• 30.01.2015, 13:54:54
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"AusBildung bis 18" - Heinisch-Hosek/Hundstorfer: Wer gut ausgebildet ist, hat die besseren Chancen

Weiterführende Bildung nach der Pflichtschule für alle Jugendlichen

Utl.: Weiterführende Bildung nach der Pflichtschule für alle
Jugendlichen =

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und
Sozialminister Rudolf Hundstorfer nahmen am Freitag an der
Auftaktveranstaltung "AusBildung bis 18" im Austria Trend Hotel Park
Royal Palace teil, um das neue Modell der Ausbildung bis 18
vorzustellen. "Wer gut ausgebildet ist, hat einfach bessere Chancen.
Diese Chancen wollen wir allen jungen Menschen in Österreich
ermöglichen", betonte Hundstorfer. Ab dem Schuljahr 2016/2017 soll
jeder Jugendliche nach der Pflichtschule eine weiterführende Bildung
oder Ausbildung, wie eine mittlere oder höhere Schule oder eine
Lehrausbildung absolvieren. "93 Prozent der Jugendlichen wählen nach
der Pflichtschule bereits den weiterführenden Weg. Um die sieben
Prozent, die hier nicht erfasst sind, geht es heute", sagte
Heinisch-Hosek. ****

Ein Pflichtschulabschluss alleine sei oft zu wenig, betonte der
Sozialminister: "Von den Menschen, die lediglich einen
Pflichtschulabschluss haben, war letztes Jahr jeder vierte
arbeitslos." Beim Modell "AusBildung bis 18" gehe es nicht um Zwang
und Sanktionen, sondern um "Angebot, Unterstützung, Beratung und
Hilfestellung", so Hundstorfer. "Wir müssen den Menschen zuerst den
Weg aufzeigen, erst ganz am Schluss kann man über Sanktionen reden."
Weiters sei das Thema wichtig für die Integration: "Wenn wir junge
Menschen, die zu uns gekommen sind, nicht der Perspektivlosigkeit
überlassen, ist das ein wesentlicher Beitrag zur Integration", ist
Hundstorfer überzeugt. Auch benachteiligten Jugendlichen stünden die
bewährten Programme wie Produktionsschulen und die überbetriebliche
Lehrausbildung zur Verfügung.

Heinisch-Hosek forderte den Ausbau von Berufsorientierungsangeboten.
"Berufsorientierung muss so zeitig wie möglich stattfinden. In den
neuen Mittelschulen ist sie schon verpflichtend. Wir müssen die
Jugendlichen auf die Schnittstellen so gut vorbereiten, dass sie den
für sie richtigen Weg finden." Man müsse hier mit den Sozialpartnern
gute Programme hervorbringen und an die Schulen bringen.
Heinisch-Hosek betonte außerdem, dass man bei der Ausbildung nach der
Pflichtschule neue, kompetenzorientierte Modelle entwickeln müsse:
"Ich möchte die Praxishandelsschule hervorheben, die als Schulversuch
angefangen hat und jetzt im Regelschulwesen ist." Davor gab es in der
normalen Handelsschule Abbruchquoten von über 50 Prozent, mit der
Praxishandelsschule sind es nur noch ca. 17 Prozent. Wichtig sei auch
die Initiative Erwachsenenbildung, im Rahmen derer auch viele unter
18-jährige ihren Pflichtschulabschluss nachholen und Basisbildung
erwerben.

Die Bildungsministerin betonte auch die Wichtigkeit der
Zusammenarbeit von Bund, Ländern und den verschiedenen Ressorts. Das
Bildungsministerium werde sich in Zukunft vermehrt der
Polytechnischen Schule, die eine gute Orientierung darstellt, und der
Erwachsenenbildung widmen und außerdem gerade jungen Mädchen mit der
demnächst online gehenden Internetplattform "Mädchen formen die
Technik" die Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten aufzeigen. (Schluss)
ve/eg

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