• 21.02.2015, 11:34:36
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Katholische Jugend setzt Zeichen gegen "Pegida"-Demo in Linz

Fotoaktion soll Botschaft für ein gelingendes Miteinander sein - Zelte auf Linzer Domplatz zum Thema Flucht errichtet - Kritik auch von Bischof Schwarz

Linz, 21.2.2015 (KAP) Mit einer Fotoaktion für ein friedvolles Miteinander
will die Katholische Jugend Oberösterreich (KJOÖ) ein Zeichen gegen den für
Samstag, 21. Februar, angekündigten zweiten sogenannten "Pegida"-Spaziergang
in Linz setzen. Im Rahmen der Aktion wird dazu aufgerufen, einen Beitrag für
ein gelingendes Miteinander in die eigene Hand zu schreiben, zu zeichnen oder
zu malen, diese zu fotografieren und unter dem Hashtag #Handmessage in den
Sozialen Medien zu posten. Mit der Aktion tritt die Katholische Jugend gegen
Angst und Vorurteile auf.

"Die offene Hand ist ein Zeichen für Friedfertigkeit. Unsere Botschaft ist:
Gemeinsam können wir viel Positives schaffen", erklärt die Vorsitzende der
KJOÖ, Bernadette Naderer, in einer Aussendung. Für die Katholische Jugend sei
vor allem Bewusstseinsarbeit und das Schaffen von Bewegungsmöglichkeiten
wichtig. Was nicht mehr fremd und unbekannt ist, mache auch keine Angst.

Rückendeckung bekommt die KJOÖ durch den Linzer Bischof Ludwig Schwarz. Dieser
hatte sich bereits im Vorfeld der Demonstration klar für einen Weg des
Miteinanders und des Dialogs ausgesprochen. Zwar dürften Kirche wie
Gesellschaft mit der "Pegida"-Bewegung sympathisierende Menschen nicht
diffamieren und müssten ihre Sorgen ernst nehmen, "aber es muss auch klar
gesagt werden, dass Ausgrenzung, Vereinfachungen, Schuldzuweisungen und
Demonstrationen keine Probleme lösen", hieß es in einer Stellungnahme der
Diözese Linz. "Nur im Dialog und mit der Bereitschaft zum Miteinander können
Ängste abgebaut werden."

Auf dem Linzer Domplatz hat die KJOÖ darüber hinaus zwei große Zelte
aufgebaut, in denen die Themen Flucht und Vertreibung in den Fokus gerückt
werden. Ziel der Aktion sei es, sich vom Schicksal der Flüchtlinge berühren
und verändern zu lassen, so die KJOÖ. In den Zelten und auf der Website der
Katholischen Jugend Oberösterreich werden in der Fastenzeit täglich Texte
veröffentlicht, die im Rahmen des Deutschunterrichts des Vereins Ute Bock von
Asylwerbern geschrieben wurden.

Zur ersten Kundgebung der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des
Abendlandes" in Linz werden einige hundert Teilnehmer erwartet. Ein Bündnis
verschiedenster Gruppen, darunter auch Pax Christi und die Alevitische
Kulturgemeinde, hat zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Bereits im Vorfeld
einer "Pegida"-Demonstration Anfang Februar in Wien hatten maßgebliche
Vertreter der in Österreich vertretenen christlichen Kirchen Stellung gegen
"Pegida" bezogen und ihre einhellige Ablehnung zum Ausdruck gebracht.

Mehr zum Thema auf www.kathpress.at

(forts. mgl.) vo2/hkl/

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