Irene Neumann-Hartberger folgt Maria Winter als Präsidentin der NÖ Bäuerinnen

Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft forcieren und Potenzial der Bäuerinnen-Vereine nutzen

St. Pölten (OTS) - Irene Neumann-Hartberger heißt die neue Präsidentin der NÖ Bäuerinnen. Sie löst nach fünf erfolgreichen Jahren Maria Winter ab. Außerdem wurde der Verein "Die Bäuerinnen Niederösterreich" als Dachorganisation der 390 neuen Bäuerinnen-Vereine gegründet. Damit schafften die Bäuerinnen das personelle und strukturelle Fundament für die erfolgreiche zeitgemäße Weiterentwicklung der Bäuerinnenarbeit in Niederösterreich. "Für diese Meilensteine gilt im Speziellen Maria Winter Dank und Anerkennung", erklärten die neue Landesbäuerin und Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes unisono.

Gemeinschaft als Voraussetzung für gemeinsame gute Entwicklung am Land

"Die Bäuerinnen sind nicht nur zahlenmäßig - mit 40.000 Mitgliedern - eine sehr große Organisationen in der Land- und Forstwirtschaft. Sie bringen auch Stärken abseits der einzelnen Brancheninteressen ein und tragen zu einem wichtigen inneragrarischen Interessensausgleich bei. Das setzt eine gut funktionierende Gemeinschaft voraus, die bewusst gepflegt wird", bringt Neumann-Hartberger ihre Überzeugung auf den Punkt. Sie will Konsumenteninformation und Bewusstsein für den Wert der regionalen Lebensmittel auch in den eigenen Reihen weiter stärken. Genauso ist ihr wichtig, die Funktionärinnen zu ermutigen, zu fördern und somit vorzubereiten, Funktionen in verschiedenen Gremien anzunehmen. "Wenn wir Frauen wollen, dass unsere Ideen und Anliegen berücksichtigt werden, müssen wir diese auch selber einbringen und konsequent verfolgen. Mit dem Lehrgang ZAM schulen wir professionell und erfolgreich unsere Funktionärinnen", so Neumann-Hartberger. "Darüber hinaus ist uns die positive Entwicklung des Ländlichen Raumes ein besonderes Anliegen. Damit wir alle am Land unsere Zukunftschancen nutzen können, setzen wir uns zum Beispiel für eine moderne Breitband-Infrastruktur ein."

"Schau drauf, wo's herkommt" weiter forcieren

"Dass das Image der Landwirtschaft und ihrer Waren ein immer wichtig werdender Produktions- und damit Erfolgsfaktor ist, haben Bäuerinnen schon sehr früh erkannt und sich dafür eingesetzt", weiß Präsident Schultes diese Stärke der Bäuerinnen besonders zu schätzen. Mittlerweile ist das Bewusstsein und die Bereitschaft, aktiv den Dialog mit der Gesellschaft zu suchen, in der gesamten Landwirtschaft stark gewachsen. Die LK NÖ, die bereits das Programm für die nächsten fünf Jahre entwickelt hat, wird sich daher auch ganz gezielt diesem Aufgabenfeld annehmen und Bäuerinnen und Bauern für eine konstruktive Auseinandersetzung mit nicht-bäuerlichen Interessen befähigen und ermutigen. Aber auch in der Interessenvertretung sind wichtige Anliegen zu forcieren: Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie etwa, auch als offensive Forderung beim Verhandeln des TTIP, die verstärkte Sanktionierung von Irreführung und Täuschung oder auch die Vereinfachung der Beantragung für Lebensmittel geschützten Ursprungs (g.U.) und geschützter geografischer Angabe (g.g.A.).

Über die Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger

Irene Neumann-Hartberger ist in Stollhof im Bezirk Wiener Neustadt zu Hause. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit ihrem Mann Joachim bewirtschaftet sie einen Milchviehbetrieb mit Kalbinnenaufzucht, Grünland und Ackerfläche. Bei den Bäuerinnen engagiert sie sich seit 2009 und übt die Funktion der Gebietsbäuerin von Wiener Neustadt und seit Kurzem auch die der Bezirksbäuerin aus. 2010 übernahm sie auch die Funktion der Landeskammerrätin in der LK. Irene ist auch im Bauernbund als Funktionärin aktiv.

Über "Die Bäuerinnen Niederösterreich"

"Die Bäuerinnen Niederösterreich" (bislang ARGE Bäuerinnen NÖ) ist der Dachverein der 390 neugegründeten Bäuerinnen-Vereine. Ca. 40.000 Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum engagieren sich für den inneragrarischen Interessensausgleich, den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und die Stärkung der Frauen, um ihre Potenziale für die gemeinsame Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raums nutzen zu können. All das setzt eine gut funktionierende Gemeinschaft voraus, die von den Bäuerinnen bewusst gepflegt wird. Mit rund 2.000 Veranstaltungen und 65.000 Teilnehmern im Jahr zählen die Bäuerinnen-Vereine zu den aktivsten in Niederösterreich. Näheres unter www.baeuerinnen-noe.at. (Schluss)

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