Etzenberger/Stadler: "Nicht den Besitz von Agrarflächen, sondern die harte Arbeit der Bauern fördern!"

Wahlauftakt der SPÖ NÖ Bauern in Groß Riedenthal

St. Pölten (OTS) - "Auf uns ist Verlass", erklärte der Bundes- und niederösterreichische Landesvorsitzende der SPÖ Bauern, Josef Etzenberger, beim Wahlauftakt für die Landwirtschaftskammerwahl am 1. März. Die Ausgangslage ist spannend: Die SPÖ Bauern sind bei der letzten Wahl mit 5,1 Prozent in die Landes-Landwirtschaftskammer eingezogen. "Wir wollen weiteres Terrain gewinnen und mit einem vielfältigen Angebot an die Bäuerinnen und Bauern, die sich vom VP-Bauernbund nicht ausreichend vertreten fühlen, Stimmen dazu gewinnen", so Etzenberger.

Die sozialdemokratischen Bäuerinnen und Bauern fordern, dass die Agrarförderungen in Zukunft nach tatsächlichen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden, sagt Etzenberger:
"Großbetriebe kassieren Millionen Euro an Förderungen. Aber wir brauchen soziale Ausgewogenheit beim Einsatz öffentlicher Mittel. Nur so kann längerfristig eine ökologische Nachhaltigkeit garantiert werden. Nicht der Besitz von Agrarflächen ist eine Leistung, sondern die Arbeit am Bauernhof ist zu fördern - denn subventionierte Brachen sind nicht der richtige Weg für eine zukunftsorientierte Landwirtschaftspolitik!"

Die ungerechte Agrarpolitik des ÖVP-Bauernbundes der vergangenen Jahre führte zu einem massiven Bauernsterben, insbesondere der Nebenerwerbsbauern in Niederösterreich: "Die Bäuerinnen und Bauern sind verunsichert, sie brauchen wieder eine Perspektive! Um unsere Versorgung mit qualitativ hochwertigen, gesunden Produkten zu gewährleisten, ist es notwendig, den Bäuerinnen und Bauern dafür faire Preise zu bezahlen", so SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler, der Unterstützung für die hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern einfordert: "Fabrikslandwirtschaften, wie sie mit dem Freihandelsabkommen TTIP vorprogrammiert wären, sind kein Vorbild. Deshalb sagen wir niederösterreichischen SozialdemokratInnen Nein zu Freihandelsabkommen, die unsere Standards im Umwelt-, Konsumenten- und ArbeitnehmerInnenschutz ruinieren." Landwirtschaft und Ernährung habe mit Leben und Lebewesen zu tun. Das betreffe somit uns alle, sagt Stadler weiter: "Somit geht es um nicht weniger, als das tägliche Leben jedes einzelnen Bürgers. In der EU ist es beispielsweise verboten, Rindern oder Schweinen Wachstumshormone zu verabreichen, geschlachtete Hühner mit Chlordioxid zu desinfizieren oder genverändertes Getreide anzubauen usw. - in den USA ist das übliche Praxis. Diese Gesetze wurden aber nicht erlassen, um amerikanischen Waren den Weg nach Europa zu versperren, sondern um die Gesundheit der EuropäerInnen zu schützen. Wir wollen wettbewerbsfähige, landwirtschaftliche Betriebe statt industrieller Agrarstrukturen, wie die US-Farmen, die durchschnittlich zehn Mal größer sind als die europäischen Landwirtschaften - und wo nur der Profit, nicht aber die KonsumentInnen im Mittelpunkt stehen. Kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind flexibler, stabiler und leistungsfähiger und für die Vitalität unserer ländlichen Räume wertvoller als industrielle Agrarstrukturen. Sie sind ein wichtiger Aktivposten in unserem Land!"

Josef Etzenberger strich die Bedeutung der Landes-Landwirtschaftskammerwahl hervor: "Wir SozialdemokratInnen sind verlässliche Partner für die kleinen und mittleren Landwirtschaften - jeder Betrieb zählt bei uns. Ich bin stolz auf jeden unserer Landwirtschaftsbetriebe, ich bin stolz auf jeden einzelnen Bauern, auf jede einzelne Bäuerin, die für uns alle harte Arbeit leisten und für das tägliche Brot sorgen. Unser Weg ist offen, modern und sozial für die Zukunft - dafür stehen wir SPÖ Bauern ein. Auf uns ist Verlass!"

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SPÖ NÖ Bauern, Josef Etzenberger, Tel.: 02742/2255-180, Mobil: 0664/264 21 03, josef.etzenberger@spoe.at

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