• 05.02.2015, 14:29:29
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Grüne Wien/Wurzer: Prävention und Aufklärung helfen weibliche Genitalverstümmelung zu vermeiden

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages gegen FGM (Female
Genital Mutilation) am 6. Februar macht die Grüne Gemeinderätin
Martina Wurzer, auf die dramatischen Folgen dieser Gewalttat
aufmerksam: "Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Mädchen
und Frauen. Sie gilt als schwere Menschenrechtsverletzung. Die
physischen, emotionalen und psychologischen Traumata verfolgen
Betroffene ein Leben lang. Es gibt keine Legitimation für diese Form
von Gewalt".

"Wir wollen ein Leben frei von Angst und frei von Schmerzen für alle
Frauen und Mädchen in Wien", so Wurzer. Darum fördert die Stadt Wien
seit Jahren FGM-Prävention. Medizinische und psychosoziale Betreuung
für Opfer und FGM bedrohte Frauen bieten das FGM-Beratungszentrum im
FEM-Süd sowie die Vereine "Bright Future" und "Orient Express".
Wurzer: "Wichtig ist ein persönlicher, ganzheitlicher Ansatz zur
Unterstützung der Betroffenen und Aufklärungsarbeit in den
Communities."

Ein besonders Anliegen von Wurzer ist der Bildungsbereich. "Es ist
notwendig, auch KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen verstärkt
auf FGM professionell zu schulen, zu sensibilisieren und in ihrer
Rolle als AufklärerInnen gegenüber Eltern zu stärken.
Erziehungsberechtigte nützen schulfreie Zeiten für sogenannten
"FGM-Tourismus", weiß Wurzer. Obwohl bis zu 5 Jahre Strafe drohen,
kommt es vor, dass Eltern ihre Töchter in ihre Herkunftsländer
bringen, um sie verstümmeln zu lassen. "Darum brauchen wir auf FGM
geschulte Profis auch in Schulen".

Obwohl FGM vorrangig in afrikanischen Ländern, im Mittleren Osten und
Teilen Asiens praktiziert wird, ist FGM in Folge globaler
Migrationsströme auch Realität in Wien. In Österreich geht man von
8.000 betroffenen Frauen aus. Die meisten Mädchen werden vor ihrem 5.
Geburtstag verstümmelt. Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien
ist in Österreich seit 2011 gesetzlich verboten. Sie erfüllt den
Tatbestand der schweren Körperverletzung.

Die Grünen Frauen Wien rufen deshalb dazu auf, an der Kundgebung am
6.2. um 17 Uhr vor dem Parlament teilzunehmen. "Nur wenn wir
gemeinsam mit anderen Frauen- und MenschenrechtsverteidigerInnen
zusammenarbeiten, können wir tabuisierte Themen wie
Genitalverstümmelung sichtbar machen" so Ewa Dziedzic,
Frauensprecherin der Grünen Frauen Wien abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

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