- 23.01.2015, 11:51:19
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„Orientierung“: Nach Terror in Paris – Französische Juden in Angst
Am 25. Jänner um 12.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 25. Jänner um 12.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im in HD produzierten
ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 25. Jänner 2015,
um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Nach Terror in Paris: Französische Juden in Angst
Nach den Terroranschlägen in Paris wurden die Sicherheitsvorkehrungen
in ganz Frankreich drastisch verschärft. "Terroralarm" heißt die für
den Großraum Paris nun geltende höchste Stufe des
Antiterror-Sicherheitsplans. Besonders geschützt werden jüdische
Einrichtungen - Schulen und auch Synagogen. Schwer bewaffnete
Soldaten bewachen sie Tag und Nacht. Dennoch: Viele Juden leben mit
der Angst vor weiteren Anschlägen. Wie versuchen sie, dennoch langsam
wieder zu so etwas wie einem "normalen Leben" zurückzukehren?
Überlegen sie, wie das schon viele vor ihnen getan haben, Frankreich
zu verlassen? Und: Haben auch sie das Gefühl, dass die dramatischen
Ereignisse Frankreich ein Stück mehr "zusammengeschweißt" haben? Ein
Bericht von Eva Twaroch.
Film "Timbuktu": Erinnerungen an islamistische Schreckensherrschaft
Der Film "Timbuktu" von Regisseur Abderrahmane Sissako ist derzeit in
österreichischen Kinos zu sehen. Er beschreibt die Situation in der
gleichnamigen Stadt im Norden Malis, in der im Zuge einer Rebellion
der Tuareg gegen die Zentralregierung 2012 gewaltbereite Islamisten
die Herrschaft an sich reißen konnten. In eindrucksvollen Bildern
schildert der Streifen den Zusammenprall einer über Jahrhunderte
gewachsenen, vom Islam geprägten Kultur mit einer Herrscherclique,
die mit brutalen Methoden ihre Macht zementiert und über Leichen
geht, um ihre Vorstellung von Islam und Scharia durchzusetzen. Das
islamistische Regime in Timbuktu konnte sich nicht lange behaupten;
derzeit verhandeln Rebellen und Regierung um einen Frieden in der
Region. Die "Orientierung" befragte zwei Kinobesucher, die Land und
Leute bestens kennen: Togue Coulibaly von der Vereinigung der
Malierinnen und Malier in Österreich und den Afrikanisten Erwin
Ebermann. Ein Bericht von Christian Rathner.
Offene Moschee: Einladung an Homosexuelle und Andersgläubige
Eine Moschee, die ganz explizit Homosexuelle und Andersgläubige zum
gemeinsamen Gebet einlädt und in der Frauen von der Kanzel sprechen?
Ja, die gibt es: seit September 2014 in Kapstadt in Südafrika.
Drohungen hat die Führung der Moschee mehrfach erhalten, auch
Anschläge wurden schon verübt. Doch der Gründer, der Islamgelehrte
und Imam Taj Hargey, hält an seiner Linie fest: Seine Moschee sei
eine Moschee für aufgeschlossene und nicht für verschlossene
Gläubige, betont er gegenüber der "Orientierung". Er fordert eine
Abkehr von den sogenannten Hadithen - also Überlieferungen von
Aussprüchen und Handlungen des Propheten - die in muslimischen
Predigten traditionellerweise eine große Rolle spielten. Diese
Hadithe aber, so der streitbare Imam - er ist auch Professor für
Islamwissenschaft an der Universität Oxford - seien heute die Ursache
vieler Probleme im Islam. Seine Antwort: eine Rückbesinnung auf den
Koran. Dort finde man die Worte Gottes. Vom verpflichtenden Tragen
eines Kopftuches sei da ebenso wenig die Rede wie von der
Geschlechtertrennung. Seine Moschee, so Hargey sinngemäß, sehe er als
Insel der Toleranz, die er auch gegen massive Widerstände aus den
Reihen des muslimischen Klerus bewahren wolle. Ein Bericht von
Dominik von Eisenhart-Rothe.
"Würde am Ende des Lebens" - Evangelische Kirche klärt Positionen
Im Vorfeld der dritten Sitzung der parlamentarischen
Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" hat sich die
evangelische Diakonie erneut dagegen ausgesprochen, das geltende
Euthanasieverbot in Verfassungsrang zu heben. In Österreich sind
Tötung auf Verlangen und Suizidbeihilfe verboten. Der Schutz der
Schwachen sei wichtig, sagte der evangelische Theologe Ulrich Körtner
bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, aber er könne sich auch eine
Entkriminalisierung der in Österreich mit Strafe bedrohten
Suizidbeihilfe im Einzelfall vorstellen. Präsentiert wurde außerdem
ein sogenanntes "Argumentarium", das einen Überblick zur aktuellen
rechtlichen Regelung in Österreich bieten will. Ein Bericht von
Marcus Marschalek.
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