Schulautonomie: Heinisch-Hosek hat das Hinhören verlernt!

Wien (OTS) - Obwohl Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek jetzt einen Schwung in Richtung Schulautonomie angekündigt hat, ist der bildungspolitische Bereich noch immer stark stagnierend. "Seit den Schulorganisationsrechts-Novellen der 90er Jahre ist wenig außer der Durchführung von zahlreichen Schulversuchen und Stundenkürzungen passiert. Es ist nicht nur ein Mehr an Autonomie, sondern auch eine klare Kommunikation seitens des Bundesministeriums nötig", fordern Dominik Stracke und die Junge ÖVP Wien.

Ebenenkompetenz neu ausverhandeln

"Das System ist insgesamt viel zu inkonsequent. Die Kompetenzen wurden bis dato zumeist von der Bundes- zur Landesebene weitergegeben. Da sind sie jedoch stecken geblieben", so Stracke weiter. Das Ziel muss es sein, wichtige Entscheidungen des sekundären Handlungsvollzugs, etwa die Unterrichtsorganisation, zu Personal und Finanzen den Schulen zu überlassen. Momentan ist der Gestaltungspielraum der Schulen gerade im Hinblick auf die Finanzen oder pädagogische Entscheidungen, wie die Einteilung von Schulstunden und Fächerkombinationen zu gering. "Weder Schmied noch Heinisch-Hosek haben es geschafft da Klarheit und Ordnung hineinzubringen. Offengestanden: Es macht nicht den Eindruck, als hätte sich eine der beiden Ministerinnen jemals wirklich dafür interessiert", so Stracke.

Oft wird von Seiten des Ministeriums mit den Protagonisten auch fahrlässig bis gar nicht kommuniziert. Bei der Modularisierung der Oberstufe, die in zwei Jahren Realität werden soll, ist vielen nicht klar, wie diese Neuerung in den Schulbetrieb einfließen soll. Die entsprechenden Papiere dafür liegen in der Schublade der Ministerin. "Das ist so, als ob ich Ärzte von einer Sekunde auf die andere mit einem neuen Lasergerät operieren lasse, ohne sie darauf vorzubereiten", wundert sich Stracke weiter.

Die Junge ÖVP Wien warnt jedoch auch davor, Autonomie und Wettbewerb als uneingeschränktes Allheilmittel zu sehen: "Damit können Schulleiter zwar neue Anreize schaffen, die müssen allerdings auch in einem Gesamtkonzept akkordiert werden. Dieses vermissen wir zurzeit komplett!" Schul- und Unterrichtsqualität werden vor Ort erreicht, brauchen aber einen passenden gesetzlichen Rahmen und eine verlässliche politische Umsetzung, die auf die Expertinnen und Experten an den Schulen hört.

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