- 20.02.2015, 13:55:47
- /
- OTS0158 OTW0158
Bundesminister Ostermayer: "Ungewöhnlicher und spannender Ort für zeitgenössische Kunst"
Dritte Biennale für zeitgenössische Kunst "D-0 ARK Underground" in ehemaliger Atombunkeranlage in Bosnien-Herzegowina
Utl.: Dritte Biennale für zeitgenössische Kunst "D-0 ARK
Underground" in ehemaliger Atombunkeranlage in
Bosnien-Herzegowina =
Wien (OTS) - "Die Biennale findet nun zum dritten Mal an einem extrem
ungewöhnlichen Ort statt. Die Idee, zeitgenössische Kunst in eine
Atombunkeranlage zu holen, ist gleichermaßen spannend wie
herausfordernd", sagte Bundesminister Josef Ostermayer heute,
Freitag, bei der Pressekonferenz im Wiener mumok. Gemeinsam mit Edo
Hozic, Direktor und Gründer der Biennale "D-0 ARK Underground", und
den KuratorInnen der beiden Partnerländer Österreich und Albanien
wurde das diesjährige Projekt präsentiert. Die Kunst-Biennale zum
Thema "Kalter Krieg" in Konjic in Bosnien-Herzegowina wird von den
KuratorInnen Margarethe Makovec und Anton Lederer von "",
Zentrum für zeitgenössische Kunst in Graz, sowie Adela Demetja vom
Tirana Art Lab - Center for Contemporary Art gestaltet. Das gesamte
Projekt steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO und wurde vom
Europarat zum "Cultural Event of Europe" erklärt.
"Die Geschichte rund um dieses Bunkersystem ist vielleicht noch am
ehesten mit unseren Flaktürmen aus dem Zweiten Weltkrieg zu
vergleichen. Doch wenn man noch nie dort drinnen war, kann man sich
das nur schwer vorstellen", so Ostermayer zu der mehr als 6.500 m2
großen Bunkeranlage. Erst im Jahre 2000 erfuhr die Öffentlichkeit von
der Existenz des von 1953 bis 1979 gebauten Bunkers, der nach wie vor
als offizielle Militäreinrichtung erhalten und bewacht wird.
Edo Hozic zeigte sich begeistert, Österreich und Albanien für die
diesjährige Biennale als Partner gewonnen zu haben. Mehr als 45.000
Menschen hätten die außergewöhnliche Sammlung bereits besucht.
Anton Lederer betonte die enorme Herausforderung für das Kuratorium,
sich in eine bereits bestehende Sammlung zu integrieren und
gleichzeitig die eigenen Ideen und Vorstellungen umzusetzen.
"Außerdem ist die Perspektive, dass die neuen Kunstwerke
längerfristig oder sogar dauerhaft präsentiert und Teil einer
Sammlung werden sollen, eine besondere Aufgabe", so Lederer. Adela
Demetja fand den zeitlichen Aspekt interessant: "Wir bewegen uns in
einer Verknüpfung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." So würde
der vor Jahrzehnten erbaute Bunker mit zeitgenössischen Kunstwerken
für ein künftiges Museum oder eine Sammlung in Verbindung gebracht
werden.
Von 24. April bis 26. September 2015 findet in Konjic die dritte
Biennale für zeitgenössische Kunst "D-0 ARK" statt. In der europaweit
größten Bunkeranlage "D-0 ARK" werden bereits über 80 Werke der
ersten beiden Biennalen von 58 KünstlerInnen aus 28 Ländern permanent
ausgestellt. Mit der Biennale 2015 kommen weitere 24 internationale
Positionen dazu.
Fotos von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, www.fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei
abrufbar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU