Stronach/Dietrich: Hormonähnliche Stoffe als neue Bedrohung für die Konsumenten

Das Konsumentenwohl steht an oberster Stelle

Wien (OTS) - "In einer globalen Welt hat der Konsument keine Chance mehr, anhand der Verpackung eines Produkts zu erkennen, woher es kommt und was es enthält. Bei den Inhaltsstoffen findet sich eine ganze Reihe von E-Stoffen, von denen ich sicher bin, dass noch kein Abgeordneter hier im Hohen Haus sich die Mühe gemacht hat, nachzusehen, was sie bedeuten", sagte die geschäftsführende Klubobfrau und Konsumentenschutzsprecherin des Team Stronach, Waltraud Dietrich, in ihrem Debattenbeitrag zur Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation zu lebensmittel- und verbrauchsgüterbedingten Risiken. Sie forderte "eine unabhängige Kontrollstelle, die die Qualität der Produkte permanent überprüft und den Konsumenten somit Sicherheit gibt."

Die Gefahrenpotentiale der diversen Inhaltsstoffe hätten sich in den letzten Jahrzehnten verändert: Stoffe wie DDT, die früher als unbedenklich angesehen wurden, gelten heute als schädlich. "So weiß man heute, dass Plastik, das jahrzehntelang als harmlos galt, Weichmacher enthält, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken", berichtete Dietrich.

Als "die globale Bedrohung 2012", vor der auch die WHO warnt, bezeichnete Dietrich in diesem Zusammenhang die endokrinen bzw. hormonähnlichen Zusatzstoffe, die sich vor allem in Kosmetika aber auch in vielen anderen Produkten des täglichen Gebrauchs finden. "In jedem 3. Produkt des täglichen Gebrauchs gibt es zumindest eine dieser hormonähnlichen Substanzen, in jedem 5. Produkt sogar zwei. Dazu gehören auch Lippenstifte, Cremes und Haarshampoos", machte Dietrich aufmerksam. Sie verwies auf Studien, die ein Ansteigen von Unfruchtbarkeit bei Frauen, schlechter Spermienqualität bei Männern sowie vielen Krebsarten zeigen. Bei Tieren konnte bereits nachgewiesen werden, dass die hormonähnlichen Subtanzen zu Verhaltensveränderungen und Unfruchtbarkeit führen.

"Wir brauchen Vorsicht, Kontrolle und breite Information für die Menschen", verlangte Dietrich, die sich eine offensive Herangehensweise und mehr Aufklärung zum Schutz der Konsumenten erwartet.

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