- 17.02.2015, 09:01:33
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Ausufernde Bürokratie: Jedes zweite Unternehmen streicht Investitionen!
Graz (OTS) - Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine
brandaktuelle Umfrage des Instituts für Wirtschafts- und
Standortentwicklung der WKO Steiermark. 51 Prozent der befragten
Unternehmer geben an, Investitionen aufgrund der ständig steigenden
Bürokratie schon einmal aufgeschoben zu haben, 47 Prozent haben
deshalb Investitionen am Standort Österreich bereits gestrichen.
Konsequenz daraus: Jeder fünfte heimische Unternehmer will künftig im
Ausland investieren. "Ein Alarmsignal, das von der Politik endlich
gehört werden muss", fordert WKO Steiermark Präsident Josef Herk.
"Und zwar mit einem rigorosen Bürokratieabbau, bei dem es keine Tabus
geben darf."
In vielen Unternehmen steht man derzeit auf der Investitionsbremse.
Schuld daran ist aber nicht nur die durchwachsene Konjunktur, sondern
auch die ausufernde Bürokratie. Das belegt eine neue Umfrage des
Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark
unter 360 Unternehmern. Für 96 Prozent ist das Thema Bürokratieabbau
"sehr wichtig" beziehungsweise "wichtig". Der größte Handlungsbedarf
wird demnach in den Bereichen Steuerrecht (60%), Rechtssicherheit in
der Sozialversicherung/Abgrenzung Selbständige vs. Unselbständige
(48%) und bei Förderansuchen (45%) gesehen, gefolgt von
Gesetzesvollzug (37%), Bau- und Anlagenrecht (35%) sowie dem
Beauftragtenwesen (24%). Kritisiert wird zudem die Art und Weise der
behördlichen Kontrollen: 35 Prozent der Unternehmer, bei denen im
vergangenen Jahr Kontrollen durchgeführt wurden, haben diese als
"unangemessen" bzw. "weniger angemessen" empfunden. Für 70 Prozent
hat sich der Arbeitsaufwand durch neue Verordnungen und Vorschriften
erhöht.
Das wiederum hat Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen, weiß
WKO Steiermark Präsident Josef Herk: "Für 70 Prozent der befragten
Unternehmer hat die ständig steigende Bürokratie Einfluss auf
Investitionsentscheidungen in Österreich. 51 Prozent davon geben an,
Investitionen schon einmal aufgeschoben zu haben, 47 Prozent haben
deshalb Investitionen überhaupt gestrichen." Die Konsequenz daraus:
Es wird im Ausland investiert. 14% der Befragten, die Investitionen
planen, wollen diese künftig im Ausland durchführen, 6% haben bereits
im Ausland investiert. "Dieser Trend muss gestoppt werden", fordert
Herk. "Und zwar mit einer rigorosen Reduktion des bürokratischen
Aufwands", so Herk weiter. Die WKO Steiermark hat darum die
Online-Plattform "Schluss mit Schikanen"
(www.wko.at/stmk/schlussmitschikanen) gestartet.
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