Elternvertretung kritisiert die „Gender“-Politik bei Schulbüchern

Steigende Unlesbarkeit von Schulbüchern durch Gendern

Wien (OTS) - Vertreter des Bundeselternverbandes haben heute, Montag, bei einer Pressekonferenz die aktuelle Entwicklung der Genderpolitik in Österreichs Schulbüchern durch das Bildungsministerium aufgezeigt und kritisiert. Eine Beibehaltung dieser Strategie wird zu einem weiteren Rückgang der Bildungsqualität in Österreich führen. Frauenförderung wird damit nicht erreicht

Um Schulbücher im Unterricht einsetzen zu dürfen, sind diese vom Unterrichtsministerium zuzulassen. Das Zulassungsverfahren wird Approbation genannt. Als unabdingbare Voraussetzung für eine Approbation wird nun vom Ministerium gefordert, dass der Inhalt geschlechtsneutral verfasst ist. Dies führt zu steigender Unlesbarkeit.

"Ein Schulbuch ist dazu da um von Schülern verstanden und gebraucht zu werden sowie Lehrinhalte zu vermitteln." so Elternvertreter Theodor Saverschel, "Der Vorgang des Lesens ist sehr komplex und beim Erlernen und Üben ist es einfach auch wichtig, dass die Worte rasch erfasst werden können. Das wird durch das Zerhacken mit Schrägstrichen unmöglich gemacht".

Elternvertreterin Susanne Schmid betont "Es handelt sich noch immer um Kinder. Daher ist es unabdingbar dass die Lesbarkeit und Verständlichkeit höchste Priorität besitzen. Es muss eine Sprache gewählt werden, die Kinder lesen und erfassen können. So wird zwar in den Approbationsrichtlinien des Ministeriums auf Einhaltung der Lesbarkeit hingewiesen, doch scheint sich niemand sonderlich darum zu kümmern. Hauptsache gegendert!"

"Wir sehen uns mit einem immer weiter steigenden Anteil von Schülern mit nicht deutscher Muttersprache konfrontiert. Alle Testungen haben ergeben, dass es schon jetzt Probleme beim sinnerfassenden Lesen gibt.", kritisiert Saverschel, "da sind gegenderte Lehrbücher vollkommen kontraproduktiv."

"Es ist ja schon abzusehen, dass sich das Gendern auch auf Aufgabenstellung bei Schularbeiten und Matura ausweiten wird", so Schmid. "Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass sich der Bildungsstandort Österreich im internationalen Vergleich weiter verschlechtern wird."

"Die Schulbuchverlage, Ministerium und Lehrer sollen an die Schüler denken und mit hoher Priorität auf die Lesbarkeit der Schulbücher achten." fordert Saverschel, "daher keine Sparform mittels Schrägstrich und auch kein Binnen-I"

"Eltern von AHS und BMHS haben gesetzlich die Möglichkeit, über den Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) in der Schule bei der Schulbuchauswahl mit zu bestimmen. Bestehen Sie auf dieses Recht." informiert und fordert Schmid.

Saverschel weiter, "Political corrrectness ist dort notwendig wo es um offizielle Schreiben, Gesetze, Verordnungen, öffentliche Aushänge oder ähnliches geht." und fügt hinzu " Political correctness wird jedoch sehr gerne als Grund für fragwürdige ideologisch motivierte Aktionen herangezogen und der Hausverstand abgeschalten."

"Frauenförderung ja, aber dort wo sie notwendig ist.", so Schmid weiter, "So sollten alle Pädagogen und Bildungspolitiker ganz rasch nachdenken, warum die Modellschularbeit in Mathematik bei Mädchen so schlecht ausgefallen ist und was da getan werden kann. Wer Frauen in technischen Berufen will, muss Ihnen ja auch das Rüstzeug dafür mitgeben - da gehört Mathematik einfach dazu." fordert Schmid.

Saverschel abschließend, " Allen unverbesserlichen Befürwortern der aktuellen Handhabung gegenderter Schulbücher sei ins Stammbuch geschrieben, dass Sie damit dem Bildungsstandort Österreich und der Idee der Frauenförderung einen Bärendienst erweisen."

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Theodor Saverschel, MBA
Präsident des Bundesverbandes
der Elternvereine an mittleren und
höheren Schulen Österreichs
office@bundeselternverband.at

Dr. Susanne Schmid
Vize-Präsidentin des Bundesverbandes
der Elternvereine an mittleren und
höheren Schulen Österreichs
office@bundeselternverband.at

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