• 04.02.2015, 13:44:24
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Lorentschitsch: "Flächendeckende Lkw-Maut wäre massiver Anschlag auf die Nahversorgung"

Handelsobfrau: Maut-Ausweitung wäre "hausgemachter Preistreiber" - Nahversorgung erfolgt insbesondere im ländlichen Raum meist über das niederrangige Straßennetz

Utl.: Handelsobfrau: Maut-Ausweitung wäre "hausgemachter
Preistreiber" - Nahversorgung erfolgt insbesondere im
ländlichen Raum meist über das niederrangige Straßennetz =

Wien (OTS/PWK080) - "Eine Lkw-Maut auch auf Landes- und
Gemeindestraßen in Österreich würde nicht nur die Verkehrswirtschaft
treffen, sondern auch den Handel, und damit die Konsumentinnen und
Konsumenten", warnt Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte
Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Das wäre ein
massiver Anschlag auf die ländlichen Regionen und die Nahversorger.
Die Wege der Nahversorgung lassen sich nämlich nicht verschieben.
Werden die Transporte auch in entlegene Gebiete teurer, gefährdet das
massiv die Versorgungsstrukturen".

Regionale Produkte und Dienstleistungen mit kurzen Transportwegen
seien zu Recht stark in Österreich nachgefragt. Diese Angebote
würden sich durch die Zusatzkosten aus der Maut schlagartig
verteuern. Wie die heute präsentierte Studie des Instituts für
Transportwirtschaft und Logistik zeigt, ist mit einer finanziellen
Belastung der Endkonsumenten von rund 63 bis 77 Euro pro Kopf und
Jahr zu rechnen. "Diese Verteuerungen würden alle treffen -
insbesondere auch ältere Menschen oder Familien. Deswegen wäre dies
nichts anderes als eine Konsumsteuer", warnt Lorentschitsch.

"Es spricht eine ganze Menge gegen die Ausweitung der Lkw-Maut auf
alle Straßen in Österreich", so Lorentschitsch: "Erstens die nicht
vorhandene Treffsicherheit der Ausweitung: Man braucht nämlich nicht
zu glauben, mit einer solchen Maßnahme den Durchzugverkehr
einzudämmen."

"Vielmehr - und das ist der eigentlich relevante Punkt, der uns
alle in Österreich treffen würde - erfolgt die Nahversorgung in
unserem Land ja zu einem großen Teil über Bundes- bzw. Landesstraßen
- und nicht über das Autobahnnetz, weil das ja bekanntlich nicht
überall hinführt, wo Menschen auch mit Gütern versorgt werden wollen.
Die Nahversorgung der Konsumenten würde dadurch deutlich verteuert".

"Daher wendet sich der Handel massiv gegen eine Maut-Ausweitung:
Das wäre eine hausgemachte Benachteiligung des Wirtschaftsstandortes
und eine Verteuerung der täglichen Güter, die alle Konsumentinnen und
Konsumenten in Österreich treffen würde. Und das kann doch wohl
niemand ernsthaft wollen", so die Vertreterin des heimischen Handels.
(JR)

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