- 26.01.2015, 11:35:21
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Weltkrebstag: Länger leben durch innovative Therapien
Wien (OTS) - Österreich liegt im europäischen Vergleich unter den Top
5 mit den besten Überlebensraten bei Krebs. Der frühe Zugang der
Patienten zu klinischen Studien und damit zu modernsten Wirkstoffen
erhöht die Heilungschancen.
Die moderne Krebsmedizin verlängert Leben und verbessert die
Lebensqualität der betroffenen Patienten. Österreich liegt bei der
5-Jahresüberlebensrate bei fast allen Krebsformen über dem
EU-Schnitt. Bei Lungen-, Prostata- und Nierenzellkarzinom nimmt
Österreich sogar europaweit Platz 1 ein. "Krebspatienten profitieren
hierzulande von einem sehr guten Zugang zu innovativen onkologischen
Therapien. Das Engagement der pharmazeutischen Industrie und die
intensive Kooperation zwischen den Partnern im Gesundheitswesen
bringen Österreich hier an die europäische Spitze", betont Prof. Dr.
Robin Rumler, Präsident der Pharmig.
Rund ein Drittel aller klinischen Prüfungen wird im Bereich Onkologie
durchgeführt. Damit ist die Onkologie das am intensivsten beforschte
Gebiet der pharmazeutischen Industrie in Österreich. Das bedeutet,
Krebspatienten haben oft früh Zugang zu Medikamenten mit modernsten
Wirkstoffen.
"Generell gilt: Patienten die in Studien eingebunden sind, erhalten
schon früher eine neue Medikation und erleben dadurch häufig bessere
Therapieerfolge", erläutert Rumler.
Beispiel Brustkrebs
Etwa 30 Prozent der Brustkrebspatientinnen sind heute in klinische
Studien eingebunden. Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs
überleben heute im Schnitt 58 Monate, dreimal so lange wie noch vor
zehn Jahren.
Die moderne Krebsmedizin der letzten zehn Jahre trägt dazu bei, dass
Patienten mehr Lebensqualität und wertvolle Lebenszeit gewinnen.
Krebs wird zunehmend eine chronische Erkrankung, ist heutzutage in
manchen Bereichen oftmals heilbar und ist mit neuen diagnostischen
und therapeutischen Möglichkeiten immer besser behandelbar. Zudem
können Betroffene länger aktiv am Erwerbsleben teilnehmen. Dies ist
ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund der volkswirtschaftlichen
Gesamtkosten von Krebserkrankungen: die von Krebs verursachten
indirekten Kosten - wie Fehlzeiten im Beruf und frühzeitige
Pensionierungen - sind wesentliche Umstände, die zu berücksichtigen
sind.
Für das Jahr 2015 werden weitere wichtige Fortschritte in der
Onkologie mit einer Vielzahl an Neuzulassungen bei Krebsmedikamenten
erwartet - darunter mehrere gegen den Schwarzen Hautkrebs und weitere
gegen Lungen-, Magen- und Eierstockkrebs sowie Leukämie. Neben der
personalisierten Medizin ist die Immuntherapie eine wichtige
Stoßrichtung in der Krebsbekämpfung. Diese bringt das körpereigene
Immunsystem dazu, den Tumor anzugreifen und schont dabei gesunde
Zellen. "Die Erforschung und Entwicklung neuer Krebsmedikamente läuft
mit Hochdruck weiter. Neue medikamentöse Therapien werden den
betroffenen Patienten eine maßgeschneiderte Behandlung und damit
höhere Heilungschancen bringen", gibt Rumler einen Ausblick in die
Zukunft.
Grafiken zur Presseaussendung unter www.pharmig.at
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2015), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 12.000
Beschäftigte.
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