Das kleine 1x23 der Wiener Bezirke: Penzing

Teil neun der inwien.at-Serie über Bezirksstatistiken

Wien (OTS) - Sein architektonischer Nachlass ist in ganz Wien zu finden, besonders umtriebig war Otto Wagner allerdings in seinem Geburtsbezirk Penzing. 60 Pavillons, zwei Villen und eine Kirche mit goldener Kuppel zählen zu den Highlights des viertgrößten Wiener Gemeindebezirks. Aber nicht nur das Otto-Wagner-Areal mit -Kirche und -Spital sondern auch ein beachtenswerter Teil des Wienerwaldes sowie ein Fußballstadion machen Penzing zu einem der grünsten Bezirke Wiens. Auch wenn 2014 mit dem Abbruch des Gerhard-Hanappi-Stadions begonnen wurde, von meist grün-weiß gekleideten Fans als "Sankt Hanappi" verehrt, soll es bis 2016 durch das Allianz Stadion als Heimstätte für den SK Rapid ersetzt werden.

Wälder, Wiesen und Berge

Mehr als acht Prozent der gesamten Wiener Stadtfläche nimmt der 14. Bezirk mit seinen 3.376,3 Hektar ein. 60 Prozent davon sind Grünfläche. Damit ist Penzing der Bezirk mit dem zweitgrößten Grünanteil in Wien. 83,1 Prozent davon bestehen wiederum aus Wald -ebenfalls Platz zwei im Bezirksvergleich. Zudem gibt es rund 200 Hektar Wiesen, wie etwa die Salzwiese. Sie ist eines der 46 Naturdenkmäler des Bezirks. Die Wiese wurde als schützenswert befunden, da sie Pflanzen wie den Wiesensumpfwurz und Amphibien wie Springfrosch und Zauneidechse beherbergt. Die Hohe-Wand-Wiese hingegen wird im Winter ganz anders genutzt, mit ihrem Schlepplift ermöglicht sie sogar das Skifahren in der Großstadt.

Die hohe Wand selbst ist ein Berg mit einer Höhe von 449 Metern. Der Höchste der 14 Berge des 14. Bezirks ist aber 508 Meter hoch und trägt den wohligen Namen Schutzengelberg. Bezeichnend ist auch der Name Hüttelberg, dieser ist 345 Meter hoch. Zudem verfügt das Bezirksgebiet durch seine Anteile am Wienerwald über zahlreiche Bäche und Flüsse. 1,3 Prozent der Bezirksfläche, 43,5 Hektar, bestehen aus Gewässer. Es gibt drei städtische Friedhofsanlagen, wobei der Friedhof Baumgarten der größte ist.

Niedriger Anteil an Verkehrs- und Bauflächen

Die Verkehrsflächen von Penzing umfassen 9,3 Prozent der Bezirksfläche (wienweit 14,3 Prozent), wobei dies der drittniedrigste Wert eines Wiener Gemeindebezirks ist. Vergleichsweise niedrig ist mit 29,6 Prozent auch der Anteil an Bauflächen. Ein Großteil dieser 999 Hektar, genau 81 Prozent, sind Wohnbaugebiete. Diese werden von 87.597 Menschen bevölkert - rund fünf Prozent der Wiener EinwohnerInnen, die auch - wie sollte es anders sein - fünf Prozent bzw. 3.198 der in Wien registrierten Hunde besitzen. Detail am Rande:
Penzing hat nach Floridsdorf und Donaustadt mit der Anzahl von 221 die meisten "Sackerl fürs Gackerl-Spender". In Penzing gibt es noch 34 Kinder- und Jugendspielplätze und elf Großsportanlagen für sportbegeisterte WienerInnen.

Das Durchschnittsalter der PenzingerInnen liegt bei für Wien relativ hohen 42,1 Jahren. Sie bewohnen 44.324 Wohnungen mit einer Größe von durchschnittlich 72 Quadratmetern. Diese Wohnungen sind in 12.388 Gebäuden untergebracht, wovon 7.787 nach 1945 errichtet wurden. Eine Wohnung beherbergt 1,99 Personen. Real sind 45,8 Prozent aller Fälle Singlehaushalte. Jede Person hat im Durchschnitt 40 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung und besitzt etwa 0,39 Autos. Dies alles entspricht, bis auf das Alter dem Wiener Durchschnitt. Etwas überdurchschnittlich ist allerdings das Einkommen im 14. Bezirk:
22.113 Euro Jahresverdienst kommt 105,9 Prozent eines mittleren Wiener Einkommens gleich.

Bevölkerungsentwicklung bis 2034

Die Bevölkerungszahl in Penzing blieb seit 1971 beinahe unverändert. Nach dem Tiefstand im Jahr 2001 zeigte die Entwicklung gemäß dem wienweiten Trend stärkere EinwohnerInnenzuwächse. In den kommenden Jahren ist jedoch nur mehr mit einem schwachen Bevölkerungsanstieg bis zu 3 Prozent zu rechnen. Der Bevölkerungsstand könnte im Jahr 2034 bei knapp über 90.000 liegen. Diese Entwicklung ist für Penzing nicht ungewöhnlich, da dieser Gemeindebezirk schon seit Jahren nur geringfügige demographische Veränderungen verzeichnete.

Die Altersstruktur der PenzingerInnen bleibt relativ konstant. Nur die Zahl der Hochbetagten dürfte signifikant steigen. Einwohnerverluste sind für die Bevölkerung im Alter zwischen 30 bis 59 Jahren nicht auszuschließen. Die Einwohnerentwicklung ist stark von der Zuwanderung aus dem übrigen Bundesgebiet sowie aus dem Ausland abhängig.

Quelle: MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik / Statistik Austria / Wikipedia.org

Statistisches Jahrbuch 2014

Das Statistische Jahrbuch 2014 der Stadt Wien sowie die Studie "Wien wächst..." unter Federführung der MA 23 stehen als kostenloser Download zur Verfügung auf www.wien.gv.at/statistik/publikationen/jahrbuch.html. www.wien.gv.at/statistik/pdf/wien-waechst.pdf

Als Publikation (32,70 Euro, ISSN 0259-6083) erhältlich ist das Statistische Jahrbuch bei der Magistratsabteilung 23: 2., Meiereistraße 7, Sektor B; Montag bis Freitag jeweils 8.00 bis 14.30 Uhr; Telefon 01/4000-83059, Bestellung per E-Mail an post@ma23.wien.gv.at.

Alle Artikel der Serie "Das kleine 1x23 der Wiener Bezirke" sind unter http://inwien.at/das-kleine-1x23-der-wiener-bezirke.html zu finden.

(Schluss) tai

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Ina Taxacher, Stadtredaktion
Telefon: 01 4000-81081
www.wien.gv.at/rk

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0005