- 19.02.2015, 09:59:04
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Becher/Kucharowits/Troch: Friedrich Fexer als Symbol für jugendlichen Widerstand gegen Faschismus
Buchpräsentation im Palais Epstein beleuchtet antifaschistischen Widerstand und Zivilcourage
Utl.: Buchpräsentation im Palais Epstein beleuchtet
antifaschistischen Widerstand und Zivilcourage =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich der Buchpräsentation "Friedrich Fexer -
Widerstand und Widerstandspädagogik" des Wiener Autors Manfred Pawlik
wurde die Frage, wie Widerstand und Zivilcourage 2015 aussehen
müssen, gemeinsam mit dem Autor auf Initiative der SPÖ-Abgeordneten
Ruth Becher gestern, Mittwoch, im Palais Epstein diskutiert. Die
SPÖ-Abgeordnete betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit und
Bedeutung der umfassenden Dokumentation des Lebens von Friedrich
Fexer: "Im Gegensatz zu Deutschland wurde in Österreich der
antifaschistische Widerstand von jungen Menschen in dem damaligen
Unrechtsstaat noch zu wenig beleuchtet. Umso dankbarer bin ich
Manfred Pawlik für diese wichtige Dokumentation und Würdigung eines
jungen mutigen Menschen." ****
Friedrich Fexer, der nach dem Krieg den Verband Sozialistischer
Studenten Österreichs mitbegründete, leistete als Schüler des
Gymnasiums Kundtmanngasse im 3. Wiener Gemeindebezirk Widerstand. Er
wurde, nachdem er Flugzettel verteilt hatte, von einem Mitschüler
denunziert und verhaftet. Die Briefe, die Fexer damals aus dem
Gefängnis seiner Familie schrieb, sind zentraler Bestandteil des
Buchs von Manfred Pawlik.
SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits betonte, wie
wichtig Berichte von ZeitzeugInnen und Dokumentationen von
Überlebenden für den politischen Widerstand heute gegen jegliche
Radikalisierungstendenzen insbesondere gegen Rechtsradikalismus sind.
Heute gebe es genug Widerstandsfelder - nicht nur für junge Menschen.
"Wie viele andere auch beobachte ich mit Sorge das Aufleben von
Rechtsradikalismus und Antisemitismus, die die Demokratie gefährden",
so Kucharowits. In diesem Zusammenhang nannte die SPÖ-Kinder- und
Jugendsprecherin als zukünftige Herausforderung die Aufgabe der
zeitgeschichtlichen Auseinandersetzung nachdem die ZeitzeugInnen
verstorben sind.
SPÖ-Abgeordneter Harald Troch erläuterte als Historiker das Entstehen
von Faschismus und Diktatur. "Krisen erleichtern die Angriffe auf
Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung", so
Troch. Er stellte klar - in Erinnerung an Rosa Jochmann - dass der
Kampf für die Grundfesten der europäischen Werte "ein Kampf ist, der
nie zu Ende geht". Der SPÖ-Abgeordnete zeigte sich fasziniert von der
Biographie von Friedrich Fexer: "Manfred Pavlik ist es gelungen,
keine Musealisierung daraus zu machen, sondern ein lebhaftes Bild
eines jungen mutigen Menschen, der sich nicht instrumentalisieren
lässt". (Schluss) sc/rm/mp
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