SPÖ-Klub sitzt Normen-Mythen hartnäckig auf - Austrian Standards lädt SPÖ-Klub zum Gespräch ein

Wien (OTS) - "Erstaunlich hartnäckig" sitzt der SPÖ-Klub Mythen und Irrtümern rund um das Thema Normen und Normung auf. "Die interessierte und informierte Öffentlichkeit hat den Wert von Normung längst erkannt und arbeitet konstruktiv daran mit, das Innovations-und Wachstumspotenzial, das in Normen und Standards steckt, zu heben. Erst gestern konnten wir die 'Living Standards Awards' für vorbildliches Normungs- und Normenmanagement unter anderem an die Stadt Wien und das Land Niederösterreich verleihen. Umso bedauerlicher ist es, wenn - auch wider besseres Wissen - an Falschinformationen festgehalten wird und man sich so aus einer sinnvollen Diskussion um eine österreichische Normungsstrategie ausklinkt", betont die Direktorin von Austrian Standards, Elisabeth Stampfl-Blaha am Donnerstag in einer Reaktion auf die Pressekonferenz von SPÖ-Klubobmann Schieder und KMU-Sprecherin Ecker. "Die Türen von Austrian Standards stehen offen, wir würden uns freuen, den SPÖ-Klubobmann bei uns zum Gespräch und Meinungsaustausch begrüßen zu dürfen", so Stampfl-Blaha.

Zum wiederholten Mal liefert Austrian Standards die Fakten:

Normenzuwachs geht zurück

Der SPÖ-Klub rechnet vor, dass im Jahr 2014 1.519 ÖNORMEN veröffentlicht und gleichzeitig 1.257 Normen zurückgezogen wurden, was 2.776 Normänderungen ergeben würde. Richtig ist vielmehr: minus eins plus eins ergibt nicht zwei, sondern null. Der Zuwachs an Normen betrug 2014 lediglich 262 Normen; 1997 war der Normenzuwachs im Vergleich dazu mit 1.110 Normen noch mehr als vier Mal so hoch.

Normen werden BEI und nicht VON Austrian Standards gemacht

Normen werden nicht von den Mitgliedern von Austrian Standards gemacht. Auch nicht von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie werden von den tausenden Expertinnen und Experten in Österreich entwickelt, die von Unternehmen und Organisationen in die Komitees entsandt werden. Austrian Standards stellt dafür als unabhängige und neutrale Plattform die Infrastruktur zur Verfügung.

KMU beteiligen sich aktiv an der Normung

Es sind nicht überwiegend Großunternehmen, die sich an der Normung beteiligen; aus dem Bereich Wirtschaft sind mehr als die Hälfte der Normungsteilnehmenden Klein- und Mittelunternehmen. Sie nehmen gemeinsam mit Verwaltung (Bund/Länder), Wissenschaft und Bildung, Konsumentenorganisationen und NGOs an den Arbeiten der Normungskomitees teil.

Normung transparent und offen

Neben der Möglichkeit, direkt in Normungskomitees mitzuarbeiten, gibt es für alle Interessierten vielfältige Möglichkeiten, Normen mitzugestalten bzw. sich über die aktuelle Normungsarbeit zu informieren. Anträge zur Entwicklung von Normen können auf der Website von Austrian Standards von allen interessierten Organisationen und Personen eingebracht werden. Neue Normungsprojekte können online kommentiert werden. Entwürfe zu ÖNORMEN können kostenlos im Normen-Entwurf-Portal auf der Website von Austrian Standards durchgesehen und während des öffentlichen Stellungnahmeverfahrens (sechs Wochen) kommentiert werden. Eine Registrierung auf der Website ist in wenigen Minuten erledigt. Alle Kommentare und Stellungnahmen müssen von den Komitees berücksichtig werden. Auch zu gültigen Normen können Bürgerinnen und Bürger auf der Austrian Standards Website Kommentare und Verbesserungsvorschläge abgeben. Darüber, welche nationalen Normungsprojekte - in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung - aktuell in Österreich in Bearbeitung sind und zu welchen Projekten Stellungnahmen eingebracht werden können, informiert das National Work Programme auf der Website von Austrian Standards. Welche Organisationen bzw. Unternehmen Personen in die 175 Normungskomitees entsenden, ist ebenfalls auf der Website von Austrian Standards abrufbar. Das alles ist in den Geschäftsordnungen 2014 von Austrian Standards geregelt. Die Einhaltung der Geschäftsordnung sowie der international akkordierten Grundprinzipien der Normungsarbeit durch Austrian Standards wird vom Europäischen Komitee für Normung CEN auditiert.

Moderater Teilnahmebeitrag sorgt für zusätzliche Effizienz

Austrian Standards sorgt mit einem leistungsorientierten Finanzierungssystem, das einen moderaten Teilnahmebeitrag für alle Personen vorsieht, die an der Entwicklung von Normen in den Komitees teilnehmen, für zusätzliche Effizienz. Der Teilnahmebeitrag in Höhe von EUR 450,00 ist in etwa halb so hoch wie jener in Deutschland. Die Wirtschaftskammer Österreich hat ihren Mitgliedern 2014 den Teilnahmebeitrag für eine Person, die an der Normung mitwirkt, refundiert und hat dies auch für 2015 angekündigt.

Normen kosten Geld - sind aber für alle leistbar

In Normen und Standards stecken wertvolles Wissen, Know-how aus der Praxis und Service. Für KMU und Kommunen bietet Austrian Standards günstige Paketlösungen.

Österreich ist unter den Top-Ten in der internationalen Normung

Österreich gehört zu den Top-Ten in der europäischen und internationalen Normung und bringt sich besonders aktiv in die Gremien ein, das belegt aktuell das Internationale Normungsbarometer des französischen Normungsinstitutes AFNOR.

Nicht aus jeder Idee wird auch eine Norm

Zu der von SPÖ-Klubobmann Schieder angeführten "Internationalen Norm zur Zertifizierung von Wahlprozessen": Das von Costa Rica beantragte Projekt wurde bei einer weltweiten Umfrage abgelehnt und wird damit nicht weiter verfolgt. Österreichische Experten standen dem Normvorhaben von Beginn an skeptisch gegenüber und bezeichneten dieses als über das Ziel von ISO-Normen hinausschießend.

Über Austrian Standards:

Standards sind Normen und Regelwerke. Sie dienen dem Wohl und der Sicherheit aller, machen das Leben einfacher und sorgen dafür, dass eins verlässlich zum anderen passt. Standards stehen für Qualität und damit für Vertrauen in Produkte und Leistungen. Austrian Standards stellt seit 1920 als unabhängige und neutrale Plattform einen transparenten Normungsprozess in Österreich sicher. Das Institut ermöglicht allen, Normen mitzugestalten und macht Standards als sinnvolles, international anerkanntes Fachwissen leicht zugänglich und anwendbar.
Austrian Standards beschäftigt derzeit 121 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standards sorgen in Österreich für ein Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro pro Jahr.
www.austrian-standards.at

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Dr. Johannes Stern
Austrian Standards
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E-Mail: j.stern@austrian-standards.at

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