- 27.02.2015, 10:13:31
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Neue Gemeindewohnungen: "Nur ein Wahlzuckerl?"
Pisecky: "In einer stark wachsenden Stadt müssen alle Kräfte mobilisiert werden."
Utl.: Pisecky: "In einer stark wachsenden Stadt müssen alle Kräfte
mobilisiert werden." =
Wien (OTS) - Die Fachgruppe Wien der Immobilien- und
Vermögenstreuhänder begrüßt die Initiative der Stadt Wien nach
langjähriger Pause doch wieder neue Gemeindebauten zu errichten. Um
damit die durch die massive Zuwanderung verschärfte Wohnsituation in
Wien entlasten zu können, sind zahlreiche zusätzliche Maßnahmen
nötig. Die Mieten bei Neuvermietung im Wiener Gemeindebau sind
aktuell auf einem ähnlichen Niveau wie im privaten Immobilienmarkt.
Und das obwohl Errichtung und Betrieb zu 100 % aus Steuermitteln
erfolgen. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, warum bereits mehr
als die Hälfte der Niedrigverdiener in Wien privat und gerade einmal
25 % in Gemeindewohnungen leben. Ein weiterer Grund ist, dass
Zuwanderer derzeit kein Anrecht auf eine Wiener Gemeindewohnung
haben.
Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe: "Jede zusätzliche Wohnung in
Wien hilft die Wohnsituation der Menschen zu verbessern und das
Wohnen in der Bundeshauptstadt langfristig leistbar zu erhalten. Bei
den neuen Gemeindewohnungen muss gewährleistet werden, dass jene sie
beziehen können, die sie auch tatsächlich benötigen."
Die bisherigen Erfahrungen aus dem Gemeindebaubereich haben gezeigt,
dass die hohen Investitionen nicht den erwünschten Effekt bringen.
Privatwirtschaftlich organisierte Bauträger, Verwaltungen und
Vermittlungen sind sowohl für Mieter als auch Vermieter weitaus
effizienter als kommunale Einrichtungen.
Pisecky abschließend: "Wir brauchen in einer stark wachsenden Stadt
ein ausreichendes Angebot an Wohnraum und müssen daher alle Kräfte
mobilisieren. Die Ankündigung zum Wiederauferstehen des Wiener
Gemeindebaues trotz bereits mehrjähriger Diskussion zum Thema
'leistbares Wohnen' erfolgt gerade zum Start des Wiener Wahlkampfs.
Hoffentlich handelt es sich nicht nur um ein Wahlzuckerl."
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