- 19.02.2015, 12:03:36
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„Die Alpenfestung. Mythos und Wahrheit“ in „Universum History“
Am 20. Februar um 22.40 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 20. Februar um 22.40 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Sie bereitete den Alliierten in den letzten Monaten des
Krieges schlaflose Nächte: "Die Alpenfestung". Die Geheimdienste
hatten Hinweise, dass Hitler die Alpenregion vom Comer See bis nach
Niederösterreich in ein fast uneinnehmbares "Rückzugsgebiet"
verwandeln will. Mit unterirdischen Fabriken und Kommandozentralen,
Raketen und Düsenflugzeugen, Hunderttausenden kampferprobten Soldaten
und Vorräten für Jahre. Der in HD produzierte Dokumentarfilm "Die
Alpenfestung. Mythos und Wahrheit" von Christian Frey, den "Universum
History" am Freitag, dem 20. Februar 2015, um 22.40 Uhr in ORF 2 in
der Bearbeitung von Josef Glanz zeigt, untersucht, wie realistisch
dieses Szenario tatsächlich war, und prüft, ob es sich bei der
"Alpenfestung" lediglich um einen dreisten Bluff der Nazis handelte.
"Das war ein Alptraum für die Alliierten, das schlimmste mögliche
Szenario", sagt der US-Historiker Timothy Naftali. Der "Mythos
Alpenfestung" wurde in den letzten Kriegstagen geboren und entsprang
der Strategie, dass sich bewaffnete Einheiten in befestigte Anlagen
in den Bergen Österreichs, Italiens und Bayerns zurückziehen sollten.
Im Angesicht der drohenden Niederlage sahen Heinrich Himmler und
seine Gefolgsleute darin wohl einen Faustpfand für einen Deal mit den
Alliierten. Ihr Kalkül: Entweder ein Waffenstillstand und damit
Schutz vor alliierter Strafverfolgung oder Widerstand bis zum Letzten
in einer schier uneinnehmbaren Bergfestung. Ein hoher Preis, den die
Alliierten zu zahlen gehabt hätten. So weit kam es glücklicherweise
nicht mehr. Doch die Vorbereitungen liefen. Auch heute noch finden
sich - für die Öffentlichkeit unzugänglich - Reste gigantischer
unterirdischer Produktionsanlagen, Baustellen und Kommandozentralen
in der Alpenregion.
Für diese Dokumentation wurden mit einer Sondergenehmigung zwei
dieser unterirdischen Gebäudekomplexe zugänglich gemacht: der
"Grillstollen" in Hallein bei Salzburg, von dem aus Himmler die SS in
der Alpenfestung befehligen wollte und eine Fabrik für
Düsenjägerteile im Silberbergwerkstollen von Schwaz in Tirol.
Die "Alpenfestung" - mehr als ein dreister Bluff? Die US-Amerikaner
jedenfalls nahmen sie sehr ernst. Die US-Truppen, die schon in
Thüringen standen, wenige Tage von Berlin entfernt, schwenkten nach
Süden. Im April 1945 begann ein dramatischer Wettlauf in die Alpen.
Auch Transporte mit Geld und Wertsachen waren in diesen Tagen auf dem
Weg nach Süden, darunter Raubgold und Kunstschätze aus jüdischem
Vermögen, Gold und Devisen der Reichsbank. "Dass so unschätzbare
Vermögen in so kurzer Zeit in einer bestimmten Region zusammengezogen
wurden, ist wohl einmalig in der Geschichte", sagt der britische
Sachbuchautor Ian Sayer. Mit den Schätzen kamen auch die Spitzen der
SS und andere Nazigrößen in die "Alpenfestung". Ihre "Kriegskasse"
war mit Millionenwerten bestens gefüllt. Der größte Teil davon wurde
nach dem Krieg von den Alliierten gesucht, gefunden und
sichergestellt: in Bergwerken deponiert oder in aller Eile vergraben.
Der Film bietet spannende Einblicke in eine Unterwelt, in der die
Zeit 1945 stehen geblieben zu sein scheint. Außergewöhnliche
Filmaufnahmen, aufwendige Spielszenen, Historiker, Schatzsucher,
Zeitzeugen und Taucher werfen ein neues Licht auf die Geschehnisse
bei Kriegsende.
Die in HD produzierte Dokumentation ist nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als
Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
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