- 08.01.2015, 15:24:52
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Haiti 5 Jahre nach dem Beben: Diakonie weiter in der Katastrophenvorsorge aktiv
Nach Soforthilfe und Wiederaufbau ist jetzt Risiko-Minderung Hauptaufgabe
Utl.: Nach Soforthilfe und Wiederaufbau ist jetzt Risiko-Minderung
Hauptaufgabe =
Wien (OTS) - Erdbeben, Hurrikans und Überschwemmungen sind eine
allgegenwärtige Gefahr in Haiti. So hat die Diakonie
Katastrophenhilfe nach dem großen Erdbeben am 12.Jänner 2010 in den
vergangenen 5 Jahren außer erdbebenfesten Häusern auch drei
erdbebensichere Notunterkünfte in Grand Grosier, Cotes-de-Fer und
Anse-à-Pitre gebaut, die jeweils bis zu 100 Personen Schutz bei
Überschwemmungen und Naturkatastrophen bieten.
"Unsere Partner machen in den Dörfern immer wieder
Evakuierungsübungen, Schulungen und Notfallpläne, die den Menschen in
den gefährdeten Gebieten helfen, sich besser auf Katastrophen
vorzubereiten", berichtet Dagmar Lassmann, die Leiterin der Diakonie
Katastrophenhilfe.
Weiters haben Aufforstungsprogramme die Anfälligkeit für Bodenerosion
verringert und bei Überschwemmungen gefährliche Schlammlawinen
verhindert. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützte die Menschen
beim Anpflanzen von Setzlingen.
Durch die Risikoanfälligkeit gegenüber tropischen Stürmen,
Trockenheit und erneuten Erdbeben sowie der Verbreitung von Cholera
und die allgemeine Strukturschwäche im Land, wird Haiti auch in den
kommenden Jahren weitere Unterstützung und humanitäre Hilfe brauchen.
Rückblick
Nach dem schweren Erdbeben, das am 12. Januar 2010 große Teile Haitis
zerstörte, waren die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner
sofort vor Ort und im Einsatz. Es war das schwerste Beben in der
karibischen Region seit 200 Jahren. Etwa 250.000 Menschen kamen ums
Leben, mehr als 1,3 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.
Schon vor dem Erdbeben war Haiti eines der ärmsten Länder der Welt.
Der Großteil der Menschen lebte in Häusern aus Lehm und
minderwertigen Baustoffen, die innerhalb von Sekunden einstürzten.
Aufgrund der mangelnden Infrastruktur und die dadurch erschwerten
Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten, war das Beben verheerend.
"Die Bedingungen für den Wiederaufbau in Haiti sind besonders
schwierig, aber 5 Jahre nach dem Beben ist es gelungen, dass in jenen
Regionen, wo die Diakonie Katastrophenhilfe tätig ist, die meisten
Betroffenen nun in dauerhaften Unterkünften ein Zuhause finden", so
Dagmar Lassmann.
"Zusätzlich zu den erschwerten Lebensbedingungen und dem Leid, das
die Menschen in Haiti durch das Beben erleben mussten, haben
allerdings in den letzten Jahren zwei weitere Katastrophen das Land
erfasst", so Lassmann. Eine Choleraepidemie, die einige Monate nach
dem Beben bis zu 700.000 Menschen infizierte, und bei der mehr als
8.000 Erkrankte ihr Leben verloren. Im Jahr 2012 traf außerdem
Hurrikan Sandy auf Haiti. Die durch den Wirbelsturm erzeugten
Niederschläge waren so stark, dass viele Teile des Landes erneut
zerstört wurden.
Aus diesem Grund hat die Diakonie Katastrophenhilfe die
Vorsorgeprogramme verstärkt und unterstützt das Land dabei, sich für
künftige Katastrophen zu wappnen.
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