AK Tirol, Betriebsräte und Gewerkschaft fordern faire Gehälter für rund 12.000 nichtärztliche Krankenhaus-Mitarbeiter

Unterschriftenaktion in den Tiroler Krankenhäusern für bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung

Innsbruck (OTS) - Alle Beschäftigten sorgen in Tirols Krankenhäusern für gute Patientenversorgung und vielbeachtete Effizienz. Mit einer Unterschriftenaktion fordern nun ALLE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung, die ihrer Leistung und der großen Verantwortung auch gerecht wird. Grundsätzlich sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tiroler Krankenhäuser nicht gerade berühmt dafür, für Lohnverhandlungen oder arbeits- und sozialrechtliche Anliegen öffentlichen Druck aufzubauen oder zur Durchsetzung ihrer Forderungen sogar auf die Straße zu gehen.
Jetzt aber scheint die Zeit reif zu sein!
Heute Mittwoch starten AK Tirol, die Betriebsräte der Krankenhäuser Tirols und Gewerkschaft eine tirolweite Unterschriftenaktion, mit der sie bei Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg für die rund 12.000 Mitarbeiter in Tilak und in den sechs Bezirkskrankenhäusern bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Entlohnung fordern - analog jener in Vorarlberg. Vertreten werden damit alle nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Tilak inklusive der Landeskrankenhäuser Hochzirl-Natters und Hall sowie in den Bezirkskrankenhäusern in Reutte, Zams, Schwaz, Kufstein, St. Johann i.T. und Lienz.
"Wir haben bewiesen, dass wir bereit sind, immer mehr qualitative und quantitative Arbeit zu übernehmen. Und hinsichtlich der Effizienz liegen unsere Krankenhäuser österreichweit im Spitzenfeld. Aber bei den Löhnen und Gehältern für das nichtärztliche Personal hinken wir weit hinter Vorarlberg oder Niederösterreich hinterher", betonen die Betriebsratsvorsitzende im BKH Schwaz und Kammerrätin Petra Grössl-Wechselberger und der Zentralbetriebsratsvorsitzende der Tilak und Kammerrat Gerhard Hödl. "Dabei sind die Belastungen und die Verantwortung enorm, und zwar für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Betroffen sind aber nicht nur Kollegen, die sich am Krankenbett um die Patienten kümmern, sondern auch solche, die im Administrations- und im Wirtschaftsbereich die Aufrechterhaltung des Betriebes ermöglichen."
Auch AK Präsident Erwin Zangerl setzt sich für Krankenhaus-Mitarbeiter und ihre berechtigten Forderungen ein: "Wir dürfen nicht vergessen, dass ALLE Beschäftigten enormen Belastungen ausgesetzt sind und deshalb alle Anspruch auf eine gerechte Entlohnung haben."
Die Ärzte haben es vorgemacht, dass solche Forderungen Erfolg haben können. Und sie sind natürlich die wichtigsten Beschäftigten in den Krankenhäusern. Trotzdem könnte keines ohne die Mitarbeiter aus den verschiedensten Berufsgruppen funktionieren, die ebenfalls Wochenend-, Nacht- und Turnusdienste versehen müssen.
"Immer mehr Arbeit, immer höhere Anforderung, aber weniger Lohn als in anderen Bundesländern, das kann nicht länger akzeptiert werden", betonen Grössl-Wechselberger und Hödl. "Wir erwarten uns jetzt Verbesserungen, die unseren Mitarbeitern auch den verdienten Respekt entgegenbringen, und zwar nicht nur in Sonntagsreden, sondern auch am Lohnzettel!"

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