Rotes Kreuz: Humanitäre Lage in der Ukraine verschlechtert sich

Zivilisten sind durch Kämpfe massiv gefährdet

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - In den ostukrainischen Städten Donezk und Debalzewo wurden in den vergangenen Tagen auch Wohngebiete beschossen. Zivilisten sind durch die Kämpfe einer großen Gefahr ausgesetzt. Teams des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) organisieren Hilfsaktionen für Evakuierte auf beiden Seiten der Front.

"Durch die verstärkten Kampfhandlungen verschlechtert sich die Lage", berichtet der österreichische Katastrophenhelfer Christopher Jahn, der vorige Woche von einem Einsatz in der Ukraine zurückkehrte. Er koordinierte die Verteilung von Lebensmittelpaketen und Baumarktgutscheinen in der Region Luhansk. "Auch wenn die Kämpfe 30 bis 50 Kilometer entfernt sind, die Schüsse sind ständig zu hören. Das ist für die Einwohner besonders belastend", sagt Jahn.

"Aufgrund der Sicherheitslage ist es nicht möglich, alle Personen, die Hilfe brauchen, zu erreichen", sagt auch Michel Masson, Leiter der Delegation des IKRK in der Ukraine. "Die Situation wird von Tag zu Tag schlechter." Am dringendsten brauchen die Bewohner der betroffenen Gebiete Lebensmittel, Wasser, Medizin, Strom und sichere Unterkünfte.

Zivilisten und zivile Objekte wie Häuser, Schulen und medizinische Einrichtungen dürfen nicht angegriffen werden. Das ist im Humanitären Völkerrecht geregelt und das Rote Kreuz hat wiederholt alle Konfliktparteien dazu aufgerufen, sich daran zu halten.

In den vergangenen beiden Wochen wurden vom IKRK medizinische Hilfsgüter an fünf Krankenhäuser in Luhansk und Donezk geliefert.

Außerdem hat das IKRK rund 30.000 Menschen in den Regionen Luhansk und Donezk geholfen. Die Personen, die gefährlich nah an der Front leben, erhielten Brot, Mehl, Getreide, Öl, Kerzen, Benzinkanister und Hygieneartikel.

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