Spielerschutz / "Kleines Glücksspiel": Die schweren Irrtümer der Wiener Glücksspiel-"Populitiker"

Wien (OTS) - In der aktuellen Diskussion werden bedeutende Fakten ausgeklammert oder bewusst ignoriert: Das österreichische Glücksspielgesetz wurde im Jahre 2010 vorbildlich novelliert.

Der Spielerschutz bekam in diesem neuen, modernen und auch weltweit richtungsweisenden breitesten Raum.Der Gesetzgeber hat damit den modernen Erkenntnissen des Spielerschutzes entsprochen und die Konsumenten vor Auswüchsen geschützt: Nur mehr wenige Geldspielautomaten in wenigen Spielhallen dürfen betrieben werden.

In NÖ, in OÖ, im Burgenland, in Kürze in Kärnten und der Steiermark wurde dieses neue Gesetz umgesetzt.

Über die Missstände des somit überholten "Kleinen Glücksspiels" sind sich Gesetzgeber, Behörden und Betroffene, auch Spielerschützer einig: Das ALTE Gesetz ermöglichte in Wien "unbeschränkten" Zugang ohne nennenswerte Kontrolle zu Geldspielautomaten.

Allerdings ist es unrichtig, den Betreibern die Schuld an diesen nunmehr überholten Zuständen zuzuschreiben: der Gesetzgeber wäre gefordert gewesen!

Der Gesetzgeber überließ es den Bundesländern, das neue Gesetz einzuführen. Das wurde auch in Wien erwartet und wäre die einzig richtige gesetzliche Maßnahme gewesen: Damit werden die "Spiel-Kammerln" ohne Zutrittskontrolle eliminiert, es gäbe NUR wenige streng kontrollierte Spielhallen.

Die einfache Umsetzung des NEUEN Glücksspielgesetzes wäre ECHTER Spielerschutz.

Diese gesetzliche bzw. politische Umsetzung war auch seit 2010 im Gespräch und wurde von der Industrie und den seriösen, legalen Geldspielbetreibern erwartet.

Populistische Splitter-Gruppen setzen den Willen des Gesetzgebers für massiven Spieler-Schutz außer Kraft, indem sie diese neu geschaffene Basis zum Schutze der Spieler einfach "übersehen " und totschweigen.

Es wird so getan, als gäbe es nur die Möglichkeit des absoluten Verbotes des "Kleinen Glücksspieles". In Wahrheit bedarf es keiner "Verbots-Aktivitäten", weil der Gesetzgeber durch die Glücksspiel-Novellierung dieses Verbot SELBST vollzogen hat - jedoch vernünftigerweise durch kluge neue Bestimmungen ersetzte.

Diese neuen, gesetzlich klaren Bestimmungen werden von den Aktivisten gar nicht angesprochen, diskutiert oder zur Kenntnis genommen. Damit setzen sie sich über bestehende Gesetze hinweg, um der Öffentlichkeit "Aktionismus" vorzugaukeln und Stimmung zu machen.

Mit dem vielfach zitierten Verbot von Geldspielgeräten in Wien wurden nicht nur die neuen Spielerschutz-Maßnahmen ausgehebelt, sondern auch der völlig falsche Eindruck erweckt, dass es in Zukunft in Wien keine Spielhallen geben wird.

Auf die CASAG-Lotterien-Konzessionen für insgesamt 5.000 Geldspielgeräte - diese können auch in hoher Zahl in Wien aufgestellt werden - wurde "vergessen".

Es wird suggeriert, dass das Verbot von Geldspielgeräten auch das "Verschwinden" der Spieler in Wien inkludiert.

Es wird völlig außer Acht gelassen, dass fast JEDES Glücksspiel durch "Automaten" erfolgt, auch wenn diese unterschiedliche Funktionen oder optische Darstellungen haben. Auch ein Internet-Terminal oder ein Internet-Glücksspiel ist ein "Automat", auch Lotterie-Spiele sind in Wahrheit "ein Automat"!

Es wird unterstellt, dass mit der Stilllegung von Geldspielgeräten auch die Spielsucht "schlagartig" verschwindet und dieses unsinnige Vorgehen als "Erfolg" bezeichnet.

Es wird "vergessen", dass die Menschen spielen und nicht der Automat, dass diese Menschen auch dann spielen, wenn es einigen Splittergruppen nicht passt - sie spielen außerhalb von Wien oder im Internet oder bei Illegalen!

Es wird auf den einzig richtigen Weg - nämlich STRENGE Zugangskontrollen zum Spielangebot - gar nicht erst hingewiesen (und damit auch nicht auf die Möglichkeit, dass LEGALE Anbieter illegale juristisch bekämpfen können).

Es werden die erfolgreichen Beispiele von modernen Spielhallen mit "perfektem" Spielerschutz in NÖ oder OÖ gar nicht erst gezeigt oder dargestellt. Diese vorbildlichen Angebote sollten in WIEN das "Kleine Glücksspiel" ersetzen.

Es wird von den Populitikern und manchen Medien auch totgeschwiegen, dass der größte Nutznießer des Automaten-Glücksspieles die "Öffentliche Hand" ist.

Spieler-Info.at wünscht sich für 2015, dass der Populismus zum Thema "Glücksspiel" dort landet, wo er hingehört: in die Vergessenheit. Gewiss, einige "Stammwähler" der Populitiker werden dazu applaudieren - Wahlen GEWINNEN kann damit niemand!

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