- 10.01.2015, 11:44:35
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Etzenberger/Stadler: "Nicht den Besitz von Agrarflächen, sondern die harte Arbeit der Bauern fördern!"
Wahlauftakt der SPÖ NÖ Bauern in Groß Riedenthal
Utl.: Wahlauftakt der SPÖ NÖ Bauern in Groß Riedenthal =
St. Pölten (OTS) - "Auf uns ist Verlass", erklärte der Bundes- und
niederösterreichische Landesvorsitzende der SPÖ Bauern, Josef
Etzenberger, beim Wahlauftakt für die Landwirtschaftskammerwahl am 1.
März. Die Ausgangslage ist spannend: Die SPÖ Bauern sind bei der
letzten Wahl mit 5,1 Prozent in die Landes-Landwirtschaftskammer
eingezogen. "Wir wollen weiteres Terrain gewinnen und mit einem
vielfältigen Angebot an die Bäuerinnen und Bauern, die sich vom
VP-Bauernbund nicht ausreichend vertreten fühlen, Stimmen dazu
gewinnen", so Etzenberger.
Die sozialdemokratischen Bäuerinnen und Bauern fordern, dass die
Agrarförderungen in Zukunft nach tatsächlichen, sozialen und
ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden, sagt Etzenberger:
"Großbetriebe kassieren Millionen Euro an Förderungen. Aber wir
brauchen soziale Ausgewogenheit beim Einsatz öffentlicher Mittel. Nur
so kann längerfristig eine ökologische Nachhaltigkeit garantiert
werden. Nicht der Besitz von Agrarflächen ist eine Leistung, sondern
die Arbeit am Bauernhof ist zu fördern - denn subventionierte Brachen
sind nicht der richtige Weg für eine zukunftsorientierte
Landwirtschaftspolitik!"
Die ungerechte Agrarpolitik des ÖVP-Bauernbundes der vergangenen
Jahre führte zu einem massiven Bauernsterben, insbesondere der
Nebenerwerbsbauern in Niederösterreich: "Die Bäuerinnen und Bauern
sind verunsichert, sie brauchen wieder eine Perspektive! Um unsere
Versorgung mit qualitativ hochwertigen, gesunden Produkten zu
gewährleisten, ist es notwendig, den Bäuerinnen und Bauern dafür
faire Preise zu bezahlen", so SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag.
Matthias Stadler, der Unterstützung für die hart arbeitenden
Bäuerinnen und Bauern einfordert: "Fabrikslandwirtschaften, wie sie
mit dem Freihandelsabkommen TTIP vorprogrammiert wären, sind kein
Vorbild. Deshalb sagen wir niederösterreichischen SozialdemokratInnen
Nein zu Freihandelsabkommen, die unsere Standards im Umwelt-,
Konsumenten- und ArbeitnehmerInnenschutz ruinieren." Landwirtschaft
und Ernährung habe mit Leben und Lebewesen zu tun. Das betreffe somit
uns alle, sagt Stadler weiter: "Somit geht es um nicht weniger, als
das tägliche Leben jedes einzelnen Bürgers. In der EU ist es
beispielsweise verboten, Rindern oder Schweinen Wachstumshormone zu
verabreichen, geschlachtete Hühner mit Chlordioxid zu desinfizieren
oder genverändertes Getreide anzubauen usw. - in den USA ist das
übliche Praxis. Diese Gesetze wurden aber nicht erlassen, um
amerikanischen Waren den Weg nach Europa zu versperren, sondern um
die Gesundheit der EuropäerInnen zu schützen. Wir wollen
wettbewerbsfähige, landwirtschaftliche Betriebe statt industrieller
Agrarstrukturen, wie die US-Farmen, die durchschnittlich zehn Mal
größer sind als die europäischen Landwirtschaften - und wo nur der
Profit, nicht aber die KonsumentInnen im Mittelpunkt stehen. Kleine
und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind flexibler, stabiler und
leistungsfähiger und für die Vitalität unserer ländlichen Räume
wertvoller als industrielle Agrarstrukturen. Sie sind ein wichtiger
Aktivposten in unserem Land!"
Josef Etzenberger strich die Bedeutung der
Landes-Landwirtschaftskammerwahl hervor: "Wir SozialdemokratInnen
sind verlässliche Partner für die kleinen und mittleren
Landwirtschaften - jeder Betrieb zählt bei uns. Ich bin stolz auf
jeden unserer Landwirtschaftsbetriebe, ich bin stolz auf jeden
einzelnen Bauern, auf jede einzelne Bäuerin, die für uns alle harte
Arbeit leisten und für das tägliche Brot sorgen. Unser Weg ist offen,
modern und sozial für die Zukunft - dafür stehen wir SPÖ Bauern ein.
Auf uns ist Verlass!"
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