- 16.02.2015, 10:14:53
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Bio aus Österreich international gefragt
BIO AUSTRIA: Mit Qualität punkten, durch gemeinsame Initiativen und gezielte Maßnahmen die Bio-Branche stärken.
Utl.: BIO AUSTRIA: Mit Qualität punkten, durch gemeinsame
Initiativen und gezielte Maßnahmen die Bio-Branche stärken. =
Wien (OTS) - Österreich, Europas Bio-Land Nummer eins, hat sich auf
der am Samstag zu Ende gegangenen BioFach, der Weltleitmesse für Bio
in Nürnberg, erfolgreich präsentiert. Der weltweite Bio-Markt setzt
seinen Wachstumskurs ungebremst fort. Der Einzelhandelsumsatz des
europäischen Bio-Marktes lag laut OrganicDataNetwork 2013 bei 24,3
Milliarden Euro, das Marktwachstum betrug gegenüber dem Vorjahr ca. 6
Prozent. Den weltweiten Bio-Markt im Jahr 2013 beziffert Organic
Monitor mit 72 Milliarden USD. Die Zahlen spiegeln wider, was
Umfragen und Monitoring bestätigen: Das wachsende attraktive Angebot
lässt immer mehr Konsumenten zu Bio greifen. BIO AUSTRIA Obmann
Rudolf Vierbauch: "Das anhaltende Marktwachstum und die Bandbreite
der Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten zeigen, dass das Potenzial
von Bio noch lange nicht ausgeschöpft ist. Am internationalen Markt
nimmt Bio aus Österreich eine herausragende Stellung ein. Punkto
Qualität und Sicherheit setzen wir einen Maßstab, der die Basis
unseres Erfolges ist. Um die heimische Bio-Branche nachhaltig zu
stärken, braucht es neben günstigen politischen Rahmenbedingungen
aber auch begleitende Maßnahmen, die auf die Absicherung bestehender
und die Erschließung neuer Märkte abzielen. Die Chancen im Export
gilt es durch gezielte Initiativen zu nutzen. Die Bio-Produktion
selbst braucht Preisfindungsmechanismen, die Stabilität und eine
weitgehende Entkoppelung vom konventionellen Markt gewährleisten. Das
würde Produktionsvoraussetzungen und -anreize schaffen, die für die
heimischen Bäuerinnen und Bauern, die österreichische Wirtschaft und
nicht zuletzt für unsere Umwelt einen enormen Gewinn bedeuten."
Wachsender Bio-Markt, Chancen im Export
Deutschland, Österreichs wichtigster Handelspartner, ist mit einem
Umsatzanteil von 31 Prozent der mit Abstand größte Absatzmarkt von
Bio-Produkten in Europa, gefolgt von Frankreich mit 18 Prozent. Der
"Arbeitskreis Biomarkt" beziffert das deutsche Marktvolumen von
Bio-Lebensmitteln und -Getränken im Jahr 2014 mit 7,91 Mrd. Euro, das
Umsatzplus mit 4,8 Prozent. Wie Frankreich und weitere EU-Länder kann
auch Deutschland den steigenden Bedarf an Bio-Produkten nicht aus
eigener Produktion decken.
Vierbauch: "Wir sind in der glücklichen Situation, einen hohen Anteil
an heimischer Bio-Produktion in Verbindung mit einem hohen
biobäuerlichen Organisationsgrad und damit gesicherter, hoher
österreichischer Bio-Qualität zu haben. Gemeinsame Initiativen und
Wege mit Kooperationspartnern in der Produktion - z.B. durch
gezieltes Rohstoffmanagement und die Entwicklung von Spezialprodukten
wie der Bio-Wiesenmilch - sowie mit der AMA Marketing im Export sind
der Schlüssel für eine erfolgreiche Markterschließung und
-absicherung."
Vierbauch weiter: "Die Dynamik unter Bio-Konsumentinnen und
-Konsumenten ändert sich zunehmend. Nicht nur "Heavy User" greifen
regelmäßig zu Bio. Bio erreicht Konsumentinnen und Konsumenten, die
für ein breites Themenfeld aufgeschlossen sind - von Gesundheit,
Umwelt- und Tierschutz, Biodiversität bis hin zu sozialen Standards.
Auch am heimischen Markt eröffnet sich viel Wachstumspotenzial durch
gezielte Ansprachen."
Stabilität als Voraussetzung für Produktion
Die derzeitige direkte Koppelung der Bio-Preise an die konventionelle
Produktion setzt die Biobäuerinnen und -bauern, vor allem im
Milchbereich, ungerechtfertigt stark unter Druck. Es ist deshalb
notwendig, die Preisfindung auf den Bio-Markt abzustimmen. Vierbauch:
"In Österreich beklagen sich Verarbeitungsbetriebe derzeit über zu
wenig Bio-Milch. Gleichzeitig ist durch die starke Koppelung an den
konventionellen Markt der Bio-Milch Preis für die Bio-Milcherzeuger
in den letzten Monaten um bis zu 6 Cent abgesenkt worden. Das
entspricht nicht dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Hier müssen
rasch Regelungen gefunden werden, die diesen Umstand beheben."
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