• 04.02.2015, 10:03:05
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Rotes Kreuz: Humanitäre Lage in der Ukraine verschlechtert sich

Zivilisten sind durch Kämpfe massiv gefährdet

Utl.: Zivilisten sind durch Kämpfe massiv gefährdet =

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - In den ostukrainischen Städten Donezk und
Debalzewo wurden in den vergangenen Tagen auch Wohngebiete
beschossen. Zivilisten sind durch die Kämpfe einer großen Gefahr
ausgesetzt. Teams des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK)
organisieren Hilfsaktionen für Evakuierte auf beiden Seiten der
Front.

"Durch die verstärkten Kampfhandlungen verschlechtert sich die Lage",
berichtet der österreichische Katastrophenhelfer Christopher Jahn,
der vorige Woche von einem Einsatz in der Ukraine zurückkehrte. Er
koordinierte die Verteilung von Lebensmittelpaketen und
Baumarktgutscheinen in der Region Luhansk. "Auch wenn die Kämpfe 30
bis 50 Kilometer entfernt sind, die Schüsse sind ständig zu hören.
Das ist für die Einwohner besonders belastend", sagt Jahn.

"Aufgrund der Sicherheitslage ist es nicht möglich, alle Personen,
die Hilfe brauchen, zu erreichen", sagt auch Michel Masson, Leiter
der Delegation des IKRK in der Ukraine. "Die Situation wird von Tag
zu Tag schlechter." Am dringendsten brauchen die Bewohner der
betroffenen Gebiete Lebensmittel, Wasser, Medizin, Strom und sichere
Unterkünfte.

Zivilisten und zivile Objekte wie Häuser, Schulen und medizinische
Einrichtungen dürfen nicht angegriffen werden. Das ist im Humanitären
Völkerrecht geregelt und das Rote Kreuz hat wiederholt alle
Konfliktparteien dazu aufgerufen, sich daran zu halten.

In den vergangenen beiden Wochen wurden vom IKRK medizinische
Hilfsgüter an fünf Krankenhäuser in Luhansk und Donezk geliefert.

Außerdem hat das IKRK rund 30.000 Menschen in den Regionen Luhansk
und Donezk geholfen. Die Personen, die gefährlich nah an der Front
leben, erhielten Brot, Mehl, Getreide, Öl, Kerzen, Benzinkanister und
Hygieneartikel.

Weitere Informationen auf www.roteskreuz.at

Fotolink: http://images.roteskreuz.at/?c=3346&k=aa378d1360

Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Spenden:
Erste Bank
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort: Ukraine

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