Ausgrenzung aufgrund sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität gefährdet die Gesundheit!

Wien (OTS) - Vieles, womit wir an öffentlichen Orten konfrontiert sind, wie Stress, Umweltschadstoffe und vieles mehr macht krank. Ebenso bekannt und wissenschaftlich belegt ist es, dass freundschaftliche Beziehungen, Familien, Partnerschaften und die Sichtbarkeit dieser sozialen Kontakte in der Öffentlichkeit gesund erhält.

Ausgrenzung, Abwertung und Missachtung von Menschen, die leben und lieben wie sie es für sich wollen, sind zutiefst kränkende und krank-machende Mechanismen. Im Sinne der Gesundheit sind deshalb Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare in der Gastronomie in Österreich ebenso zu verurteilen wie Zigarettenrauchen zu verbannen ist.

Die Mitglieder der eben neu gegründeten Kompetenzgruppe "Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt" der Österreichischen Gesellschaft für Public Health sehen u.a. vor dem Hintergrund aktueller Vorfälle die Notwendigkeit bestätigt, mit ihren Forschungsaktivitäten einen Beitrag zu einer gesunden, offenen und gerechten Gesellschaft beizutragen. "Es ist uns als ForscherInnen, WissenschafterInnen, GesundheitsexpertInnen ein Anliegen auf die gesundheitlichen Auswirkungen durch Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung hinzuweisen", sagt Roman Winkler, Sprecher der Kompetenzgruppe. Die Missachtung bzw. die öffentliche Zurückweisung von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transidenten und intersexuellen Personen führt internationalen Belegen zufolge zu einer psychischen Belastung, die die Gesundheit v.a. auch Jugendlicher besonders gefährdet. Der ÖGPH-Kompetenzgruppe ist es wichtig, in diesem Zusammenhang auf die gesundheitsförderlichen Aspekte eines wertschätzenden Umgangs mit sexueller und geschlechtlicher Diversität nachdrücklich hinzuweisen!

Schließlich "findet Public Health neben der Forschung und Lehre in vielen öffentlichen Räumen ihren Platz und zeigt ihre unterschiedlichen Seiten - ob im Krankenhaus, im Amtshaus, in der Schule, oder eben im Kaffeehaus", so Thomas Dorner, Präsident der ÖGPH.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roman Winkler, MSc (Sprecher der ÖGPH-Kompetenzgruppe „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“): roman.winkler@hta.lbg.ac.at;

PD Dr. Thomas Dorner, MPH (Präsident der ÖGPH):
office@oeph.at, http://www.oeph.at/

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