• 18.02.2015, 11:01:18
  • /
  • OTS0084 OTW0084

ASFINAG: "GRÜNES LICHT" FÜR DIE S 7 FÜRSTENFELDER SCHNELLSTRASSE

Großwilfersdorf (OTS) - Der Startschuss für die Errichtung der S 7
Fürstenfelder Schnellstraße steht nach dem Abschluss der UVP-Prüfung
nun unmittelbar bevor, bekräftigte heute ASFINAG-Vorstand Alois
Schedl bei einem Pressegespräch mit dem Landeshauptmann von
Burgenland Hans Niessl sowie den beiden Landesräten Gerhard Kurzmann
(Steiermark) und Helmut Bieler (Burgenland). Seit 2008 wurden alle
Details und Auswirkungen des Projekts zur Verkehrsentlastung der
oststeirischen Gemeinden und der besseren Anbindung des südlichen
Burgenlands geprüft.

"Bestmöglicher Schutz von Mensch und Umwelt in der Bau- und
Betriebsphase sind immer die Basis für sämtliche Planungen der
ASFINAG. Das bestätigt uns jetzt auch der positive Ausgang der UVP",
betont DI Alois Schedl. "Besonders verweisen möchte ich auf die
Ausgleichsmaßnahmen, die wir im Zuge der Errichtung umsetzen. Fast
100 Millionen Euro fließen in den Ankauf von Brachland, in die
Aufforstung und den Schutz der Tierwelt."

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl freut sich über den nun
vorliegenden rechtsgültigen UVP-Bescheid: "Wir brauchen diese neue
Verkehrsanbindung dringend. Die Realisierung der S7 wird für die
Anrainer mehr Sicherheit und Lebensqualität bringen. Gleichzeitig
wird die Infrastruktur im südlichsten Landesteil enorm aufgewertet.
Daher gibt es einen breiten Schulterschluss der Politik, der
Gemeinden und der Wirtschaft für dieses Bauvorhaben."

Der steirische Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann und Burgenlands
Straßenbaulandesrat Helmut Bieler betonten insbesondere die Vorteile
für die Bevölkerung entlang der Bundesstraßen B65 und B319, "die vom
Durchzugsverkehr entlastet wird" und zeigten sich davon überzeugt,
dass die S 7 die Region auch für die Wirtschaft attraktiver machen
wird.

Das Projekt S 7
Der erste 14,8 Kilometer lange Abschnitt West führt vom Knoten
Riegersdorf bei Ilz bis Dobersdorf ins Burgenland. Zwei Fahrstreifen
je Richtung (Gesamtbreite 28 Meter), zwei Tunnel (Unterflurtrasse
Speltenbach mit ca. 1 Kilometer, Tunnel Rudersdorf mit etwa 2,9
Kilometer), insgesamt 24 Brücken zwischen zehn und fast 200 Metern
Länge sowie Lärmschutzmaßnahmen im Ausmaß von 14.000 Quadratmetern
werden errichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 471
Millionen Euro.

Ausgleichsmaßnahmen für die Natur

Großen Wert legt die ASFINAG im Zuge der Errichtung der Schnellstraße
auf ausreichende Ausgleichsmaßnahmen für Flora und Fauna. So wurden
bzw. werden noch 14 Amphibienlaichgewässer angelegt,etwa 18 Hektar
Wiesen gesichert (das entspricht einer Fläche von 25
Fußballfeldern)und 24 Hektar Brachen etabliert.
Waldverbesserungsmaßnahmen im Ausmaß von mehr als 100 Hektar mit
50.000 neu gepflanzten Bäumen werden umgesetzt, das entspricht der
halben Fläche des Fürstentums Monaco, und etwa 200
Fledermausnistkästen sowie zehn Schwarzstorchhorste werden
bereitgestellt.

Die Kosten für alle Ausgleichsmaßnahmen bei der S 7 West betragen 21
Prozent der Gesamtkosten, also etwa 98 Millionen Euro.

Auswirkung der S 7 Fürstenfelder Schnellstraße

Die neue Schnellstraße wird zu einer Entlastung der Gemeindegebiete
vom Durchzugsverkehr führen. Durchschnittlich fahren derzeit täglich
etwa bis zu 20.000 Fahrzeuge durch Großwilfersdorf und Fürstenfeld.
Durch Großwilfersdorf rollen ohne S 7 im Jahr 2025 pro Tag 22.000
Fahrzeuge durch den Ort, mit der neuen Schnellstraße reduziert sich
der Verkehr auf etwa 6000 Kfz.

Die ASFINAG startet nun die Ausschreibung für die ersten
Bauleistungen, begonnen wird voraussichtlich mit dem Umbau des
künftigen Knotens Riegersdorf an der A 2 Süd Autobahn. Mit einem
Baubeginn ist noch vor dem Sommer zu rechnen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ASF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel