• 19.02.2015, 10:30:46
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Tal der Fledermäuse mitten im Naturland Niederösterreich

LR Pernkopf: "Sind uns unserer Verantwortung bewusst"

Utl.: LR Pernkopf: "Sind uns unserer Verantwortung bewusst" =

St. Pölten (OTS/NLK) - Das Europaschutzgebiet Kremstal hat sich als
wahre Fundgrube für Fledermausforscher erwiesen. Insgesamt 22
Fledermausarten konnten dort auf Initiative der Österreichischen
Bundesforste (ÖBf) aufgespürt werden. Neben Mopsfledermaus,
Wimpernfledermaus und Kleiner Hufeisennase sogar die
Bechsteinfledermaus, eine der seltensten Urwaldfledermäuse in
Österreich. Sie leben bevorzugt in urwaldartigen Wäldern, alten
Bäumen und großen Baumhöhlen. Im Projektgebiet wurde auch die größte
Fledermauskolonie des Landes ausgemacht: In einer Kirche bei
Obermeisling bringen Jahr für Jahr etwa 3.000 Weibchen des Großen
Mausohrs ihre Jungen zur Welt und erbeuten in den Wäldern der
Umgebung jeden Sommer mehr als 5.000 Kilogramm Insekten.

"In unserer Umgebung verbirgt sich oft eine unglaubliche Fülle an
Naturreichtum, der erst bei genauerem Hinsehen zum Vorschein kommt.
Wir im 'Naturland Niederösterreich' können uns glücklich schätzen
über diese Vielfalt und sind uns auch unserer Verantwortung dafür
bewusst", zeigt sich Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf von
den Ergebnissen beeindruckt.

Wo ausreichend Alt- und Totholz, sind auch die darauf spezialisierten
Käferarten nicht weit. Hirschkäfer, Scharlachkäfer, Eremit und großer
Eichenbock konnten nachgewiesen werden, aber auch der Veilchenblaue
Wurzelhalsschnellkäfer, ein besonderes Naturjuwel und in ganz Europa
vom Aussterben bedroht. Er verbringt sein Leben in großen Mulmhöhlen
am Fuß mächtiger Buchen und Eichen. Dass drei Viertel der in
Österreich bekannten Vorkommen dieser Art hier anzutreffen sind,
unterstreicht die Bedeutung des Kremstals als Europaschutzgebiet.

Das Naturerbe mit seiner Artenvielfalt zu bewahren und an die
nächsten Generationen weiterzugeben, sehen die Projektpartner auch
weiterhin in ihrer Verantwortung. "Voraussetzung ist eine umsichtige
und naturnahe Waldbewirtschaftung, die den ökologischen
Anforderungen, den gesellschaftlichen Bedürfnissen und den
wirtschaftlichen Erfordernissen gleichermaßen Rechnung trägt", betont
Georg Erlacher, Vorstand der Österreichischen Bundesforste.

"Ob im Wildnisgebiet Dürrenstein, in den Biosphärenpark-Kernzonen im
Wienerwald oder hier im Kremstal - die umsichtige Waldbewirtschaftung
zeichnet die Österreichischen Bundesforste als verlässlichen und
kompetenten Partner für die Sicherung der Artenvielfalt in
Niederösterreich aus", so Pernkopf.

Finanziert wurde das Projekt von der Europäischen Union, vom Land
Niederösterreich und von den Österreichischen Bundesforsten.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, e-mail [email protected], Österreichische
Bundesforste, Mag. Pia Buchner, Telefon 02231/600-2120, e-mail
[email protected].

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