- 12.02.2015, 12:39:12
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Bahnbrechende Innovationen kosten Geld
Heilung statt lebenslanger Behandlung schafft langfristig volkswirtschaftlichen Vorteil. Pharmaunternehmen tragen hohe Investitionen und Risiken bei Medikamentenentwicklung.
Utl.: Heilung statt lebenslanger Behandlung schafft langfristig
volkswirtschaftlichen Vorteil. Pharmaunternehmen tragen hohe
Investitionen und Risiken bei Medikamentenentwicklung. =
Wien (OTS) - Für die Preisgestaltung von Medikamenten eine Obergrenze
einzuführen, birgt für Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der
Pharmig, die Gefahr, dass dies zur Einschränkung der Forschungs- und
Entwicklungstätigkeit pharmazeutischer Unternehmen führen könnte.
"Arzneimittelpreise mit planwirtschaftlichen Vorgaben deckeln zu
wollen, wie es Frau Abgeordnete Kadenbach in einer Aussendung
fordert, behindert den Wettbewerb, gefährdet pharmazeutische
Unternehmen und somit letztlich den Zugang zu hochwertigen
Arzneimitteln", gibt Huber zu bedenken. Durch den Markteintritt von
mehreren Therapiemöglichkeiten, wie aktuell bei Hepatitis C, wirken
die Mechanismen des freien Marktes. Dies schafft
Verhandlungsspielraum für die Krankenkassen.
Dank der bahnbrechenden Innovationen der pharmazeutischen Industrie
werden immer mehr Krankheiten heilbar. "Die Arzneimittelentwicklung
aber ist ein Hochrisikogeschäft, verbunden mit durchschnittlichen
Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro", so Huber.
Unternehmen, die Hochrisikoinvestitionen tätigen, müssen die
Möglichkeit haben, im Anschluss neue finanzielle Reserven für
Reinvestitionen aufbauen zu können. Nur so kann eine kontinuierliche
Erforschung weiterer innovativer Therapien sichergestellt werden.
Huber unterstützt die Forderung nach einem Zugang zu hochwertiger
medizinischer Versorgung für alle Patientinnen und Patienten, wie sie
zuletzt auch Karin Kadenbach, MEP gestellt hat. Die Behandlung mit
innovativen Medikamenten schafft neue Lebensqualität für Betroffene.
Es bleiben ihnen lange Krankenstände und schwerwiegende Eingriffe
erspart. Sie können in vollem Umfang am privaten und beruflichen
Leben teilnehmen. Mit neuen Medikamenten für die Behandlung der
Hepatitis C können Patienten vollständig geheilt werden. Damit werden
weitere Folgen im Gesundheitswesen, wie Transplantationskosten,
Krankenstände etc. abgewehrt.
Bei fortschreitender Hepatitis-C-Erkrankung bekommen Betroffene in
vielen Fällen Leberkrebs, der eine Lebertransplantation notwendig
macht. Es entstehen dabei Kosten von bis zu 250.000,-- Euro und
jährlich hohe Folgekosten: Um zu verhindern, dass das transplantierte
Organ vom Körper abgestoßen wird, müssen Patientinnen und Patienten
lebenslang Medikamente einnehmen. Diese Erhaltungstherapie kostet bis
zu 14.000,-- Euro jährlich. "Vor diesem Hintergrund ist die
Preisbildung neuer Medikamente durchaus nutzenbasiert", erläutert
Huber.
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand Februar 2015), die den Medikamenten-Markt zu fast
100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 12.000 Beschäftigte.
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