung enorm, und zwar für alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Betroffen sind aber nicht nur Kollegen, die sich am
Krankenbett um die Patienten kümmern, sondern auch solche, die im
Administrations- und im Wirtschaftsbereich die Aufrechterhaltung des
Betriebes ermöglichen."
Auch AK Präsident Erwin Zangerl setzt sich für
Krankenhaus-Mitarbeiter und ihre berechtigten Forderungen ein: "Wir
dürfen nicht vergessen, dass ALLE Beschäftigten enormen Belastungen
ausgesetzt sind und deshalb alle Anspruch auf eine gerechte
Entlohnung haben."
Die Ärzte haben es vorgemacht, dass solche Forderungen Erfolg haben
können. Und sie sind natürlich die wichtigsten Beschäftigten in den
Krankenhäusern. Trotzdem könnte keines ohne die Mitarbeiter aus den
verschiedensten Berufsgruppen funktionieren, die ebenfalls
Wochenend-, Nacht- und Turnusdienste versehen müssen.
"Immer mehr Arbeit, immer höhere Anforderung, aber weniger Lohn als
in anderen Bundesländern, das kann nicht länger akzeptiert werden",
betonen Grössl-Wechselberger und Hödl. "Wir erwarten uns jetzt
Verbesserungen, die unseren Mitarbeitern auch den verdienten Respekt
entgegenbringen, und zwar nicht nur in Sonntagsreden, sondern auch am
Lohnzettel!"

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