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ARBÖ: Mit Gipsfuß weg vom Gas

Fahren mit Beeinträchtigung kann zu Strafen führen

Wien (OTS) - Nach den Semesterferien stellt sich für manche Unglücksraben auf der Piste die Frage, ob es zulässig ist, mit Gipsfuß oder -arm Auto zu fahren. Es gibt zwar keine konkrete Regelung, die das Autofahren mit Gips verbietet, jedoch besagt die Straßenverkehrsordnung (§58 StVO), dass ein Lenker nur dann sein Fahrzeug in Betrieb nehmen darf, wenn er sich körperlich und geistig zu 100 Prozent dazu in der Lage fühlt. Für das sichere Beherrschen eines Fahrzeugs muss daher der Lenker auch voll beweglich sein, was mit einem Gipsfuß oder einer Gipshand im Einzelfall nicht möglich ist. "Deshalb rät der ARBÖ dringend, dass sich Verletzte nicht hinter das Steuer setzen", sagt ARBÖ-Rechtsexperte Gerald Hufnagel. Auch dann nicht, wenn man ein Automatikauto besitzt und der linke Fuß, mit dem man im Normalfall die Kupplung betätigt, lädiert ist.

Wer sich mit Gipsbandage hinters Steuer setzt, riskiert daher eine Geldstrafe, selbst dann, wenn kein Unfall passiert. Bei einem Unfall kann es einem "Gipslenker" passieren, dass ihm fahrlässiges Verhalten, Mitverschulden und eine Obliegenheitsverletzung vorgeworfen werden. Damit könnte die Versicherung Regressforderungen stellen oder sich im Einzelfall sogar leistungsfrei erklären. Kommen gar Personen zu Schaden, droht ein gerichtliches Strafverfahren.

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