- 21.02.2015, 09:23:18
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„profil“: Heftige Kritik an Leitung des Wiener Leopold-Museums: Experten sehen Probleme im Umgang mit Raubkunst
Restitutionsexpertin Blimlinger unterstellt Museumschef Diethard Leopold „ein verwirrtes Verständnis von der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“
Utl.: Restitutionsexpertin Blimlinger unterstellt Museumschef
Diethard Leopold „ein verwirrtes Verständnis von der
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, gerät das Leopold-Museum zunehmend
ins Visier der Kritik. Eva Blimlinger, wissenschaftliche
Koordinatorin der Kommission für Provenienzforschung und Rektorin der
Wiener Akademie der bildenden Künste, meint etwa, dass sich "der
Umgang mit NS-Raubkunst am Leopold-Museum seit dem Tod des
Sammlungsgründers noch verschlechtert" habe: "Nach wie vor ist kein
einziges Objekt zurückgegeben worden, sind lediglich Vergleiche
geschlossen worden. Diese Lösungen sind weder fair noch gerecht."
Aktuelle Äußerungen des Museumschefs Diethard Leopold ("Je länger
der Holocaust hinter uns liegt, desto weniger gerecht sind
Naturalrestitutionen.") hält Erika Jakubovits,
Restitutionsbeauftragte der Wiener Kultusgemeinde (IKG), für
"schlichtweg jenseitig". Laut Blimlinger zeigt dies "ein recht
verwirrtes Verständnis von der Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus und dessen Folgen". Wiens Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny schlägt einstweilen - ähnlich wie Blimlinger - vor,
dafür zu sorgen, "dass am Leopold-Museum dieselben
Restitutionsbestimmungen gelten wie für alle anderen öffentlichen
Sammlungen".
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