- 13.02.2015, 09:00:55
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Das kleine 1x23 der Wiener Bezirke: Penzing
Teil neun der inwien.at-Serie über Bezirksstatistiken
Utl.: Teil neun der inwien.at-Serie über Bezirksstatistiken =
Wien (OTS) - Sein architektonischer Nachlass ist in ganz Wien zu
finden, besonders umtriebig war Otto Wagner allerdings in seinem
Geburtsbezirk Penzing. 60 Pavillons, zwei Villen und eine Kirche mit
goldener Kuppel zählen zu den Highlights des viertgrößten Wiener
Gemeindebezirks. Aber nicht nur das Otto-Wagner-Areal mit -Kirche und
-Spital sondern auch ein beachtenswerter Teil des Wienerwaldes sowie
ein Fußballstadion machen Penzing zu einem der grünsten Bezirke
Wiens. Auch wenn 2014 mit dem Abbruch des Gerhard-Hanappi-Stadions
begonnen wurde, von meist grün-weiß gekleideten Fans als "Sankt
Hanappi" verehrt, soll es bis 2016 durch das Allianz Stadion als
Heimstätte für den SK Rapid ersetzt werden.
Wälder, Wiesen und Berge
Mehr als acht Prozent der gesamten Wiener Stadtfläche nimmt der
14. Bezirk mit seinen 3.376,3 Hektar ein. 60 Prozent davon sind
Grünfläche. Damit ist Penzing der Bezirk mit dem zweitgrößten
Grünanteil in Wien. 83,1 Prozent davon bestehen wiederum aus Wald -
ebenfalls Platz zwei im Bezirksvergleich. Zudem gibt es rund 200
Hektar Wiesen, wie etwa die Salzwiese. Sie ist eines der 46
Naturdenkmäler des Bezirks. Die Wiese wurde als schützenswert
befunden, da sie Pflanzen wie den Wiesensumpfwurz und Amphibien wie
Springfrosch und Zauneidechse beherbergt. Die Hohe-Wand-Wiese
hingegen wird im Winter ganz anders genutzt, mit ihrem Schlepplift
ermöglicht sie sogar das Skifahren in der Großstadt.
Die hohe Wand selbst ist ein Berg mit einer Höhe von 449 Metern.
Der Höchste der 14 Berge des 14. Bezirks ist aber 508 Meter hoch und
trägt den wohligen Namen Schutzengelberg. Bezeichnend ist auch der
Name Hüttelberg, dieser ist 345 Meter hoch. Zudem verfügt das
Bezirksgebiet durch seine Anteile am Wienerwald über zahlreiche Bäche
und Flüsse. 1,3 Prozent der Bezirksfläche, 43,5 Hektar, bestehen aus
Gewässer. Es gibt drei städtische Friedhofsanlagen, wobei der
Friedhof Baumgarten der größte ist.
Niedriger Anteil an Verkehrs- und Bauflächen
Die Verkehrsflächen von Penzing umfassen 9,3 Prozent der
Bezirksfläche (wienweit 14,3 Prozent), wobei dies der drittniedrigste
Wert eines Wiener Gemeindebezirks ist. Vergleichsweise niedrig ist
mit 29,6 Prozent auch der Anteil an Bauflächen. Ein Großteil dieser
999 Hektar, genau 81 Prozent, sind Wohnbaugebiete. Diese werden von
87.597 Menschen bevölkert - rund fünf Prozent der Wiener
EinwohnerInnen, die auch - wie sollte es anders sein - fünf Prozent
bzw. 3.198 der in Wien registrierten Hunde besitzen. Detail am Rande:
Penzing hat nach Floridsdorf und Donaustadt mit der Anzahl von 221
die meisten "Sackerl fürs Gackerl-Spender". In Penzing gibt es noch
34 Kinder- und Jugendspielplätze und elf Großsportanlagen für
sportbegeisterte WienerInnen.
Das Durchschnittsalter der PenzingerInnen liegt bei für Wien
relativ hohen 42,1 Jahren. Sie bewohnen 44.324 Wohnungen mit einer
Größe von durchschnittlich 72 Quadratmetern. Diese Wohnungen sind in
12.388 Gebäuden untergebracht, wovon 7.787 nach 1945 errichtet
wurden. Eine Wohnung beherbergt 1,99 Personen. Real sind 45,8 Prozent
aller Fälle Singlehaushalte. Jede Person hat im Durchschnitt 40
Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung und besitzt etwa 0,39 Autos. Dies
alles entspricht, bis auf das Alter dem Wiener Durchschnitt. Etwas
überdurchschnittlich ist allerdings das Einkommen im 14. Bezirk:
22.113 Euro Jahresverdienst kommt 105,9 Prozent eines mittleren
Wiener Einkommens gleich.
Bevölkerungsentwicklung bis 2034
Die Bevölkerungszahl in Penzing blieb seit 1971 beinahe
unverändert. Nach dem Tiefstand im Jahr 2001 zeigte die Entwicklung
gemäß dem wienweiten Trend stärkere EinwohnerInnenzuwächse. In den
kommenden Jahren ist jedoch nur mehr mit einem schwachen
Bevölkerungsanstieg bis zu 3 Prozent zu rechnen. Der
Bevölkerungsstand könnte im Jahr 2034 bei knapp über 90.000 liegen.
Diese Entwicklung ist für Penzing nicht ungewöhnlich, da dieser
Gemeindebezirk schon seit Jahren nur geringfügige demographische
Veränderungen verzeichnete.
Die Altersstruktur der PenzingerInnen bleibt relativ konstant. Nur
die Zahl der Hochbetagten dürfte signifikant steigen.
Einwohnerverluste sind für die Bevölkerung im Alter zwischen 30 bis
59 Jahren nicht auszuschließen. Die Einwohnerentwicklung ist stark
von der Zuwanderung aus dem übrigen Bundesgebiet sowie aus dem
Ausland abhängig.
Quelle: MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik / Statistik Austria
/ Wikipedia.org
Statistisches Jahrbuch 2014
Das Statistische Jahrbuch 2014 der Stadt Wien sowie die Studie
"Wien wächst..." unter Federführung der MA 23 stehen als kostenloser
Download zur Verfügung auf
www.wien.gv.at/statistik/publikationen/jahrbuch.html.
www.wien.gv.at/statistik/pdf/wien-waechst.pdf
Als Publikation (32,70 Euro, ISSN 0259-6083) erhältlich ist das
Statistische Jahrbuch bei der Magistratsabteilung 23: 2.,
Meiereistraße 7, Sektor B; Montag bis Freitag jeweils 8.00 bis 14.30
Uhr; Telefon 01/4000-83059, Bestellung per E-Mail an
[email protected].
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(Schluss) tai
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