AKNÖ-Präsident Markus Wieser: Konsumentenschützer holten 1,4 Millionen Euro für NiederösterreicherInnen

Neun Prozent mehr als 2013 – Forderungen: „Überziehungszinsen senken, echte Mietrechtsreform umsetzen“

wien (OTS) - Knapp 1,4 Millionen Euro hat der AKNÖ-Konsumentenschutz im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen erkämpft. " Rund 43.000 KonsumentInnen ließen sich zu Problemen rund um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handy und Internet beraten", sagt Markus Wieser, Präsident der AKNÖ und Vorsitzender des ÖGB NÖ. Er fordert für 2015 Kostensenkungen im Finanzdienstleistungsbereich, etwa eine Regelung zur Höhe sowie der Deckelung der Überziehungszinsen sowie eine echte Mietrechtsreform.

1.412.244 Euro - diesen Betrag hat die AKNÖ-Konsumentenberatung für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr zurückgeholt bzw. gesichert. Das ist eine Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Jahr 2013. "Die Bilanz unterstreicht den erfolgreichen Einsatz der AKNÖ-Konsumentenschützer für die NiederösterreicherInnen. Gleichzeitig aber ist das ein deutliches Zeichen, dass die Probleme der Landsleute immer größer werden. Für uns ist klar: Geschädigte sollen rasch zu ihrem Recht kommen", sagt AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Die ExpertInnen der NÖ Arbeiterkammer standen knapp 43.000 KonsumentInnen aus Niederösterreich mit Rat und Tat zur Seite. Erfreulich ist auch, dass der langjährigen Forderung der AKNÖ nach einer Thermenregelung im Mietrecht nachgekommen wurde. Damit ist geklärt, dass der/die VermieterIn für die beschädigte Therme aufkommen muss. "Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Für eine große Mietrechtsreform fehlen aber weiterhin klare Regeln über die Erhaltungspflicht der Vermieter für alle anderen Wohnungsausstattungen, etwa Elektroleitungen oder sanitäre Anlagen", sagt Wieser.

Forderungen 2015: Kostensenkung bei Finanzdienstleistungen
"Im heurigen Jahr muss den ArbeitnehmerInnen wieder mehr Geld in der Tasche bleiben", fordert der AKNÖ-Präsident. Daher verlangt die AKNÖ Maßnahmen, welche die steigenden Kosten im Finanzdienstleistungsbereich eindämmen sollen. "Immer mehr KonsumentInnen werden durch zu hohe Bankspesen und Überziehungszinsen belastet. Viele Spesen treffen VerbraucherInnen unerwartet, weil sie nicht transparent sind", kritisiert Wieser. Der AKNÖ-Präsident fordert, die Spesen klar auszuweisen, auch mit einer Veröffentlichung des Preisaushangs im Internet. Zusätzlich sollen gesetzliche Regelungen zur Höhe sowie der Deckelung der Überziehungszinsen eingeführt werden. Der Vorschlag liegt bei sechs Prozent über dem Drei-Monats Euribor.
Echte Mietrechtsreform ist Gebot der Stunde
Im Vorjahr wurde mit der Thermenregelung geklärt, dass der/die VermieterIn für die beschädigte Therme aufkommen muss - eine langjährige Forderung der AKNÖ. "Das ist aber lediglich ein erster Schritt. Für eine echte Mietrechtsreform fehlen weiterhin klare Mietzinsobergrenzen, eine Durchforstung des Betriebskostenkatalogs sowie Regeln über die Erhaltungspflicht der Vermieter für alle anderen Wohnungsausstattungen, etwa Elektroleitungen oder sanitäre Anlagen", so Wieser.

Heiße Themen 2014: Finanzdienstleistungen, Wohnen, Telefonie und Internet
Finanzdienstleistungen bleiben weiterhin ein Dauerbrenner. 3.864 KonsumentInnen haben sich mit Fragen wegen laufender Bank- und Finanzgeschäfte an die ExpertInnen der AKNÖ gewandt. Auch das Thema Lebenshaltungskosten, konkret Wohnen, Heizen, Energie, Baumängel und Sanierungen, beschäftigte die NiederösterreicherInnen. Insgesamt kamen dazu knapp über 7.000 Anfragen. Mit Fragen aus dem Bereich Internet und Telefonie haben sich kanpp 5.000 NiederösterreicherInnen an die AKNÖ gewandt. Im Vordergrund standen dabei Beschwerden wegen überhöhter Handyrechungen, horrender Summen für Datendienste und vor allem Probleme rund um das Online-Shopping.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung, Herwig Rezek, 01 58883-1328

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