Kadenbach: Wir brauchen eine europaweite Strategie gegen Krankenhauskeime

Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle von antibiotikaassoziierter Durchfallerkrankung dringend notwendig

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, betonte heute, Freitag, im Pressegespräch "Clostridium-difficile: Der stille Feind in meinem Krankenhaus", dass die antibiotikaassoziierte Durchfallerkrankung durch gezielte Investition bekämpft werden muss: "Wir brauchen eine europaweite Strategie, um gegen diese Erkrankung vorzugehen." Durch das undifferenzierte Sparen auch im Gesundheitsbereich fehlt es an Präventionen. "Clostridium-difficile Infektionen verursachen EU-weit Kosten von etwa drei Milliarden Euro pro Jahr. Um zu sparen, müssen wir zukunftsorientiert denken und auch in die Früherkennung und in bessere Testverfahren investieren", sagte Kadenbach. ****

Clostridium-difficile Infektionen stehen in enger Verbindung mit dem Einsatz von Antibiotika. Eine Verringerung des Antibiotikaverbrauchs bewirkt eine Reduzierung von Neuerkrankungen dieser Art. Folgen von antibiotikaassoziierten Durchfallerkrankungen sind Fieber und schwere Bauchschmerzen. "Im schlimmsten Fall kann es zu einer sogenannten Kolitis kommen, weil sich Bakterien aufgrund des zu hohen Antibiotikaeinsatzes zunehmend unkontrolliert verbreiten können", erläutert die SPÖ-Europaabgeordneten. Allein in Österreich verstarben im Jahr 2013 zumindest 302 PatientInnen an Clostridium-difficile Infektionen. "Wir müssen den Antibiotika-Einsatz in unseren Spitälern überdenken", fordert Kadenbach. (Schluss) tg/sc

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003