• 12.02.2015, 12:37:25
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Stöger: 2024 mit der Bahn um 25 Minuten schneller in Prag

Vereinbarung mit tschechischem Verkehrsminister Ťok unterzeichnet

Bilaterale Gespräche mit Vertretern der Republik
Tschechien. Im Bild: Bundesminister Alois Stöger (Mitte) mit dem
tschechischen Vizepremierminister und Finanzminister Andrej Babis
(r.) und dem tschechischen Verkehrsminister Dan Tok (l.).

Utl.: Vereinbarung mit tschechischem Verkehrsminister Ťok
unterzeichnet =

Wien (OTS) - 25 Minuten schneller mit der Bahn von Wien nach Prag.
Das ist das wichtigste Ergebnis des Treffens des tschechischen
Verkehrsministers Dan Tok mit sei-nem österreichischen Kollegen Alois
Stöger am Donnerstag in Wien, dem auch der tschechi-sche Vizepremier
und Finanzminister Andrej Babiš beiwohnte. In einer beiderseitigen
Ver-einbarung verpflichtet sich Österreich zum Ausbau der Strecke
Wien-Breclav und Tschechi-en zum Ausbau der Strecke Breclav-Prag.
****

"Die tschechische Seite verpflichtet sich, die Fahrtzeit zwischen
Praha und Břeclav um 15 Minuten auf drei Stunden zu verkürzen. Dies
wollen wir durch eine Fertigstellung von Schienen-Knotenpunkten und
eine Modernisierung bisher nicht erneuerter Streckenabschnitte
erreichen", erklärte Verkehrsminister Dan Ťok.

"Wenn im Jahr 2024 die Bauarbeiten beendet sind, dauert die Fahrt von
Wien nach Prag nur mehr drei Stunden und 45 Minuten", so
Verkehrsminister Stöger. "Österreich verpflichtet sich, die Fahrzeit
von Wien bis Břeclav um zehn Minuten zu verringern. Das Jahr 2024
wird damit einen Meilenstein in der Entwicklung unseres
Schienenverkehrs darstellen, da in diesem Jahr auch neue
Hochgeschwindigkeitsabschnitte auf der Südtrasse Wien-Graz-Villach in
Betrieb gehen. Die heute abgeschlossene Vereinbarung schafft die
Voraussetzungen für einen direkten Anschluss dieser Verbindung in
Richtung Süden", so Stöger nach dem Treffen im bmvit.

In der tschechisch-österreichischen Vereinbarung wird auch die
Bahnverbindung zwi-schen Böhmen und Oberösterreich behandelt. Nach
Beendigung des IV. Bahntransitkorridors soll sich die Fahrtzeit
Linz-Prag über České Budějovice im Vergleich zur bestehenden
Situation um praktisch eine Stunde auf weniger als vier Stunden
verringern. Gemeinsames Anliegen Tschechiens und Österreichs ist es
auch, ein entsprechendes Angebot an Zügen mit Umsteigemöglichkeiten
in Linz in Richtung Südwest-Europa zu schaffen.

Neben der Vereinbarung besprachen die beiden Verkehrsminister und der
tschechische Vizepremier auch bilaterale Straßenausbaupläne, Fragen
der Verkehrssicherheit und Bemautung sowie das Modell Asfinag als
Vorbild für Tschechien. (Schluss)

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