RLB Wien-NÖ hat Erklärungsbedarf im Zusammenhang mit Konkurs nach Freitod von Dr. Michael M.

Finanzombudsmann: Seit wann wusste die Bank von der prekären wirtschaftlichen Situation des prominenten Wiener Rechtsanwalts?

Wien (OTS) - Der tragische Freitod des bekannten Wiener Rechtsanwalts Dr. Michael M. Ende des vergangenen Jahres wirft seine Schatten nunmehr auch auf die Raiffeisen Landesbank Wien-Niederösterreich. Bekanntlich musste in Folge des Selbstmordes der Konkurs über das Vermögen des Anwalts eröffnet werden.

Ein angesehener Steuerberater aus Wien hat jetzt im Zusammenhang mit diesem Fall Finanzombudsmann Mag. Gerald Zmuegg um Unterstützung gebeten. Nach Aussage des Steuerberaters sei Anwalt Michael M. im Jänner 2013 an ihn mit der Bitte herangetreten, bei der RLB Niederösterreich als Bürge zu fungieren. Für diesen ein harmloser Freundschaftsdienst. Die Bank plädierte nach Aussage des Steuerberaters jedoch, statt einer Bürgschaft direkt einen Kredit aufzunehmen. Laut einem vorliegenden Gesprächsprotokoll wollte sich die Bank damit den Weg zum Vorstand ersparen. Der aufgenommene Kredit wurde in weiterer Folge von der RLB Wien Niederösterreich bar ausgezahlt. Das Geld wurde Anwalt M. übergeben.
Vollkommen unklar ist, was mit dem ausgezahlten Betrag dann passiert ist.
Für Finanzombudsmann Mag. Gerald Zmuegg stellt sich die Frage, ab wann die RLB Wien Niederösterreich von der prekären wirtschaftlichen Situation des Anwalts gewusst hat. Versuche, mit der Bank eine Lösung hinsichtlich des noch offenen Kreditbetrages zu erreichen, sind im Laufen. Eine Stellungnahme der Bank zu dringend zu klärenden Fragen ist seit Jänner ausständig.

Finanzombudsmann Zmuegg wird über den weiteren Verlauf der Causa informieren.

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Finanzombudsmann Mag. Gerald Zmuegg
Tel 0043 1 512 81 22 20
Mail: zmuegg@finanzombudsmann.at

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