Skylink: Gerichtsurteil zu Bonuszahlung bestätigt Kostenreduktion durch Gabmanns Initiative für Baustopp

Ernest Gabmann fügt Flughafen dritte Niederlage bei Gericht zu

Wien (OTS) - Nachdem das OLG Wien kurz vor Weihnachten entschieden hatte, dass der Flughafen Wien seinem ehemaligen Vorstand Ernest Gabmann alle Gehaltsansprüche bis einschließlich September 2014 abzugelten hat, setzt es nun die nächste Niederlage vor Gericht. Der Flughafen, so hat das LG Korneuburg (nicht rechtskräftig) entschieden, muss Gabmann auch einen seinerzeit vereinbarten Bonus -er beläuft sich auf 326.263,75 Euro - zur Gänze ausbezahlen, samt Zinsen und Ersatz der Prozesskosten von 90.723,10 Euro!

Gabmann war seit 1. März 2009 am Flughafen Wien als Vorstand tätig. Er unternahm die wesentlichen Schritte, um die vor seinem Antritt explodierten Kosten bei der Errichtung des Skylinks in den Griff zu bekommen. Gabmann setzte im dreiköpfigen Flughafen-Vorstand im Alleingang einen Baustopp beim Skylink durch. Dadurch konnte Gabmann für den Flughafen mit den Bau-Vertragspartnern überhaupt erst neue Verträge ausverhandeln. Über diese, jetzt auch durch die Entscheidung des Gerichts bestätigte Initiative Gabmanns, wurde eine Reduktion der Baukosten von bereits prognostizierter einer Milliarde Euro auf unter 720 Millionen Euro erreicht (alleine die Schadensvergütungen machten ca. 50 Millionen Euro aus) und es konnte der Skylink auch rechtzeitig Mitte 2012 eröffnet werden. Genau dafür - erfolgreiche Kostenreduktion und rechtzeitige Eröffnung - ist mit Gabmann eine Bonuszahlung vereinbart worden. Doch der Flughafen weigerte sich diesen auszubezahlen. Stattdessen beendete der Flughafen von sich aus - und wie zwei Gerichte in der Zwischenzeit nach einer Klage Gabmanns ausgesprochen haben, rechtwidrig - das Anstellungsverhältnis. Jetzt bekam Gabmann auch mit seiner Klage im Zusammenhang mit dem verweigerten Bonus seitens des Gerichtes Recht. So stellte das Gericht (nicht rechtskräftig) fest, dass Ernest Gabmann alle vertraglich festgelegten Ziele, die für den Bonus erreicht werden mussten, auch erreicht hat und der Bonus seitens des Flughafens daher gezahlt werden muss.

Gericht weist Schadenersatzforderungen des Flughafens zurück Zuletzt hatte der Flughafen noch versucht, dem Anspruch auf die Bonuszahlung eine Schadenersatzforderung gegenüber zu stellen. Dieser vom Flughafen behauptete Schaden bezog sich auf die Vergabe von Mietflächen. Aber nicht nur, dass diese Behauptung bereits 2011 -nach einer anonymen Anzeige - von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft geprüft und schlussendlich als haltlos zurückgewiesen wurde, hat nun das Gericht auch den vom Flughafen behaupteten Anspruch auf Schadenersatz verneint.

Stellungnahme Ernest Gabmann

In einer Reaktion zeigt sich Ernest Gabmann, der in beiden Prozessen von der Kanzlei Kunz Schima Wallentin vertreten wurde, sehr zufrieden mit dem Prozessausgang und betont: "Mir ging es vor allem darum, dass das Gericht mich rehabilitiert. Das ist nun passiert: Im Urteil wird festgestellt, dass ich durch meinen verhängten Baustopp beim Skylink aufgeräumt und eine Kostenreduktion von über 250 Millionen Euro erreicht habe."

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Fr Dr Katharina Körber-Risak, KSW Rechtsanwälte OG
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