- 12.01.2015, 13:04:43
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Bündnis "Linz gegen Rechts“: Demonstration & Sitzblockaden wichtiger Protest gegen deutschnationalen Rechtswalzer
Linz (OTS) - Das Bündnis "Linz gegen Rechts" wertet die Demonstration
gegen den deutschnationalen Burschenbundball als Riesenerfolg! Über
2.200 Menschen folgten dem Demonstrationsaufruf und so konnte in Linz
ein deutliches und unübersehbares Statement gegen Rechtsextremismus
gesetzt werden. Nach dem offiziellen Ende und somit außerhalb unseres
Einflussbereichs beteiligten sich viele hunderte Antifaschistinnen
und Antifaschisten an Sitzblockaden gegen die rechte
Großveranstaltung. Als Bündnis "Linz gegen Rechts" begrüßen wir
diesen gemeinsamen und entschlossenen Protest in Form dieser
friedlichen Blockaden, auch wenn wir selbst nicht dazu aufgerufen
haben.
Dabei von "200 gewaltbereiten DemonstrantInnen" zu sprechen, so wie
das manche Medien nun getan haben, entbehrt jeglicher Grundlage und
entspricht keineswegs den Tatsachen. Die Polizei spricht gegenüber
den Medien auch davon, dass nach Demonstrationsende mehrere Personen
versucht hätten, Ballbesucher zu attackieren und wenn die Behörden
dabei "nicht dazwischengegangen wären, hätte es Verletzte geben
können". Dass es einen solchen Vorfall überhaupt gegeben hat, können
wir im Moment weder bestätigen noch kommentieren. Den VertreterInnen
des Bündnisses wurden zwar tumultartige Szenen auf der Landstraße
Höhe Josef/Palais des Kaufmännischen Vereins berichtet, aber auf
keiner einzigen Film- oder Fotoaufnahme - die dem Bündnis zugänglich
ist - sind Übergriffe auf BallbesucherInnen zu erkennen.
Im Aktionskonsens des Bündnisses heißt es dazu unmissverständlich:
Wir sehen es als legitime Protestform an, unsere Körper als Mittel
des zivilen Ungehorsams einzusetzen. Gleichzeitig stellen wir aber
auch klar, dass von unseren Protestformen keine Eskalation ausgeht!
Unser Verständnis von antifaschistischem Protesten ist friedlich,
alles andere würde von unseren Zielen und Forderungen ablenken
(http://linz-gegen-rechts.at/buendnisselbstverstaendnis/).
Der eigentliche Skandal aber bleibt!
Landeshauptmann Josef Pühringer, Polizeichef Brigadier Karl Pogutter,
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Vizerektor der Johannes
Kepler Universität Univ.Prof.Dr Friedrich Roithmayr haben auch in
diesem Jahr den Burschenbundball besucht, hofiert und damit
legitimiert. Für uns ist klar, dass dieser Burschenschafterball
nichts anderes als eine rechtsextreme Großveranstaltung ist und
gerade die bereitwillige Unterstützung aus Wirtschaft und Politik
diese Veranstaltung enorm aufwertet und eine Brücke von der extremen
Rechten hinein in die bürgerliche Mitte schlägt.
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