- 05.02.2015, 12:14:19
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Aubauer/Huainigg/Rasinger: Hospiz ausbauen heißt Menschlichkeit fördern!
ÖVP-Abgeordnete besuchten Tages-Hospiz in Wien: Absicherung der Versorgung und der bewährten österreichischen Rechtslage
Utl.: ÖVP-Abgeordnete besuchten Tages-Hospiz in Wien: Absicherung
der Versorgung und der bewährten österreichischen Rechtslage =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wenn ich sehe, wie wichtig für Menschen eine
gute Hospiz- und Palliativbetreuung ist, so zeigt uns das den Weg
vor, den die Politik gehen muss," so Abg.z.NR Mag. Gertrude Aubauer,
die Vorsitzende der parlamentarischen Enquete-Kommission "Würde am
Ende des Lebens", heute, Donnerstag, anlässlich des Besuchs von
Abgeordneten im Tages-Hospiz der Caritas Wien. Die Caritas lebt vor,
was es heißt, Menschen an der Hand und bis zuletzt auf ihrem Weg zu
begleiten.
"Es ist unsere einhellige Auffassung in der Kommission, dass wir Ja
sagen zu einem konkreten Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung
in Österreich, ganz besonders in Bezug auf Kinderhospiz. Hier müssen
alle ihren Beitrag leisten, lebenswichtige Dinge darf man nicht
aufschieben", unterstrich Aubauer anlässlich des Besuches im
Tageshospiz in Wien, das derzeit leider nur an zwei Tagen in der
Woche offenhalten kann.
Auch Abg. z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg, Sprecher für Menschen mit
Behinderung, zeigte sich beeindruckt von den engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Tageshospizes und den
Möglichkeiten für die Menschen sowie vom einfühlsamen Eingehen auf
jede und jeden Einzelnen. "Einmal mehr sieht man hier ein Beispiel,
was im gesellschaftlichen Leben und im Hinblick auf die
Nichtdiskriminierung auch behinderter Menschen unabdingbar ist: Die
Würde eines Jeden von uns ist immer da und unantastbar, sie ist mit
dem Menschsein gegeben", betonte Huainigg.
Huainigg unterstrich auch die Vereinbarungen aus dem
Regierungsprogramm, Hospizausbau und Finanzierung voranzutreiben und
gemeinsam ein nachhaltiges Bekenntnis zur bewährten österreichischen
Rechtslage abzugeben. Er verwies auf die Expertenbeiträge zur
Verfassungsverankerung im Rahmen der Enquete und auf die Empfehlung
des Europarates, wonach die Gewährleistung der Hospiz- und
Palliativversorgung unverzichtbar ist; ebenso dürfe der Wunsch eines
Einzelnen niemals - auch im Hinblick auf unsere historische
Verantwortung - Rechtfertigung dafür sein, dass per Gesetz Menschen
durch andere Menschen getötet werden oder der Schutz gegen Schritte
in diese Richtung durchlöchert wird.
Gesundheitssprecher Abg.z.NR Dr. Erwin Rasinger zeigte sich erfreut
darüber, dass die Enquete eine umfassende Versammlung aller
Repräsentanten/innen und Player in Österreich war und bekräftigte,
dass jetzt klare Taten im Dienst der Menschen selbstverständlich sein
müssen. "Gerade bei der Betreuung im häuslichen Bereich und in der
Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Patient, Angehörigen und
Krankenkasse wurden praktische und zeitnah umsetzbare Vorschläge
besprochen. Die bessere Verankerung eines ärztlichen
Vorsorgegesprächs oder die Vereinfachung bürokratischer Abwicklungen,
wie z.B.. die Chefarztpflicht bei Schmerzmedikamenten, ist daher
unser klares Ziel", so Rasinger.
Rasinger dankte auch der Ärztekammer für ihren einstimmigen Beschluss
gegen aktive Sterbehilfe. Er verwies darauf, dass die Instrumente der
Selbstbestimmung am Lebensende, - Patientenverfügung und
Vorsorgevollmacht - viel zu wenig verbreitet und bekannt sind. "denn
damit wird die tatsächliche, konkrete Autonomie des Einzelnen nicht
gefährdet, sondern bis zuletzt garantiert".
(Schluss)
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