- 02.03.2015, 11:06:30
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AMS Wien: Zuwachs bei den Jobsuchenden verlangsamt sich allmählich
Mehr offene Stellen, weniger ganz junge Arbeitslose
Utl.: Mehr offene Stellen, weniger ganz junge Arbeitslose =
Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im Februar 2015 im Jahresvergleich um 20,4 Prozent auf
127.995 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung
ist in Wien um 29,3 Prozent auf 25.174 gesunken, die Summe beider
Gruppen um 7,9 Prozent gewachsen.
Diese letztgenannte Summe aus Arbeitslosen und Menschen in Schulung
hatte im Juni 2014 noch ein Plus von 15 Prozent ausgewiesen, das erst
im November in den einstelligen Prozent-Bereich gesunken ist. "Im
Jänner und Februar 2015 lag dieser Anstieg bereits unter acht
Prozent", sagt AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. "Das zeigt, dass sich der
Zuwachs bei den Jobsuchenden allmählich verlangsamt." Dennoch, betont
Draxl, wisse man natürlich, dass noch genug zu tun sei, "denn die
Situation auf dem Wiener Jobmarkt ist leider unverändert schwierig
und mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfen wir noch recht
lange nicht rechnen."
Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im Februar
2015 im Jahresvergleich bei den Über-50-Jährigen um 21,3 Prozent
gestiegen, bei den Unter-25-Jährigen um 9,7 Prozent. Ein Lichtblick
zeigt sich bei den ganz Jungen: Die Zahl der unter-20-jährigen
Arbeitslosen ist um 7 Prozent kleiner als vor einem Jahr.
Draxl: "Wir konzentrieren unsere Förderungen daher derzeit besonders
stark auf die Zielgruppe 50+." Man müsse allerdings auch sehen, dass
die Beschäftigung der Über-50-Jährigen derzeit sehr viel rascher
wachse als die Gesamtbeschäftigung.
Ebenfalls erfreulich: Der Bestand an offenen Stellen, die die Wiener
Unternehmen dem AMS Wien gemeldet haben, ist um 3,5 Prozent größer
als noch vor einem Jahr - wobei die Summe der im Februar besetzten
Stellen sogar um 15,5 Prozent gestiegen ist.
Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Wiener Arbeitslosigkeit
im Februar vor allem im Einzelhandel (+ 20,7 Prozent) und in
Hotellerie und Gastronomie (+19,3 Prozent) stark angestiegen. Bei der
Warenproduktion gab es ein Plus von 17,2 Prozent, im Bau um 13,3
Prozent.
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