- 14.02.2015, 12:44:29
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Papst nahm 19 neue Kardinäle aus 5 Kontinenten ins Kollegium auf
Die neuen Purpurträger schworen bei Feier im Petersdom dem Papst und der Kirche vor dem gesamten Kardinalskollegium Treue und Gehorsam
Vatikanstadt, 14.2.2015 (KAP) Papst Franziskus hat am Samstag 19 kirchliche
Würdenträger aus allen fünf Kontinenten neu ins Kardinalskollegium
aufgenommen. Franziskus setzte den neuen Kardinälen im Rahmen eines
sogenannten Konsistoriums im Petersdom als Zeichen ihrer Würde ein Birett aufs
Haupt, einen roten viereckigen Hut, und steckte ihnen einen Ring an. Der 95
Jahre alte kolumbianische Erzbischof, Jose de Jesus Pimiento Rodriguez, der
ebenfalls zum Kardinal ernannt werden sollte, war aufgrund seines Alters nicht
nach Rom gereist. Er erhält die Kardinalswürde demnächst in seinem Heimatland
durch einen Vertreter des Vatikan.
Die neuen Kardinäle schworen dem Papst und der Kirche vor dem gesamten
Kardinalskollegium, darunter der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, Treue
und Gehorsam. Unter ihnen war auch der deutsche Erzbischof Karl-Josef Rauber
(80). Der aus Nürnberg stammende Geistliche wirkte viele Jahre im
diplomatischen Dienst des Vatikan. Zu der Zeremonie war auch der emeritierte
Papst Benedikt XVI. gekommen.
In seiner Predigt ermahnte der Papst die neuen Kardinäle zu Demut und
Bescheidenheit. "Die Kardinalswürde ist zweifellos eine Würde, aber sie ist
kein Ehrentitel", sagte Franziskus. Es handle sich nicht um "etwas
Zusätzliches, Dekoratives, das an eine Auszeichnung denken lässt", stellte er
klar. Die Kardinäle müssten vielmehr einen "wesentlichen Dreh- und Angelpunkt"
für das Leben der kirchlichen Gemeinschaft bilden.
Der Papst nahm 14 amtierende Bischöfe der Weltkirche sowie einen vatikanischer
Spitzenvertreter in das Kardinalskollegium auf. Mit den neuen Ernennungen
treibt der Papst die Internationalisierung des Kardinalskollegiums weiter
voran. Die 20 neuen Kardinäle kommen aus 18 Ländern. Vier von ihnen stammen
aus Staaten, die noch nie zuvor einen Kardinal gestellt haben: Tonga, Myanmar,
Panama und die Kapverdischen Inseln. Viele Nominierungen kamen für Beobachter
überraschend. Insgesamt nimmt Franziskus sieben Europäer, drei Asiaten, zwei
Ozeanier, fünf Lateinamerikaner und drei Afrikaner in das Kardinalskollegium
auf. Es ist das zweite Mal seit seinem Amtsantritt im März 2013, dass
Franziskus neue Kardinäle ernennt.
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