- 06.02.2015, 09:59:48
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Schulautonomie: Heinisch-Hosek hat das Hinhören verlernt!
Wien (OTS) - Obwohl Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek jetzt
einen Schwung in Richtung Schulautonomie angekündigt hat, ist der
bildungspolitische Bereich noch immer stark stagnierend. "Seit den
Schulorganisationsrechts-Novellen der 90er Jahre ist wenig außer der
Durchführung von zahlreichen Schulversuchen und Stundenkürzungen
passiert. Es ist nicht nur ein Mehr an Autonomie, sondern auch eine
klare Kommunikation seitens des Bundesministeriums nötig", fordern
Dominik Stracke und die Junge ÖVP Wien.
Ebenenkompetenz neu ausverhandeln
"Das System ist insgesamt viel zu inkonsequent. Die Kompetenzen
wurden bis dato zumeist von der Bundes- zur Landesebene
weitergegeben. Da sind sie jedoch stecken geblieben", so Stracke
weiter. Das Ziel muss es sein, wichtige Entscheidungen des sekundären
Handlungsvollzugs, etwa die Unterrichtsorganisation, zu Personal und
Finanzen den Schulen zu überlassen. Momentan ist der
Gestaltungspielraum der Schulen gerade im Hinblick auf die Finanzen
oder pädagogische Entscheidungen, wie die Einteilung von Schulstunden
und Fächerkombinationen zu gering. "Weder Schmied noch Heinisch-Hosek
haben es geschafft da Klarheit und Ordnung hineinzubringen.
Offengestanden: Es macht nicht den Eindruck, als hätte sich eine der
beiden Ministerinnen jemals wirklich dafür interessiert", so Stracke.
Oft wird von Seiten des Ministeriums mit den Protagonisten auch
fahrlässig bis gar nicht kommuniziert. Bei der Modularisierung der
Oberstufe, die in zwei Jahren Realität werden soll, ist vielen nicht
klar, wie diese Neuerung in den Schulbetrieb einfließen soll. Die
entsprechenden Papiere dafür liegen in der Schublade der Ministerin.
"Das ist so, als ob ich Ärzte von einer Sekunde auf die andere mit
einem neuen Lasergerät operieren lasse, ohne sie darauf
vorzubereiten", wundert sich Stracke weiter.
Die Junge ÖVP Wien warnt jedoch auch davor, Autonomie und Wettbewerb
als uneingeschränktes Allheilmittel zu sehen: "Damit können
Schulleiter zwar neue Anreize schaffen, die müssen allerdings auch in
einem Gesamtkonzept akkordiert werden. Dieses vermissen wir zurzeit
komplett!" Schul- und Unterrichtsqualität werden vor Ort erreicht,
brauchen aber einen passenden gesetzlichen Rahmen und eine
verlässliche politische Umsetzung, die auf die Expertinnen und
Experten an den Schulen hört.
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