• 27.01.2015, 09:52:36
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AUVA empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen bei Schnee und eisiger Kälte

„Die häufigen Wechsel zwischen warmem und kaltem Wetter erhöhen die Glatteisgefahr“, warnt DI Georg Effenberger, Leiter der Präventionsabteilung.

Utl.: „Die häufigen Wechsel zwischen warmem und kaltem Wetter
erhöhen die Glatteisgefahr“, warnt DI Georg Effenberger,
Leiter der Präventionsabteilung. =

Wien (OTS) - Zusammen mit schlechten Sichtverhältnissen durch Nebel
und weniger Tageslicht ist das eine gefährliche Kombination.

Bei Glatteis verlängert sich der Bremsweg eines Autos um das
Zehnfache und mehr. Neben Temporeduktion ist daher auch eine
entsprechende Vergrößerung des Sicherheitsabstands wichtig. Darüber
hinaus sind abrupte Lenk-, Brems- und Beschleunigungsmanöver zu
vermeiden. "Bei unregelmäßig gefrorener oder gestreuter Fahrbahn
besteht die Gefahr, dass die Reifen eine unterschiedliche
Straßenhaftung haben. Dies stellt wie beim Aquaplaning eine hohe
Schleudergefahr dar", erläutert Effenberger.

Um Unfälle bei Schnee- und Glatteisfahrbahnen zu reduzieren,
empfiehlt die AUVA unbedingt längere Fahrzeiten einzuplanen.
Handbesen und Eiskratzer müssen in jedem Fahrzeug bereitliegen, um
das Dach, alle Scheiben und auch die Lichter von Schnee und Eis zu
befreien. Dies dient nicht nur der besseren Sicht, sondern bewahrt
auch andere Verkehrsteilnehmer vor abrutschendem Schnee oder Eis.

Fußgänger besonders gefährdet

Unfallverhütung bei winterlicher Witterung ist auch für Fußgänger
wichtig. Das beginnt mit dem richtigen Schuhwerk - rutschfeste
Profilsohlen sind ein Muss, Schuhe mit hohen Absätzen sollten besser
zu Hause gelassen werden. Außerdem wichtig: Ausreichend Zeit
einplanen und gefährliche Stellen meiden. Besonders ältere Menschen
sind bei schlechten Witterungsverhältnissen sturz- und
knochenbruchgefährdet - ein spitzer Stock kann hier als Unterstützung
dienen. Durch die witterungsbedingt schlechtere Sicht tauchen dunkel
gekleidete Fußgänger für den Autofahrer oft erst in letzter Sekunde
wie aus dem Nichts auf. Das Tragen von farbiger Kleidung, Warnwesten
oder Reflektoren sorgt für mehr Sichtbarkeit.

Belastung durch Kältearbeit

Einer enormen Kältebelastung sind jetzt auch jene Beschäftigten
ausgesetzt, die im Freien arbeiten. Die Leistungsfähigkeit,
Aufmerksamkeit und die motorischen Fähigkeiten werden durch die Kälte
eingeschränkt. Damit steigt das Unfallrisiko, und es kann zu
Kälteschäden wie Erfrierungen oder Unterkühlungen kommen. Daher
empfiehlt die AUVA, warme Kleidung zu tragen, Arbeitsplätze vor Wind
und Wetter - wenn möglich - und vor allem Hände und Füße, aber auch
die Ohren und das Gesicht gut vor Kälte zu schützen.

Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 0,5 Millionen
Selbständige sowie 1,5 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die
AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur
Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die
vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und
die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei
weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und
finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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