GRAS entsetzt über Schmidingers Aussagen zur Uni-Sparpolitik

Kürzungen, Einsparungen und Beschränkungen richten Universitäten zu Grunde

Wien (OTS) - Die Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS) zeigen sich entsetzt über die drohenden Kürzungen, Quotenregelungen und Zugangsbeschränkungen, die die Universitäten nach dem veröffentlichten Interview mit Heinrich Schmidinger erwarten. Der Rektor der Universität Salzburg und Vorsitzende der Universitätenkonferenz gab gestern in "Die Presse" ein Interview. "Die Sparpolitik des Wissenschaftsministeriums nimmt katastrophale Ausmaße an", sagt die GRAS-Aktivistin Marie Fleischhacker. "Nach den Einsparungen an Infrastruktur und Lehrpersonal gipfelt sie nun in der Diskriminierung sozialer und nationaler Gruppen sowie der vollkommen willkürlichen Abwertung von Studienfächern. Dies richtet die Universitäten zu Grunde."

Auf das Interview entgegnet die GRAS: "An der angedrohten Abschaffung von sogenannten 'Orchideenfächern' an allen Fakultäten zeigt sich, wohin die Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium führt. Studien, die oberflächlich keinen ökonomischen Mehrwert erzielen, werden als unnötig dargestellt und weggespart. Damit wird wissenschaftlicher Geist und Kreativität im Keim erstickt. Das zeigt wieder einmal, dass Bildung nicht anerkannt und immer mehr als Ausbildung verstanden wird", sagt Fleischhacker. "In einer solch selektiven Atmosphäre ist wissenschaftliche Forschung und Entfaltung unmöglich. Denn genau jene Nischen- und Minderheitenfächer fördern die universitäre Vielfalt und tragen zu einer diversen, progressiven Gesellschaft bei".

"Kaum ist von 'zu wenig Geld' die Rede, sind die indiskutablen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen wieder auf dem Tisch. Doch diese führen nur dazu, dass soziale Gräben tiefer werden und Studieren zum Privileg einer finanziell gutgestellten 'Elite' wird", sagt die GRAS-Aktivistin. Die von Schmidinger angesprochene 'unausweichliche Österreicher_innenquote' für einzelne Studien würde bestehende Diskriminierungen gegen Studierende aus dem Ausland weiter verschärfen. "Dass sich Schmidinger auch noch mit dem Ministerium solidarisiert und von einer 'sehr guten Gesprächsbasis' spricht, zeigt dessen unangebrachte Obrigkeitshörigkeit und seinen Unwillen, sich gegen die Sparpolitik zu wehren", schließt Fleischhacker.

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