Aubauer/Huainigg/Rasinger: Hospiz ausbauen heißt Menschlichkeit fördern!

ÖVP-Abgeordnete besuchten Tages-Hospiz in Wien: Absicherung der Versorgung und der bewährten österreichischen Rechtslage

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wenn ich sehe, wie wichtig für Menschen eine gute Hospiz- und Palliativbetreuung ist, so zeigt uns das den Weg vor, den die Politik gehen muss," so Abg.z.NR Mag. Gertrude Aubauer, die Vorsitzende der parlamentarischen Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens", heute, Donnerstag, anlässlich des Besuchs von Abgeordneten im Tages-Hospiz der Caritas Wien. Die Caritas lebt vor, was es heißt, Menschen an der Hand und bis zuletzt auf ihrem Weg zu begleiten.

"Es ist unsere einhellige Auffassung in der Kommission, dass wir Ja sagen zu einem konkreten Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich, ganz besonders in Bezug auf Kinderhospiz. Hier müssen alle ihren Beitrag leisten, lebenswichtige Dinge darf man nicht aufschieben", unterstrich Aubauer anlässlich des Besuches im Tageshospiz in Wien, das derzeit leider nur an zwei Tagen in der Woche offenhalten kann.

Auch Abg. z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg, Sprecher für Menschen mit Behinderung, zeigte sich beeindruckt von den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Tageshospizes und den Möglichkeiten für die Menschen sowie vom einfühlsamen Eingehen auf jede und jeden Einzelnen. "Einmal mehr sieht man hier ein Beispiel, was im gesellschaftlichen Leben und im Hinblick auf die Nichtdiskriminierung auch behinderter Menschen unabdingbar ist: Die Würde eines Jeden von uns ist immer da und unantastbar, sie ist mit dem Menschsein gegeben", betonte Huainigg.

Huainigg unterstrich auch die Vereinbarungen aus dem Regierungsprogramm, Hospizausbau und Finanzierung voranzutreiben und gemeinsam ein nachhaltiges Bekenntnis zur bewährten österreichischen Rechtslage abzugeben. Er verwies auf die Expertenbeiträge zur Verfassungsverankerung im Rahmen der Enquete und auf die Empfehlung des Europarates, wonach die Gewährleistung der Hospiz- und Palliativversorgung unverzichtbar ist; ebenso dürfe der Wunsch eines Einzelnen niemals - auch im Hinblick auf unsere historische Verantwortung - Rechtfertigung dafür sein, dass per Gesetz Menschen durch andere Menschen getötet werden oder der Schutz gegen Schritte in diese Richtung durchlöchert wird.

Gesundheitssprecher Abg.z.NR Dr. Erwin Rasinger zeigte sich erfreut darüber, dass die Enquete eine umfassende Versammlung aller Repräsentanten/innen und Player in Österreich war und bekräftigte, dass jetzt klare Taten im Dienst der Menschen selbstverständlich sein müssen. "Gerade bei der Betreuung im häuslichen Bereich und in der Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Patient, Angehörigen und Krankenkasse wurden praktische und zeitnah umsetzbare Vorschläge besprochen. Die bessere Verankerung eines ärztlichen Vorsorgegesprächs oder die Vereinfachung bürokratischer Abwicklungen, wie z.B.. die Chefarztpflicht bei Schmerzmedikamenten, ist daher unser klares Ziel", so Rasinger.

Rasinger dankte auch der Ärztekammer für ihren einstimmigen Beschluss gegen aktive Sterbehilfe. Er verwies darauf, dass die Instrumente der Selbstbestimmung am Lebensende, - Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - viel zu wenig verbreitet und bekannt sind. "denn damit wird die tatsächliche, konkrete Autonomie des Einzelnen nicht gefährdet, sondern bis zuletzt garantiert".
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003