- 25.02.2015, 08:33:33
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GRAS entsetzt über Schmidingers Aussagen zur Uni-Sparpolitik
Kürzungen, Einsparungen und Beschränkungen richten Universitäten zu Grunde
Utl.: Kürzungen, Einsparungen und Beschränkungen richten
Universitäten zu Grunde =
Wien (OTS) - Die Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS) zeigen
sich entsetzt über die drohenden Kürzungen, Quotenregelungen und
Zugangsbeschränkungen, die die Universitäten nach dem
veröffentlichten Interview mit Heinrich Schmidinger erwarten. Der
Rektor der Universität Salzburg und Vorsitzende der
Universitätenkonferenz gab gestern in "Die Presse" ein Interview.
"Die Sparpolitik des Wissenschaftsministeriums nimmt katastrophale
Ausmaße an", sagt die GRAS-Aktivistin Marie Fleischhacker. "Nach den
Einsparungen an Infrastruktur und Lehrpersonal gipfelt sie nun in der
Diskriminierung sozialer und nationaler Gruppen sowie der vollkommen
willkürlichen Abwertung von Studienfächern. Dies richtet die
Universitäten zu Grunde."
Auf das Interview entgegnet die GRAS: "An der angedrohten Abschaffung
von sogenannten 'Orchideenfächern' an allen Fakultäten zeigt sich,
wohin die Zusammenlegung von Wissenschafts- und
Wirtschaftsministerium führt. Studien, die oberflächlich keinen
ökonomischen Mehrwert erzielen, werden als unnötig dargestellt und
weggespart. Damit wird wissenschaftlicher Geist und Kreativität im
Keim erstickt. Das zeigt wieder einmal, dass Bildung nicht anerkannt
und immer mehr als Ausbildung verstanden wird", sagt Fleischhacker.
"In einer solch selektiven Atmosphäre ist wissenschaftliche Forschung
und Entfaltung unmöglich. Denn genau jene Nischen- und
Minderheitenfächer fördern die universitäre Vielfalt und tragen zu
einer diversen, progressiven Gesellschaft bei".
"Kaum ist von 'zu wenig Geld' die Rede, sind die indiskutablen
Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen wieder auf dem Tisch. Doch
diese führen nur dazu, dass soziale Gräben tiefer werden und
Studieren zum Privileg einer finanziell gutgestellten 'Elite' wird",
sagt die GRAS-Aktivistin. Die von Schmidinger angesprochene
'unausweichliche Österreicher_innenquote' für einzelne Studien würde
bestehende Diskriminierungen gegen Studierende aus dem Ausland weiter
verschärfen. "Dass sich Schmidinger auch noch mit dem Ministerium
solidarisiert und von einer 'sehr guten Gesprächsbasis' spricht,
zeigt dessen unangebrachte Obrigkeitshörigkeit und seinen Unwillen,
sich gegen die Sparpolitik zu wehren", schließt Fleischhacker.
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