- 15.01.2015, 14:16:42
- /
- OTS0190 OTW0190
SPÖ-Klub sitzt Normen-Mythen hartnäckig auf - Austrian Standards lädt SPÖ-Klub zum Gespräch ein
Wien (OTS) - "Erstaunlich hartnäckig" sitzt der SPÖ-Klub Mythen und
Irrtümern rund um das Thema Normen und Normung auf. "Die
interessierte und informierte Öffentlichkeit hat den Wert von Normung
längst erkannt und arbeitet konstruktiv daran mit, das Innovations-
und Wachstumspotenzial, das in Normen und Standards steckt, zu heben.
Erst gestern konnten wir die 'Living Standards Awards' für
vorbildliches Normungs- und Normenmanagement unter anderem an die
Stadt Wien und das Land Niederösterreich verleihen. Umso
bedauerlicher ist es, wenn - auch wider besseres Wissen - an
Falschinformationen festgehalten wird und man sich so aus einer
sinnvollen Diskussion um eine österreichische Normungsstrategie
ausklinkt", betont die Direktorin von Austrian Standards, Elisabeth
Stampfl-Blaha am Donnerstag in einer Reaktion auf die Pressekonferenz
von SPÖ-Klubobmann Schieder und KMU-Sprecherin Ecker. "Die Türen von
Austrian Standards stehen offen, wir würden uns freuen, den
SPÖ-Klubobmann bei uns zum Gespräch und Meinungsaustausch begrüßen zu
dürfen", so Stampfl-Blaha.
Zum wiederholten Mal liefert Austrian Standards die Fakten:
Normenzuwachs geht zurück
Der SPÖ-Klub rechnet vor, dass im Jahr 2014 1.519 ÖNORMEN
veröffentlicht und gleichzeitig 1.257 Normen zurückgezogen wurden,
was 2.776 Normänderungen ergeben würde. Richtig ist vielmehr: minus
eins plus eins ergibt nicht zwei, sondern null. Der Zuwachs an Normen
betrug 2014 lediglich 262 Normen; 1997 war der Normenzuwachs im
Vergleich dazu mit 1.110 Normen noch mehr als vier Mal so hoch.
Normen werden BEI und nicht VON Austrian Standards gemacht
Normen werden nicht von den Mitgliedern von Austrian Standards
gemacht. Auch nicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie
werden von den tausenden Expertinnen und Experten in Österreich
entwickelt, die von Unternehmen und Organisationen in die Komitees
entsandt werden. Austrian Standards stellt dafür als unabhängige und
neutrale Plattform die Infrastruktur zur Verfügung.
KMU beteiligen sich aktiv an der Normung
Es sind nicht überwiegend Großunternehmen, die sich an der Normung
beteiligen; aus dem Bereich Wirtschaft sind mehr als die Hälfte der
Normungsteilnehmenden Klein- und Mittelunternehmen. Sie nehmen
gemeinsam mit Verwaltung (Bund/Länder), Wissenschaft und Bildung,
Konsumentenorganisationen und NGOs an den Arbeiten der
Normungskomitees teil.
Normung transparent und offen
Neben der Möglichkeit, direkt in Normungskomitees mitzuarbeiten, gibt
es für alle Interessierten vielfältige Möglichkeiten, Normen
mitzugestalten bzw. sich über die aktuelle Normungsarbeit zu
informieren. Anträge zur Entwicklung von Normen können auf der
Website von Austrian Standards von allen interessierten
Organisationen und Personen eingebracht werden. Neue Normungsprojekte
können online kommentiert werden. Entwürfe zu ÖNORMEN können
kostenlos im Normen-Entwurf-Portal auf der Website von Austrian
Standards durchgesehen und während des öffentlichen
Stellungnahmeverfahrens (sechs Wochen) kommentiert werden. Eine
Registrierung auf der Website ist in wenigen Minuten erledigt. Alle
Kommentare und Stellungnahmen müssen von den Komitees berücksichtig
werden. Auch zu gültigen Normen können Bürgerinnen und Bürger auf der
Austrian Standards Website Kommentare und Verbesserungsvorschläge
abgeben. Darüber, welche nationalen Normungsprojekte - in
unterschiedlichen Phasen der Entwicklung - aktuell in Österreich in
Bearbeitung sind und zu welchen Projekten Stellungnahmen eingebracht
werden können, informiert das National Work Programme auf der Website
von Austrian Standards. Welche Organisationen bzw. Unternehmen
Personen in die 175 Normungskomitees entsenden, ist ebenfalls auf der
Website von Austrian Standards abrufbar. Das alles ist in den
Geschäftsordnungen 2014 von Austrian Standards geregelt. Die
Einhaltung der Geschäftsordnung sowie der international akkordierten
Grundprinzipien der Normungsarbeit durch Austrian Standards wird vom
Europäischen Komitee für Normung CEN auditiert.
Moderater Teilnahmebeitrag sorgt für zusätzliche Effizienz
Austrian Standards sorgt mit einem leistungsorientierten
Finanzierungssystem, das einen moderaten Teilnahmebeitrag für alle
Personen vorsieht, die an der Entwicklung von Normen in den Komitees
teilnehmen, für zusätzliche Effizienz. Der Teilnahmebeitrag in Höhe
von EUR 450,00 ist in etwa halb so hoch wie jener in Deutschland. Die
Wirtschaftskammer Österreich hat ihren Mitgliedern 2014 den
Teilnahmebeitrag für eine Person, die an der Normung mitwirkt,
refundiert und hat dies auch für 2015 angekündigt.
Normen kosten Geld - sind aber für alle leistbar
In Normen und Standards stecken wertvolles Wissen, Know-how aus der
Praxis und Service. Für KMU und Kommunen bietet Austrian Standards
günstige Paketlösungen.
Österreich ist unter den Top-Ten in der internationalen
Normung
Österreich gehört zu den Top-Ten in der europäischen und
internationalen Normung und bringt sich besonders aktiv in die
Gremien ein, das belegt aktuell das Internationale Normungsbarometer
des französischen Normungsinstitutes AFNOR.
Nicht aus jeder Idee wird auch eine Norm
Zu der von SPÖ-Klubobmann Schieder angeführten "Internationalen Norm
zur Zertifizierung von Wahlprozessen": Das von Costa Rica beantragte
Projekt wurde bei einer weltweiten Umfrage abgelehnt und wird damit
nicht weiter verfolgt. Österreichische Experten standen dem
Normvorhaben von Beginn an skeptisch gegenüber und bezeichneten
dieses als über das Ziel von ISO-Normen hinausschießend.
Über Austrian Standards:
Standards sind Normen und Regelwerke. Sie dienen dem Wohl und der
Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass
eins verlässlich zum anderen passt. Standards stehen für Qualität und
damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards
stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen
transparenten Normungsprozess in Österreich sicher. Das Institut
ermöglicht allen, Normen mitzugestalten und macht Standards als
sinnvolles, international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich
und anwendbar.
Austrian Standards beschäftigt derzeit 121 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an
innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro pro
Jahr.
www.austrian-standards.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ONI






